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Josef Strobel wird verabschiedet, Landratsamt Unterallgäu
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Landratsamt Unterallgäu

Josef Strobel wird verabschiedet, Landratsamt Unterallgäu

 Strobel, seine Frau Christine und Weirather. Foto: LRA Unterallgäu

Josef Strobel war die rechte Hand des Landrats. Er organisierte mehr als 1200 Kreistags- und Ausschuss-Sitzungen. Man schätzte Strobel nicht nur für sein Wissen, sondern auch für seinen Humor.  Nach 48 Jahren Tätigkeit im Landratsamt Unterallgäu wurde er nun in den Ruhestand verabschiedet. 31 Jahre lang leitete er das Büro des Landrats – zunächst unter Altlandrat Dr. Hermann Haisch, später unter Landrat Hans-Joachim Weirather.

„Josef Strobel war ein äußerst geschätzter Kollege“, so Weirather bei der Abschiedsfeier im Landratsamt. Mit Strobel verliere das Landratsamt Mindelheim einen sehr umfangreichen und vielleicht auch einmaligen Erfahrungsschatz. Auch in stressigen und turbulenten Zeiten habe Strobel nie seinen Optimismus verloren und immer einen flotten Spruch oder einen Witz auf den Lippen gehabt. Wie Landrat Hans-Joachim Weirather dankte auch Altlandrat Dr. Hermann Haisch seinem ehemaligen Büroleiter für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er sprach von „Treue, Loyalität und Menschlichkeit“.Künftig wird Stefan Kienle den Posten des Büroleiters übernehmen.

Vom mittleren in den gehobenen Dienst

1965 begann Strobel seine Laufbahn im mittleren Dienst. In den 1970er Jahren absolvierte er ein Studium für den gehobenen Dienst und stieg 1982 zum Büroleiter auf. Auslöser für den Sprung auf der Karriereleiter war wohl die „perfekte Organisation“ des Besuchs des damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens, wie Weirather sagte. Als Büroleiter war Strobel fortan einer der engsten Mitarbeiter des Landrats.

Ansprechpartner für Kreisräte und Bürgermeister

Doch der 63-Jährige war nicht nur ein wichtiger Mann für den Landrat, sondern auch Ansprechpartner für Kreisräte und Bürgermeister. So dankte ihm Kreisrat Josef Kerler im Namen der Kreistags-Fraktionen für sein langjähriges Engagement zum Wohle des Landkreises. „Strobel war immer ein wichtiger Anlaufpunkt“, erzählte Kerler. Als Sprecher der Unterallgäuer Bürgermeister sprach Werner Birkle seinen Dank aus. Strobel habe immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgermeister gehabt. Bei der Verabschiedung sorgten die Kollegen mit verschiedenen Einlagen für Erheiterung und packten dabei auch einige Anekdoten aus. Musikalisch umrahmt wurde die Feier mit mehr als 100 Gästen von Musikern des Landratsamts.

"Ich war im Landratsamt daheim"

Josef Strobel selbst zeigte sich überwältigt angesichts des vielen Lobs und der zahlreichen Erinnerungen an „ereignisreiche Jahre“. „Ich war im Landratsamt daheim“, blickte er zurück. „Es ging täglich rund.“ In Zukunft wolle er es etwas ruhiger angehen lassen, mehr mit Freunden unternehmen und sich stärker dem Sport widmen, sagte Strobel – ob vom Spielfeldrand oder vom Sofa aus. Für Fußball- und Eishockeyspiele habe er sich schon immer interessiert. 

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