Moderne Technologie

Schaukäserei aus Wiggensbach investiert in Roboter

Die Bio-Schaukäserei in Wiggensbach konnte im Geschäftsjahr 2018 ertragreich wirtschaften. Der Betrieb plant auch in Zukunft zu wachsen. Um dafür die internen Weichen zu stellen, wurde nun in einen Käsepflege-Roboter investiert.

„Die Käseherstellung hat sich über Jahrtausende weiterentwickelt, eines ist sie jedoch geblieben: anstrengende Handarbeit. Rühren, vorkäsen, formen, pflegen – Käser benötigen starke Arme und haben im Idealfall eine ausgeprägte Rumpfmuskulatur. Weil Käseschmieren ein Knochenjob ist, ist die neue Robotertechnik ein absoluter Gewinn“, so der Betriebsleiter Robert Röhrle.

Investition war Reaktion auf starkes Wachstum

Rund 500 Stück Käse pro Stunde kann der Käsepflege Roboter schmieren. Die Neuanschaffung des Vollautomats steht damit ganz im Zeichen von Investition und Wachstum. Denn die Käseproduktion in dem Allgäuer Betrieb hatte zuletzt stark zugenommen. 2018 stellte das Unternehmen 400 Tonnen Bio-Käse her.

Roboter ersetzt Schmiermaschine

Bis 2012 pflegten Käser das Bio-Sortiment in dem Allgäuer Betrieb ausschließlich von Hand. 2013 erwarb die Genossenschaft aus 17 heimischen Landwirten dann eine gebrauchte Schmiermaschine. Der neue Vollautomat ist täglich in Betrieb. Der Roboter nimmt die Käselaibe automatisch und im Akkord aus dem Regal, schiebt sie auf eine Ablage und nach der Pflege wieder zurück ins Regal. Bis zu vier Laibe können hier gleichzeitig gepflegt werden.

Warum die Käsepflege vermehrt durch Roboter ausgeführt wird

In den letzten Jahren sei es schwierig geworden Mitarbeiter für die Käsepflege zu finden, erklärte der Käserei-Geschäftsführer Franz Berchtold. Diese sei nicht nur körperlich fordernd, sondern auch monoton. Auch im internationalen Raum würden solche Arbeiten mittlerweile von Robotern übernommen werden.

 „Eine Maschine wird nie die Erfahrung eines ausgebildeten Käsemeisters ersetzen können“

Ein Roboter spare zwar Zeit und Kraft. „Wann und vor allem wie der Käse geschmiert wird, entscheidet aber glücklicherweise weiter der Mensch. Eine Maschine wird nie die Erfahrung, das Gespür und den Sachverstand eines ausgebildeten Keller- oder Käsemeisters ersetzen können. Die Kombination aus Mensch und Maschine macht uns in der Käseproduktion jedoch noch stärker.“, findet Robert Röhrle.

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Rund 500 Stück Käse pro Stunde kann der Käsepflege Roboter schmieren. Die Neuanschaffung des Vollautomats steht damit ganz im Zeichen von Investition und Wachstum. Denn die Käseproduktion in dem Allgäuer Betrieb hatte zuletzt stark zugenommen. 2018 stellte das Unternehmen 400 Tonnen Bio-Käse her.

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