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Allgäuer sonnen GmbH: Haushalte sollen Kraftwerke ersetzen
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Stromnetz der Zukunft

Allgäuer sonnen GmbH: Haushalte sollen Kraftwerke ersetzen

 Der Standort der sonnen GmbH in Wildpoldsried im Oberallgäu von oben. Foto: sonnen GmbH

sonnen nimmt die größte, virtuelle Batterie in Betrieb. Damit sollen Haushalte in der Lage sein, die Aufgaben von konventionellen Kraftwerken zu übernehmen.

sonnen hat zusammen mit seinem Technologie-Partner tiko Energy Solutions die Präqualifikation zur Erbringung von Primärregelleistung für sein deutschlandweites Netzwerk aus Heimspeichern von dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT erhalten. 

sonnen baut sein Angebot weiter aus
Damit stellt sonnen dem Energiemarkt die derzeit größte virtuelle Batterie zur Verfügung, die ausschließlich aus einzelnen Heimspeichern besteht. Damit lassen sich zum Beispiel Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Damit will sonnen nun auch Flexibilität für die Energiemärkte bereitstellen und sein Angebot ausbauen.

„Wir schreiben gerade Energiegeschichte“

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„Wir freuen uns sehr, dass wir als junges Unternehmen gerade Energiegeschichte schreiben. Damit zeigen wir, dass unsere Kunden alle Funktionen übernehmen können, die bisher großen Kraftwerken vorbehalten waren. Sie können Energie erzeugen, speichern und die Versorgungssicherheit im Stromnetz sicherstellen. Der Wechsel vom alten Energiesystem mit zentralen Kraftwerken hin zum neuen Energiesystem mit dem Menschen im Mittelpunkt, wird damit endgültig“, sagt Jean-Baptiste Cornefert, Geschäftsführer der sonnen eServices.

Pionierarbeit für deutschen Markt

„Wir sind stolz darauf, dass wir unsere virtuelle Kraftwerktechnologie jetzt mit sonnen umsetzen konnten. Für den deutschen Markt ist dies eine Pionierarbeit, so können Batteriespeicher den doppelten Nutzen von Eigenverbrauch und verschiedenen Dienstleistungen am Energiemarkt erbringen. Mit sonnen konnten wir jetzt u.a. zeigen, dass Primärregelleistung auch in Deutschland mit Heimbatteriespeichern geliefert werden kann“, sagt Fréderic Gastaldo, CEO von tiko Energy Solutions.

So funktioniert die virtuelle Batterie
Die virtuelle Batterie von sonnen funktioniert nach einem einzigartigen Ansatz. Sie besteht aus tausenden, einzelnen Stromspeichern im ganzen Land, die für den Eigenverbrauch ihrer jeweiligen Haushalte genutzt werden. Kommt es zu Schwankungen im Stromnetz, ordnen sich diese Batterien per künstlicher Intelligenz selbständig zu einer virtuellen Großbatterie an. Da jede sonnenBatterie einen unterschiedlichen Ladezustand hat, wird die Vielzahl von einzelnen Batterieleistungen zu einem Block ab 1 Megawatt zusammengefasst und dem Energiemarkt zur Verfügung gestellt. 

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Bei der Abnahme der virtuellen Batterie durch TenneT musste sie innerhalb von 30 Sekunden 1 Megawatt Leistung sowohl aus dem Netz ziehen als auch wieder einspeisen. Mit der bestandenen Prüfung hat sich die virtuelle Batterie für die Teilnahme am so genannten Primärregelenergiemarkt qualifiziert.

Kraftwerke schnell vom Netz nehmen 
Mit dieser Leistung lassen sich zum Beispiel kurzfristige Schwankungen im Stromnetz innerhalb kürzester Zeit ausgleichen. Kommt es zu Abweichungen der Netzfrequenz von 50 Hertz, können die Speicher automatisch und sekundenschnell Energie aus dem Netz aufnehmen oder abgeben – je nachdem, was gerade benötigt wird. Bisher werden hauptsächlich CO2-intensive Kraftwerke für diese Primärregelleistung verwendet. sonnens vernetzte Heimspeicher helfen damit, diese Kraftwerke schneller vom Netz zu nehmen.

Erneuerbare Energien nehmen immer größere Rolle ein

„Dass vernetzte Batteriespeicher als virtuelles Kraftwerk jetzt das Netz bei Frequenzschwankungen stabilisieren können, ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur stärkeren Systemintegration der erneuerbaren Energien“, sagte Lex Hartman, Geschäftsführer von TenneT. "Systemdienstleistungen, die der Stabilisierung der Stromversorgung dienen, wurden bislang vor allem von konventionellen Kraftwerken bereitgestellt. Mit wachsendem Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung, müssten diese hier eine stärkere Verantwortung übernehmen", so Hartman. 

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