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2019 wurde der Verlauf der Sonnen Group an den Mineralölkonzern Shell als „Cleantech-Deal des Jahres“ ausgezeichnet. Sieben Jahre später ist die Zeit von Sonnen bei Shell wieder vorbei. Denn der Mineralölkonzern hat Sonnen an den Investor Tiven verkauft. Das bestätigt Shell auf Anfrage. Der Verkauf sei bereits abgeschlossen. Zuerst hatte das Handelsblatt berichtet.
Tiven ist ein internationaler Vermögensverwalter und Family Office, und wurde von Gert Purkert gegründet. Purkert ist auch Gründungspartner beim international tätigen Private-Equity Investor Aurelius. Letztere wurde nun vom Käufer Tiven damit beauftragt, die Sanierung von Sonnen zu übernehmen. Eine mit der Sache vertraute Person weist jedoch darauf hin, dass nicht Aurelius am Ende die Entscheidungen trifft, sondern Tiven und das Management von Sonnen.
Was der Verkauf für die Mitarbeitenden und den Hauptsitz Wildpoldsried (Oberallgäu) bedeutet, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Durch die Beratung von Aurelius könnte der Käufer entscheiden, in Sonnen zu investieren, um das Unternehmen wieder erfolgreich zu machen. Der Investor und das Management von Sonnen könnten aber auch zu dem Entschluss kommen, dass die Kosten in dem Unternehmen reduziert werden müssen. „Die guten Nachrichten sind“, sagt die mit der Sache vertraute Person, „es gibt jetzt einen Investor, der sich stark um das Unternehmen kümmern wird.“
Grundsätzlich ziele Tiven aber darauf ab, die sanierte Sonnen Group wieder zu verkaufen.
Darüber, wie viel Shell für Sonnen bekommt, will sich Shell nicht äußern. Das Handelsblatt berichtet jedoch unter Verweis auf Insider, dass der Preis im niedrigen dreistelligen Millionenbereich liegen könnte. Laut Handelsblatt würde das für Shell ein milliardenschweres Verlustgeschäft bedeuten.
Shell hat Sonnen verkauft, um das eigene Portfolio zu verbessern. „Shell überprüft regelmäßig sein Portfolio sowie strategische Geschäftsmöglichkeiten. Der Verkauf ist Teil unserer laufenden Bemühungen zur Optimierung des Portfolios“, teilt ein Shell-Sprecher auf Anfrage mit.