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Die Monta Klebebandwerk GmbH ist insolvent. Mitte Juli hat das Unternehmen aus Immenstadt im Oberallgäu beim Amtsgericht Kempten einen Insolvenzantrag gestellt. Die Sanierung soll in Eigenverwaltung bewerkstelligt werden. Rechtsanwalt Dr. Marco Liebler von der Münchener Kanzlei Gerloff Lieber Rechtsanwälte werde nun im Auftrag des Insolvenzgerichts prüfen, ob die Voraussetzungen dafür erfüllt werden. Mit einem finalen Beschluss der Richter diesbezüglich rechnet Monta bis Ende des Monats. Der Geschäftsbetrieb laufe in der Zwischenzeit unverändert weiter.
Um den strengen juristischen Anforderungen des angestrebten Verfahrens gerecht zu werden, werde Geschäftsführer Lars Böhrnsen, der seit Mai 2024 in dieser Position tätig ist, ab sofort von zwei externen Restrukturierungsexperten unterstützt. Konkret handelt es sich um die beiden Rechtsanwälte Vincenz von Braun und Gregorio Calocero der Kanzlei Anchor. Gunther Gerlach, der seit Kurzem die Position des CRO bei Monta innehat, kümmere sich hingegen um die operativen wie kaufmännischen Abläufe. Laut der eingereichten Eigenverwaltungsplanung würden vorhandene Geldmittel den Geschäftsbetrieb bis mindestens Ende Januar 2027 decken.
Die beiden europäischen Tochtergesellschaften in Rumänien und Ungarn seien indessen von der Insolvenz unberührt.
Der eingeschlagene Weg treffe bei den zentralen Beteiligten auf Zustimmung, heißt es seitens des Klebebandherstellers. Sowohl der Hauptfinanzierer als auch der vorläufige Gläubigerausschuss sollen die Pläne befürworten. Auch der Betriebsrat sei eng in die Abläufe eingebunden. Die bisherigen Gesellschafter würden den Kurs zwar mittragen, werden sich laut Angaben des Unternehmens aber nicht an einer langfristigen Investorenlösung – sofern diese gefunden wird – beteiligen. Böhrnsen betrachtet das juristische Verfahren als passenden Rahmen, um den Betrieb finanziell nachhaltig zu stabilisieren.
Nun starte ein strukturierter Prozess, um Investoren für den Allgäuer Klebebandhersteller zu finden. Gleichzeitig treibe die Firmenleitung weitreichende innerbetriebliche Veränderungen voran. Geplant seien etwa Anpassungen im Sortiment, effizientere Abläufe in der Fertigung sowie verstärkte Vertriebsaktivitäten im In- und Ausland. Sämtliche Maßnahmen würden darauf abzielen, die rund 130 Arbeitsplätze an dem über 170 Jahre alten Traditionsstandort zu erhalten und die Forderungen der Gläubiger bestmöglich zu bedienen.