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„Das Ehrenamt ist eines der wichtigsten Fundamente unseres Sozialwesens“, betonte nun Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert bei der Vergabe des Ehrenamtspreises des Bezirks Schwaben. Die mit 5.000 Euro dotierte Anerkennung wurde heuer zum zweiten Mal vergeben. Preisträger ist der Verein „Selbsthilfe Augsburger Psychiatrieerfahrene (SAP)“. Der Verein ist seit neun Jahren eine verlässliche Anlaufstelle für Menschen mit und nach einer psychischen Erkrankung. „Die SAP zeichnet sich durch ein hohes Maß an Kontinuität, Selbsthilfe, Eigenverantwortung und Unabhängigkeit aus“, so der Bezirkstagspräsident in seiner Laudatio. Das hohe Maß an Selbsthilfe sei vorbildhaft – unter den rund 45 Mitgliedern sind überwiegend Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung, die sich hier auf Augenhöhe begegnen.
Die Anerkennung ging an
Aber auch mehrere eingereichte Bewerbungen aus Kempten erhielten für ihr Ehrenamt eine kleine Anerkennung durch Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert – nebst einer Urkunde und einem Buchgeschenk eine Freikarte für die Bezirksmuseen. Vorgeschlagen wurden von Dritten der Impulse Bürgerservice Kempten, über den Menschen mit Behinderung sich selbst ehrenamtlich engagieren sowie das Redaktionsteam des „Freudentaljournals“ – hier erstellen Ehrenamtliche seit 25 Jahren im Wilhelm-Löhe-Haus eine fünfmal jährlich erscheinende Heimzeitung. Als Einzelpersonen waren Edith Herspring, die Gründerin der Selbsthilfegruppe für Frauen mit Krebs, Maja Weber, die die Kreativwerkstatt im Sozialpsychiatrischen Zentrum leitet und Melih Acatürk vorgeschlagen worden. Melih Acatürk ist selbst Rollstuhlfahrer, hilft jedoch Kindern mit türkischen Wurzeln bei ihren Hausaufgaben. Die Kosten für diese ehrenamtliche Tätigkeit bestreitet er aus seinem eigenen geringen Budget.
Anerkennung verdient jedes Engagement
Die Entscheidung unter den fast 40 Bewerbungen sei nicht leicht gefallen, bestätigten die Jury-Mitglieder, darunter der Sozialfachmann Gerd Schulze, Gertrud Kreutmayr, Leiterin der Bezirkssozialverwaltung und weiterer stellvertretender Bezirkstagspräsident Manfred Klopf. „Jedes ehrenamtliche Engagement verdient gesellschaftliche Anerkennung“, sagte Manfred Klopf.