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Wie kommt der Allgäuer Arbeitsmarkt durch die Krisen?
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Arbeitslosenquote

Wie kommt der Allgäuer Arbeitsmarkt durch die Krisen?

Archivbild. Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Foto: Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen
Archivbild. Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Foto: Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen

Das Fazit von Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen fällt positiv aus. Und das trotz der weltpolitischen Krisen, die auch das Allgäu treffen.

„2022 war ein Jahr neuer Krisen, deren Auswirkungen der Arbeitsmarkt des bayerischen Allgäus allerdings dank seiner Robustheit äußerst gut weggesteckt hat“, erklärt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Dass dies so ist, zeigen die Zahlen: die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erreichte mit 286.066 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten einen neuen Rekordwert, ebenso der durchschnittliche Bestand an offenen Arbeitsstellen mit 7.913 Stellen. Die durchschnittliche Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen ging mit 9.888 im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich zurück und damit verbunden auch die durchschnittliche

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So beeinflusst der Ukraine-Krieg das Allgäu

Der Krieg, den Russland gegen die Ukraine Ende Februar 2022 begann, erreichte dabei die Region ganz direkt: seitdem sind einige tausend ukrainische Geflüchtete im bayerischen Allgäu aufgenommen worden. „Die erwerbsfähigen Geflüchteten haben sich zum 1. Juni größtenteils bei den Jobcentern arbeitslos gemeldet und ließen natürlich die Arbeitslosenquote bei uns steigen“, erläutert Maria Amtmann. „Die Jobcenter hat dies vor große Herausforderungen gestellt. Diese haben sie bravourös gemeistert: mittlerweile ist ein Großteil der aus der Ukraine angekommenen, erwerbsfähigen Geflüchteten in Sprach- und Integrationskurse eingemündet, und es haben bereits die ersten Arbeitsaufnahmen stattgefunden. Die Aufnahmebereitschaft des Allgäuer Arbeitsmarkt ist dabei natürlich äußerst hilfreich.“

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Fachkräftemangel bleibt herausfordernd

Trotz extrem gestiegener Energie- und Materialkosten sowie sinkender Kaufkraft der Kundinnen und Kunden ist der Fachkräftemangel 2022 das drängendste Problem der Allgäuer Betriebe. „Hier haben wir 2022 die Unternehmen mit diversen Initiativen unterstützt“, führt die Agenturchefin aus. „Für die besonders vom Arbeits- und Fachkräftemangel betroffene Hotel- und Gastronomiebranche haben wir mehrere Unterstützungsangebote initiiert. In Lindau wurde durch uns zusammen mit der IHK ein Netzwerktreffen für die Betriebe ins Leben gerufen, während im Ostallgäu mit dem Landratsamt und dem Tourismusverband eine Qualifizierungsmaßnahme für ausländische Gastronomiekräfte startete. Das Fachkräfteforum im Dezember in Memmingen, ebenfalls zusammen mit Stadt, Landkreis, IHK und Kreishandwerkerschaft initiiert, richtete sich an Unternehmen aller Branchen, die hier wertvolle Informationen über mögliche Lösungswege aus dem Fachkräftemangel erhielten.“ Für die Zukunft sieht Maria Amtmann die Region grundsätzlich gut aufgestellt: „Natürlich kann niemand die Zukunft vorhersagen. Aber die Branchenvielfalt des Allgäus und der bisherige Verlauf auf dem hiesigen Arbeitsmarkt stimmen mich hoffnungsvoll. Ich wünsche hier allen Menschen und Unternehmen im bayerischen Allgäu ein gelingendes neues Jahr mit wirtschaftlicher Konsolidierung und hoffentlich baldigem Frieden in der Ukraine.“

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Die Allgäuer Arbeitslosigkeit in Zahlen

Die durchschnittliche Arbeitslosenquote des Jahres 2022 lag mit 2,5 Prozent deutlich unter den Durchschnittsquoten der beiden Vorjahre (2021: 2,9 Prozent, 2020: 3,1 Prozent) und nur 0,1 Prozent über der Durchschnittsquote des Vorpandemiejahres 2019 (2,4 Prozent). In absoluten Zahlen ausgedrückt waren 2022 durchschnittlich 9.888 Menschen arbeitslos – 1.354 Personen weniger als noch im Vorjahr 2021 und 771 Personen mehr als 2019.

