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Pilotprojekt für die Lebenshilfe: Ernst Höbel baut Wertachtal-Werkstätte
Spatenstich

Pilotprojekt für die Lebenshilfe: Ernst Höbel baut Wertachtal-Werkstätte

Von links: Matthias Reis (techn. Geschäftsführer Ernst Höbel), Klaus Prestele (Geschäftsführer Lebenshilfe OAL-KF e.V.), Michael Eichinger (1. Bürgermeister Stadt Marktoberdorf), Bernd Stapfner (Landrat), Jana Höbel (Geschäftsführerin 2H Objekt), Nina Höbel (Geschäftsführerin 2H Objekt), Sylvia Höbel (Geschäftsleitung Ernst Höbel), Werner Höbel (Geschäftsführer Ernst Höbel) und Architekt Wendelin Burkhardt. Foto: Ernst Höbel
Von links: Matthias Reis (techn. Geschäftsführer Ernst Höbel), Klaus Prestele (Geschäftsführer Lebenshilfe OAL-KF e.V.), Michael Eichinger (1. Bürgermeister Stadt Marktoberdorf), Bernd Stapfner (Landrat), Jana Höbel (Geschäftsführerin 2H Objekt), Nina Höbel (Geschäftsführerin 2H Objekt), Sylvia Höbel (Geschäftsleitung Ernst Höbel), Werner Höbel (Geschäftsführer Ernst Höbel) und Architekt Wendelin Burkhardt. Foto: Ernst Höbel

In Marktoberdorf entsteht eine neue Werkstatt für Menschen mit Behinderung. 2H Object, Tochter des Allgäuer Bauunternehmens, fungiert als Bauherrin – und übernimmt somit sämtliche Investitionskosten. Über das Pilotprojekt.

Spatenstich in Marktoberdorf, denn dort entsteht für 13,5 Millionen Euro eine neue Wertachtal-Werkstätte. Bauherrin des Projekts ist die 2H Objekt GmbH, Tochterunternehmen der Ernst Höbel GmbH. Langzeitmieter der Anlage soll die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren werden, die dort ab Sommer 2028 barrierefreie Arbeitsplätze anbieten möchte.

Investorenmodell schließt staatliche Finanzierungslücke

Die bisherigen Räumlichkeiten waren laut dem Lebenshilfe-Geschäftsführer Klaus Prestele schon seit mehr als zehn Jahren zu klein sowie energetisch veraltet. Eine Sanierung wäre nicht wirtschaftlich gewesen, weshalb sich die Lebenshilfe für einen Neubau entschied. Dieser sollte ursprünglich aus einer Kombination aus eigenen Mitteln und Fördergeldern finanziert werden, aufgrund der COVID19-Pandemie war dies jedoch plötzlich nicht mehr möglich. Der Grund: Staatliche Fördermittel wurden während der Pandemie bundesweit eingefroren.

Nun realisieren die Beteiligten das Vorhaben über ein in Bayerisch-Schwaben bislang unübliches Investorenmodell. Ein privater Partner, in diesem Fall 2H Object, übernimmt die bauliche Umsetzung und alle damit verbundenen Kosten, während der Sozialverband die Anlage anschließend für mindestens 30 Jahre anmietet.

Bauplanung bezieht besondere Bedürfnisse ein

Die Projektverantwortlichen planen das Gebäude nach eigenen Angaben seit dem vergangenen Jahr in enger Abstimmung mit dem künftigen Werkstattteam, um den speziellen Anforderungen von Menschen mit Behinderung gerecht zu werden. Künftig sollen in dem Gebäude 144 Personen mit Beeinträchtigung sowie 36 weitere Fachkräfte arbeiten. Für Jana Höbel, Geschäftsführerin von 2H Object, erklärt: „Wir wollen nicht irgendein Gebäude errichten, sondern eines, das genau den Anforderungen und Wünschen der Wertachtal-Werkstätten entspricht.“ Für uns ist das eine echte Herzensangelegenheit. Wir sehen in unserem Bekanntenkreis, wie viel Freude die Arbeit in einer Werkstätte macht. Die Menschen werden dort selbstständiger und erfahren Wertschätzung. Mit dem Neubau wollen wir unserer sozialen Verantwortung gerecht werden“, ergänzt Nina Höbel, ebenfalls Geschäftsführerin des Bauunternehmens.

So soll der Werkstattkomplex aussehen

Architektonisch gliedere sich der Neubau in mehrere Bereiche. Im Osten soll ein dreigeschossiger Verwaltungstrakt mit Büros sowie Tagungsräumen entstehen. Daran schließt im Westen ein zweistöckiger Werkstattbereich an. Zudem soll es nach Fertigstellung unter anderem Arbeitsflächen für Metallbau, eine Schreinerei, eine Kantine sowie eine begrünte Dachterrasse für Pausenzeiten geben. Während das Tragwerk des Gebäudes primär aus Stahlbeton bestehen soll, werde die Fassade, abseits des Anlieferungsbereichs, mit vorgefertigten Holzelementen verkleidet. Für diese Planung war ebenfalls ein regionales Unternehmen verantwortlich, konkret das Architekturbüro Stadtmüller.Burkhardt.Graf aus Kaufbeuren.

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