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Allgäuer Gründerbühne 2026: Diese zehn Teams kämpfen um den Finaleinzug
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Allgäuer Gründerbühne 2026: Diese zehn Teams kämpfen um den Finaleinzug

Die Allgäuer Gründerbühne ist der Wettbewerb für Gründung und Innovation im Allgäu.
Archivbild. Die Allgäuer Gründerbühne ist der Wettbewerb für Gründung und Innovation im Allgäu. Foto: Allgäu GmbH, Isenhoff

Von Cybersecurity bis Energieflexibilität: Diese zehn Allgäuer Teams kämpfen um einen Platz im Finale der Gründerbühne.

Das Rennen um den Gründerinnen- und Gründerpreis der Allgäuer Gründerbühne geht in die entscheidende Phase: Aus 26 eingereichten Bewerbungen hat die Sponsorenjury zehn Teams ins Halbfinale gewählt. Für die regionale Wirtschaft ist diese Auswahl mehr als eine Momentaufnahme des Gründungsgeschehens – sie zeigt, in welchen Feldern im Allgäu derzeit neue Geschäftsmodelle entstehen. Und sie zeigt vor allem eines: Das Feld ist auffallend B2B-lastig.

Industrieservice, Logistik, Infrastruktur

Gleich mehrere Teams adressieren direkt Prozesse in etablierten Unternehmen. IntuAID aus Oberstaufen setzt bei einem Dauerproblem im Maschinenbau an: Das Start-up stellt Servicetechnikern Betriebsanleitung, Wartungshistorie und Erfahrungswissen über einen QR-Code direkt an der Anlage bereit – neben dem Maschinenbau auch für SHK-Betriebe und die Aufzugstechnik.

Movitus aus Oberostendorf betreibt einen digitalen B2B-Frachtmarktplatz für Stückgut: Versender und freie Transportkapazitäten werden zusammengebracht, um Leerfahrten zu vermeiden. NowIC.ai aus Kempten wiederum richtet sich an die öffentliche Hand. Die Plattform unterstützt Städte, Kommunen und Infrastrukturverwaltungen dabei, ihre Brücken und Ingenieurbauwerke nach DIN 1076 zu verwalten – mit automatisierten Analysen, Kostenprognosen und KI-gestützter Entscheidungsunterstützung.

Cybersicherheit, Energie und Investitionsentscheidungen

Rimian aus Füssen adressiert ein Thema, das inzwischen in jeder Geschäftsführung liegt: Mit der SaaS-Lösung „Lifeblood“ übersetzt das Cybersecurity-Start-up IT-Risiken in Geschäftsprozessrisiken – und macht sie damit auch ohne technisches Vorwissen bewertbar.

Utilize aus Biessenhofen zielt auf ein Potenzial, das in vielen Betrieben ungenutzt bleibt: Über Batteriespeicher und ein virtuelles Kraftwerk hebt das Energie-Start-up den wirtschaftlichen Wert freier Netzanschlusskapazitäten im Mittelstand. Und evalue8.ai aus Kempten baut eine KI-gestützte Analyseplattform, mit der Investoren und Innovationsteams Unternehmen, Technologien und Märkte schneller bewerten und ihre Due Diligence deutlich verkürzen können.

Tourismus, Gesundheit und weitere Ideen

Dass das Allgäu auch seine Leitbranche mitdenkt, zeigt AllgäuGPT aus Roßhaupten: Der KI-Assistent für Hotellerie, Ferienvermietung und Gastronomie beantwortet wiederkehrende Gästeanfragen über Website-Chat, WhatsApp, E-Mail und Telefon und entlastet damit das Personal an der Rezeption.

Einen sozialen Ansatz verfolgt BeMyBuddy aus Memmingen. Die Plattform bringt Reisende, die unterwegs Unterstützung brauchen, mit Begleitpersonen zusammen: Wer jemanden begleitet, reist günstiger oder kostenlos – wer Hilfe benötigt, kommt verlässlicher ans Ziel. Der Marktstart steht noch bevor.

Am weitesten von der klassischen Softwarewelt entfernt ist Botara aus Kempten: Das Team arbeitet an einem automatisierten Anbausystem, das Nährstoffversorgung und Wachstumsbedingungen von Pflanzen sensorisch überwacht und regelt. Die Entwicklung wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert, ein Patent auf die Kerntechnologie ist eingereicht. Für die Beta-Phase peilt das Team den Herbst an, der Produktstart ist für 2027 geplant. Komplettiert wird das Halbfinale von einem Kemptener Team, das an einer Diagnoseunterstützung für seltene Krankheiten arbeitet.

Finale am 17. November in der kultBOX

Im Oktober treten die zehn Teams vor den Sponsoren des Wettbewerbs an. Neben der Auswahlentscheidung steht dabei das Feedback erfahrener Unternehmerinnen und Unternehmer im Mittelpunkt – für viele Gründerinnen und Gründer der eigentliche Mehrwert dieser Runde. Fünf Teams ziehen anschließend ins Finale ein. Das Finale findet am 17. November in der kultBOX in Kempten statt. Dort präsentieren die fünf verbliebenen Teams ihre Geschäftsideen live vor mehr als 500 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gründungsszene. Über die Platzierung entscheiden Abendjury und Publikum gemeinsam.

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