IHK Schwaben

Gute Chancen für Auszubildende, IHK Schwaben

Momentan steht der Arbeitsmarkt für Ausbildungssuchende gut. Foto: fotolia

„Der Ausbildungsmarkt wandelt sich zur Zeit grundlegend“, sagt Oliver Heckemann, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung der IHK Schwaben. Es gibt derzeit mehr offene Stellen als Bewerber in Schwaben. Auch schwächere Bewerber hätten eine Chance, bestätigt Heckemann.

„Arbeitnehmer sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens“. Früher sah man solche Aussagen nur auf Prospekten, heute sind sie das täglich Brot eines jeden Unternehmens. Mit der Bedeutung haben sich aber auch die Möglichkeiten in Sachen Ausbildung verändert, wie die IHK mitteilt. So können Jugendliche mit Abitur heutzutage ein duales Studium wählen. Das duale Studium ist eine Kombination zwischen Berufsausbildung und Hochschul-Studium, erläutert Heckemann von der IHK.

Auch schwächere Bewerber bekommen eine Chance

Aber nicht nur sehr leistungsfähigen Jugendlichen wird eine Ausbildung ermöglicht. Wie die IHK Schwaben herausfand, sind fast 40% der Unternehmen bereit, auch leistungsschwächeren Bewerbern eine Chance zu geben. Wichtig sei, dass die Jugendlichen lernwillig, leistungsbereit und zuverlässig seien, erläutert Heckemann. Die Note vier in Deutsch, Mathe oder einem anderen Schulfach sei für Unternehmen kein grundsätzliches Ausschluss-Kriterium mehr. Wichtiger seien die sogenannten Soft-Skills wie Umgangsformen und Verhalten. Zudem gaben 59% der Betriebe in einer IHK-Befragung an, dass sie die neu ausgebildeten Fachkräfte auch größtenteils anschließend übernehmen wollten.

IHK meldet offene Stellen

Bei der IHK waren Anfang August rund 360 offene Stellen von Firmen aus ganz Schwaben gemeldet. Fast 40% davon beziehen sich auf den technischen Bereich. Aber auch im Handel, bei Kaufleuten und in der Gastronomie gäbe es noch Möglichkeiten, so die IHK. Dem gegenüber stehen aber nur 134 suchende Bewerber. „Vor einem Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Bewerber. In diesem Jahr greifen Firmen schneller zu. Besonders hoch ist die Nachfrage der Firmen nach Auszubildenden in Metallberufen. Insgesamt lag bei allen Ausbildungsverhältnissen ein Anstieg von 1,7% gegenüber dem Vorjahr vor.

Kempten und Oberallgäu ebenfalls mit Ausbildungs-Zuwachs

Der Ausbildungszuwachs in Kempten und dem Oberallgäu liegt mit ebenfalls 1,7% genau im schwabenweiten Durchschnitt. Allerdings ging hier die Nachfrage nach technischen Ausbildungen laut IHK zurück. „Wir hoffen, dass wir das leichte Minus noch aufholen können“, erklärt Markus Brehm, der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu. „Gleichzeitig freuen wir uns über die positive Entwicklung im kaufmännischen Bereich, wo wir das Niveau des Vorjahres nochmals um +2,9% steigern konnten“, so Brehm weiter. Besonders wichtig ist für Kempten und das Oberallgäu das Hotel- und Gaststättengewerbe. Auch hier verzeichnetet die IHK einen Anstieg bei der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen. Für diesen Bereich konnten wir mit +12,6% einen deutlichen Zuwachs realisieren“, freute sich IHK-Vizepräsident Robert Frank.

Bewerbungen sind noch möglich

Doch auch für Jugendliche, die bisher noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben gibt es noch Möglichkeiten, wissen Brehm und Frank. Aktuell sind bei der IHK Schwaben für Kempten und das Oberallgäu noch 20 offene Ausbildungsplätze gemeldet. Besonders kleinere und mittlere Unternehmen suchen häufig noch Auszubildende.

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Auch schwächere Bewerber bekommen eine Chance

Aber nicht nur sehr leistungsfähigen Jugendlichen wird eine Ausbildung ermöglicht. Wie die IHK Schwaben herausfand, sind fast 40% der Unternehmen bereit, auch leistungsschwächeren Bewerbern eine Chance zu geben. Wichtig sei, dass die Jugendlichen lernwillig, leistungsbereit und zuverlässig seien, erläutert Heckemann. Die Note vier in Deutsch, Mathe oder einem anderen Schulfach sei für Unternehmen kein grundsätzliches Ausschluss-Kriterium mehr. Wichtiger seien die sogenannten Soft-Skills wie Umgangsformen und Verhalten. Zudem gaben 59% der Betriebe in einer IHK-Befragung an, dass sie die neu ausgebildeten Fachkräfte auch größtenteils anschließend übernehmen wollten.

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Bei der IHK waren Anfang August rund 360 offene Stellen von Firmen aus ganz Schwaben gemeldet. Fast 40% davon beziehen sich auf den technischen Bereich. Aber auch im Handel, bei Kaufleuten und in der Gastronomie gäbe es noch Möglichkeiten, so die IHK. Dem gegenüber stehen aber nur 134 suchende Bewerber. „Vor einem Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Bewerber. In diesem Jahr greifen Firmen schneller zu. Besonders hoch ist die Nachfrage der Firmen nach Auszubildenden in Metallberufen. Insgesamt lag bei allen Ausbildungsverhältnissen ein Anstieg von 1,7% gegenüber dem Vorjahr vor.

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Der Ausbildungszuwachs in Kempten und dem Oberallgäu liegt mit ebenfalls 1,7% genau im schwabenweiten Durchschnitt. Allerdings ging hier die Nachfrage nach technischen Ausbildungen laut IHK zurück. „Wir hoffen, dass wir das leichte Minus noch aufholen können“, erklärt Markus Brehm, der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu. „Gleichzeitig freuen wir uns über die positive Entwicklung im kaufmännischen Bereich, wo wir das Niveau des Vorjahres nochmals um +2,9% steigern konnten“, so Brehm weiter. Besonders wichtig ist für Kempten und das Oberallgäu das Hotel- und Gaststättengewerbe. Auch hier verzeichnetet die IHK einen Anstieg bei der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen. Für diesen Bereich konnten wir mit +12,6% einen deutlichen Zuwachs realisieren“, freute sich IHK-Vizepräsident Robert Frank.

Bewerbungen sind noch möglich

Doch auch für Jugendliche, die bisher noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben gibt es noch Möglichkeiten, wissen Brehm und Frank. Aktuell sind bei der IHK Schwaben für Kempten und das Oberallgäu noch 20 offene Ausbildungsplätze gemeldet. Besonders kleinere und mittlere Unternehmen suchen häufig noch Auszubildende.

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