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Die Günztalklinik Allgäu hat ihr Angebot im zehnten Jahr ihres Bestehens ausgebaut. Das Fachkrankenhaus für Psychosomatik und Psychotherapie Obergünzburg im Ostallgäu verfügt nun über zusätzliche Patientenzimmer und Behandlungsräume. Träger der Klinik sind die Bezirkskliniken Schwaben. Sie finanzierten die Baumaßnahme mit rund zehn Millionen Euro aus eigenen Mitteln.
Nach der Schließung der Kreisklinik im Jahr 2013 war die Zukunft des Krankenhausstandorts Obergünzburg zunächst ungewiss. Mit der Eröffnung der Günztalklinik im Oktober 2016 erhielt der Standort eine neue Perspektive. „Das Konzept ist aufgegangen, die zehn Jahre sind eine Erfolgsgeschichte“, berichtet Vorstandsvorsitzender Stefan Brunhuber bei der Feier zur Eröffnung der neuen Räumlichkeiten. Mehr als 80 Prozent der Patienten kommen laut ihm aus dem Bezirk Schwaben.
Um auf den bisherigen Platzmangel zu reagieren, wurden Bereiche des ehemaligen Kreiskrankenhauses umgebaut. Betroffen waren unter anderem der frühere OP- und Intensivtrakt sowie die ehemalige Notaufnahme, wo auf einer Fläche von 750 Quadratmetern nun neue Behandlungszimmer, Funktionsräume, Therapieräume und Büros eingerichtet wurden. „Wir haben uns gemeinsam mit dem Verwaltungsrat unter drei Möglichkeiten für den Ausbau letztlich für die Maximalvariante entschieden: Das war absolut richtig“, erklärt Brunhuber. Die Arbeiten wurden schneller als ursprünglich geplant abgeschlossen.
Die Bezirkskliniken Schwaben finanzierten den Ausbau vollständig aus Eigenmitteln. Bezirkstagspräsident und Verwaltungsratsvorsitzender Martin Sailer erklärt, dass die Investition der Weiterentwicklung des Standorts diene. Er verwies zudem auf die Unterstützung durch die Marktgemeinde Obergünzburg.
Auch die Bauplanung verlief nach Angaben der Beteiligten erfolgreich. Michael Gibbesch von FG Architekten und Sachverständige aus Sonthofen im Oberallgäu, dem Generalplaner des Projekts, hob den termingerechten und unfallfreien Abschluss hervor. Die Kosten blieben knapp unter dem vorgesehenen Budget von 10,5 Millionen Euro.