Lechwerke AG

Lechwerke-Projekt ePlanB geht in die Finale Phase

Das Lechwerke-Projekt ePlanB startet in die vierte Feldtestphase. Foto: LEW / Christina Bleier

Das Forschungsprojekt ePlanB der Lechwerke AG neigt sich dem Ende zu: In dieser soll das gesteuerte Laden von Elektroautos weiter optimiert werden.

von Isabell Walter, Online-Redaktion

Die Elektroautos laden überwiegend Sonnenstrom aus der Region Buchloe. Bereits die dritte Testphase hat gezeigt: Dank der intelligenten Steuerung wird zum Laden der Fahrzeuge mehr regenerativ erzeugter Strom aus der Gegend genutzt. Zum Start der vierten Feldtestphase wurden die Elektroautos an 14 neue Projektteilnehmer übergeben. Nun werden weitere Möglichkeiten der Steuerung getestet.

„Wir haben ein intelligentes Lademanagement entwickelt“

So untersuchen die Projektpartner neben netztechnischen Aspekten auch, inwiefern das Lademanagementsystem im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit optimiert werden kann. Zum Beispiel werden Fahrzeuge testweise zu Zeiten günstigen Börsenstroms geladen. Doch das auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben ePlanB hat sein Hauptziel bereits erreicht: „Wir haben ein intelligentes Lademanagement entwickelt, das die Batterien von geparkten Elektroautos dann auflädt, wenn die heimischen Photovoltaikanlagen viel Strom in das Netz einspeisen. Damit nutzen wir die dezentrale Energieerzeugung aus der Region besser und können die Netzinfrastruktur effizienter betreiben“, erklärt Eckart Wruck, Leiter Elektromobilität bei LEW.

85 Prozent des Ladestroms stammen aus PV-Anlagen der Region

„Ganzheitlich betrachtet stoßen Elektrofahrzeuge bereits heute weniger Emissionen aus als Verbrenner. Diese Emissionen können weiter reduziert werden, wenn zu Zeiten hoher Erzeugung der Erneuerbaren geladen wird. Und das ist ein großer Erfolg des Lademanagements. Es wird jetzt deutlich mehr regional erzeugter Strom für das Laden genutzt als bisher: Beim ungesteuerten Laden stammten 49 Prozent des Ladestroms aus PV-Anlagen der Region. Diesen Anteil konnten wir durch das Lademanagement auf 85 Prozent steigern“, sagt Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch, Geschäftsführer der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE).

„Wir haben bewusst viele Elektrofahrzeuge gleichzeitig laden lassen“

Daneben wurde in der dritten Feldtestphase untersucht, inwiefern das Lademanagement-System bestimmte Vorgaben des Verteilnetzbetreibers einhalten kann, etwa bei Engpässen im Stromnetz. „Dazu haben wir am Pendlerparkplatz bewusst viele Elektrofahrzeuge gleichzeitig laden lassen. Wir konnten dabei zeigen, dass auch unter diesen Bedingungen Spannungsgrenzen im Stromnetz eingehalten werden“, so Prof. Mauch.

Projekt-Teilnehmer wurden auf ePlanB angesprochen

Ein weiteres Ziel des Projekts ist, Pendler stärker für das Thema Elektromobilität zu sensibilisieren. Die Befragungen der Teilnehmer aus den bisherigen Testphasen zeigen: Die Projektteilnehmer sind von dem Fahrerlebnis mit den Elektroautos überzeugt und mit dem Projekt sehr zufrieden. Die Pendler wurden auch vielfach auf das Projekt angesprochen. ePlanB wirkt also weit über den Kreis der unmittelbaren Teilnehmer hinaus. Die Gesamtfahrleistung der Fahrzeuge seit Beginn des Feldtests liegt zwischen 11.200 und 23.500 Kilometern. Die durchschnittliche Tageskilometerleistung pro E-Auto in der dritten Feldtestphase lag zwischen 25 und 70 Kilometern. Etwa die Hälfte der Projektteilnehmer kann sich vorstellen, auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen.

Über das Projekt ePlanB

Insgesamt besteht der Feldtest aus vier Phasen. Pro Phase erhalten jeweils 14 Pendler für sechs Monate ein Elektroauto. Das Projekt ePlanB wird vom Landkreis Ostallgäu, der Stadt Buchloe, der Lechwerke AG (LEW), der LEW Verteilnetz GmbH (LVN) und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) durchgeführt und vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert.