Auch die Unterbeschäftigungsquote – hierunter fallen Personen, die aufgrund ihrer Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen (etwa einer Qualifizierung) statistisch nicht als arbeitslos geführt werden – ist im Vergleich zu den letzten beiden Jahren gesunken und betrug 2022 durchschnittlich 3,2 Prozent.

Damit setzte sich eine positive Entwicklung fort. Getragen wurde sie durch den hohen Bedarf an Fach- und Arbeitskräften der Allgäuer Unternehmen. Sieht man sich die unterschiedlichen Personengruppen arbeitsloser Menschen im bayerischen Allgäu an, ist festzustellen, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei fast allen von ihnen zu beobachten ist.

Auch die Gruppe älterer Menschen ab 55 Jahren und die der langzeitarbeitslosen Menschen (zu letzterer gehören Personen, die ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind), die es meist am schwersten haben, Arbeitslosigkeit wieder zu beenden, profitierten erfreulicherweise von dem aufnahmebereiten Arbeitsmarkt. Unternehmen waren aufgrund ihres Fachkräftemangels mittlerweile deutlich öfter bereit, Menschen dieser Personengruppen einzustellen – und machten dabei häufig die Erfahrung, gerade mit den Älteren engagierte und erfahrene Mitarbeitende zu bekommen. Lediglich die Gruppe ausländischer Menschen verzeichnete einen leichten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr 2021: dies hängt mit den ukrainischen Geflüchteten zusammen, die ab Ende Februar/Anfang März in das Allgäu gekommen sind und sich zum 1. Juni 2022 bei den Jobcentern arbeitslos melden mussten, um Leistungen beziehen zu können.

So verhält sich der Allgäuer Ausbildungsmarkt

Der Ausbildungsmarkt war im Berichtsjahr 2021/2022 zum ersten Mal seit zwei Jahren nicht mehr vorherrschend von der Pandemie bestimmt. Da die Schulen nicht mehr aufgrund von Lockdowns schließen mussten, konnten die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur für Arbeit durchgängig Schülerinnen und Schüler direkt an den Schulen beraten.

Nichtsdestotrotz waren die diesjährigen Entlassschüler durch die Pandemieerfahrungen geprägt: Praktika und Präsenzausbildungsmessen waren während ihrer letzten Schuljahre häufig ausgefallen und ihre Berufsorientierung zum Schuljahresende daher oft noch nicht abgeschlossen. Es setzte sich deshalb bei ihnen der schon seit Jahren anhaltende Trend zum Besuch weiterführender Schulen verstärkt fort. Dies äußerte sich in einer im Vergleich zum Vorjahr noch einmal leicht gesunkenen Zahl der bei der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen ausbildungssuchend gemeldeten Jugendlichen: 3.236.Dem gegenüber stand 2021/22 eine Rekordzahl der durch die Allgäuer Betriebe gemeldeten Ausbildungsstellen: 6.319. Die Unternehmen versuchten zunehmend, über eigene Ausbildung ihrem Fachkräftemangel vorzubeugen, da dieser gerade im Sektor der Facharbeiter/innen besonders hoch ist.

Dies gelang bei der geringen Bewerberzahl nicht immer: 1.260 Ausbildungsstellen blieben zum Ende des Berichtsjahres unbesetzt. Dem standen noch 29 ausbildungssuchende, „unversorgte“ Bewerberinnen und Bewerber gegenüber.

Das erwartet den Allgäuer Arbeitsmarkt 2023

Im Januar 2023 ist mit einem weiteren saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu rechnen. Dies betrifft in erster Linie Mitarbeitende in Unternehmen mit witterungsabhängiger Arbeit. Der Personalbedarf aller anderer Unternehmen ist derzeit nach unseren Erkenntnissen weiter hoch, weshalb trotz Energiepreiskrise nicht mit einer Ausstellungswelle durch die Betriebe zu rechnen ist.

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