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Regionale Kreditinstitute mehr berücksichtigen
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Sparkasse Allgäu

Regionale Kreditinstitute mehr berücksichtigen

 Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon, Foto: Sparkasse Allgäu

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Georg Fahrenschon möchte die regional ausgerichteten Kreditinstitute bei der Bankenregulierung stärke berücksichtigen. Es müsse zwischen großen Kreditinstituten und kleinen regionalen Banken unterschieden werden, gerade was die Eigenkapitalregelung Basel III angehe. 

Mehr Differenzierung in der europäischen Bankenregulierung hat der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, gefordert. „Es geht darum Finanzierungsstrukturen zu schützen, die Stabilität garantieren und sich über Jahrzehnte als verlässlicher Partner der mittelständischen Wirtschaft bewährt haben“, so Fahrenschon anlässlich einer Pressekonferenz der Sparkasse Allgäu in Füssen. Es geht um die neue Eigenkapitalregel für Banken, auch bekannt unter Basel III. In den USA soll diese Regelung nur für große Bankkonzerne gelten. Anders sieht es in Europa aus. Hier soll ein einheitliches Regelwerk durchgesetzt werden. „Es gibt aber auf den Finanzmärkten kein ´one size fits all`, regional ausgerichtete Kreditinstitute mit einem risikoarmen Geschäftsmodell müssen anders behandelt werden als international agierende Bankkonzerne“, so der DSGV-Präsident.

Schaden muss vermieden werden

Es besteht noch die Möglichkeit, die entsprechende Differenzierung bei der detaillierten Umsetzung von Basel III über die Europäische Bankenaufsicht EBA zu erreichen. „Die EBA setzt die Standards; wir werden sehr genau darauf achten, dass einem Geschäftsmodell, dem allein bei den deutschen Sparkassen rund 50 Millionen Kunden vertrauen, durch die europäische Bankenregulierung kein Schaden zugefügt wird. Europa muss seine Stärken zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger nutzen statt sie auf dem Altar einheitlicher Regelungen zu opfern.“ so Fahrenschon weiter.

Europäischer Standard übersteigt deutschen nicht

Auch heute setzt die Deutsche Bankenaufsicht schon sehr enge Maßstäbe. Die Kreditinstitute geben regelmäßige Reports über ihre Risiken ab und führen jährliche Aufsichtsgespräche mit den Aufsichtsgremien BaFin oder Deutsche Bundesbank. „Wir als regionale Sparkasse sehen den Entwicklungen gelassen entgegen. Ein neuer Europäischer Standard wird den bisherigen Standard in Deutschland nicht übersteigen“, ist sichManfred Hegedüs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Allgäu, sicher.

Nicht jede Bank kann gleich behandelt werden

Neben der Differenzierung bei Basel III mahnte Fahrenschon auch für mehr Differenzierung bei der derzeit in der Diskussion befindlichen Regelungen zur Abwicklung von Banken an. „Entscheidend ist, die Abwicklung einer Bank jeweils auf nationaler Ebene zu regeln. Dafür macht es Sinn ein einheitliches Instrumentarium zu schaffen, das in allen Ländern der EU-Anwendung findet. Wir wehren uns aber gegen Pläne der Kommission, wonach alle Banken in einen zentralen Abwicklungsfonds zahlen sollen. Die Kosten für die Abwicklung dürfen nicht in Europa verteilt und vor allem den Ländern mit einem soliden Bankenmarkt aufgedrückt werden.“ Von einer solchen Regelung bis hin zu einer einheitlichen europäischen Einlagensicherung, bei der die eigentlich für den Sparerschutz vorgesehenen Sicherungsmittel der soliden für die unsoliden Institute eingesetzt würden, sei es dann unter Umständen nicht mehr weit. Dies lehnten die deutschen Sparkassen im Sinne ihrer Kunden entschieden ab. „Europa bewegt sich momentan stark in die gefährliche Konstellation einer übermäßigen Zentralisierung. Wir brauchen in der Bankenregulierung zweifellos ein Mehr an Europa – aber dort, wo es institutionell sinnvoll ist, und nicht als Dogma.“ warnt Fahrenschon.

Der Vorstand der Sparkasse Allgäu schließt sich dieser Aussage ihres Sparkassenpräsidenten an. „Käme die einheitliche europäische Einlagensicherung, obwohl wir bereits heute schon ein besseres System haben, würde das für die Sparkasse Allgäu bedeuten, rund 20 Mio. Euro in einen europäischen Topf einzahlen zu müssen“, so Hegedüs.

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