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von Isabell Walter, Online-Redaktion

Die Elektroautos laden überwiegend Sonnenstrom aus der Region Buchloe. Bereits die dritte Testphase hat gezeigt: Dank der intelligenten Steuerung wird zum Laden der Fahrzeuge mehr regenerativ erzeugter Strom aus der Gegend genutzt. Zum Start der vierten Feldtestphase wurden die Elektroautos an 14 neue Projektteilnehmer übergeben. Nun werden weitere Möglichkeiten der Steuerung getestet.

„Wir haben ein intelligentes Lademanagement entwickelt“

So untersuchen die Projektpartner neben netztechnischen Aspekten auch, inwiefern das Lademanagementsystem im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit optimiert werden kann. Zum Beispiel werden Fahrzeuge testweise zu Zeiten günstigen Börsenstroms geladen. Doch das auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben ePlanB hat sein Hauptziel bereits erreicht: „Wir haben ein intelligentes Lademanagement entwickelt, das die Batterien von geparkten Elektroautos dann auflädt, wenn die heimischen Photovoltaikanlagen viel Strom in das Netz einspeisen. Damit nutzen wir die dezentrale Energieerzeugung aus der Region besser und können die Netzinfrastruktur effizienter betreiben“, erklärt Eckart Wruck, Leiter Elektromobilität bei LEW.

85 Prozent des Ladestroms stammen aus PV-Anlagen der Region

„Ganzheitlich betrachtet stoßen Elektrofahrzeuge bereits heute weniger Emissionen aus als Verbrenner. Diese Emissionen können weiter reduziert werden, wenn zu Zeiten hoher Erzeugung der Erneuerbaren geladen wird. Und das ist ein großer Erfolg des Lademanagements. Es wird jetzt deutlich mehr regional erzeugter Strom für das Laden genutzt als bisher: Beim ungesteuerten Laden stammten 49 Prozent des Ladestroms aus PV-Anlagen der Region. Diesen Anteil konnten wir durch das Lademanagement auf 85 Prozent steigern“, sagt Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch, Geschäftsführer der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE).

„Wir haben bewusst viele Elektrofahrzeuge gleichzeitig laden lassen“

Daneben wurde in der dritten Feldtestphase untersucht, inwiefern das Lademanagement-System bestimmte Vorgaben des Verteilnetzbetreibers einhalten kann, etwa bei Engpässen im Stromnetz. „Dazu haben wir am Pendlerparkplatz bewusst viele Elektrofahrzeuge gleichzeitig laden lassen. Wir konnten dabei zeigen, dass auch unter diesen Bedingungen Spannungsgrenzen im Stromnetz eingehalten werden“, so Prof. Mauch.

Projekt-Teilnehmer wurden auf ePlanB angesprochen

Ein weiteres Ziel des Projekts ist, Pendler stärker für das Thema Elektromobilität zu sensibilisieren. Die Befragungen der Teilnehmer aus den bisherigen Testphasen zeigen: Die Projektteilnehmer sind von dem Fahrerlebnis mit den Elektroautos überzeugt und mit dem Projekt sehr zufrieden. Die Pendler wurden auch vielfach auf das Projekt angesprochen. ePlanB wirkt also weit über den Kreis der unmittelbaren Teilnehmer hinaus. Die Gesamtfahrleistung der Fahrzeuge seit Beginn des Feldtests liegt zwischen 11.200 und 23.500 Kilometern. Die durchschnittliche Tageskilometerleistung pro E-Auto in der dritten Feldtestphase lag zwischen 25 und 70 Kilometern. Etwa die Hälfte der Projektteilnehmer kann sich vorstellen, auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen.

Über das Projekt ePlanB

Insgesamt besteht der Feldtest aus vier Phasen. Pro Phase erhalten jeweils 14 Pendler für sechs Monate ein Elektroauto. Das Projekt ePlanB wird vom Landkreis Ostallgäu, der Stadt Buchloe, der Lechwerke AG (LEW), der LEW Verteilnetz GmbH (LVN) und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) durchgeführt und vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert.

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