Flächennutzung

So will der Landkreis Donau-Ries Innenstädte neu beleben

Konversionsmanagerin Barbara Wunder. Foto: Landratsamt Donau-Ries
Der Landkreis Donau-Ries will Kommunen verstärkt bei ihrer Innenentwicklung unterstützen. Dabei sollen innerörtliche Baulücken, Leerstände und Brachflächen belebt werden.

Das bereits dritte Treffen der Verantwortlichen fand vor Kurzem statt. Zuvor war bereits eine Eigentümer-Befragung durchgeführt worden.

Erste Rückmeldungen liegen bereits vor

Die 20 Kommunen und drei Verwaltungsgemeinschaften haben sich seit Beginn des Projektes mit Hilfe der Flächenmanagement-Datenbank des Landesamt für Umweltschutz einen Überblick über Baulücken, Leerstände und Leerstandrisiken verschafft. Diese befinden sich in der Regel im Privateigentum. Um eine realistische Einschätzung der tatsächlich verfügbaren Grundstücke und Objekte zu erhalten, wurden in den vergangenen Monaten alle Baulücken-Eigentümer und Eigentümer von Leerständen befragt. In einigen Kommunen findet die Eigentümer-Ansprache derzeit statt. 

Eigentümer-Ansprache mit erfolgreichen Ergebnissen

Insgesamt wurden in den teilnehmenden Kommunen mehr als 650 Eigentümer innerörtlicher Leerstände, Brachflächen und Baulücken angeschrieben. Vor allem die Verkaufsbereitschaft und der Beratungsbedarf wurden abgefragt. Im Schnitt hat bei der freiwilligen Befragung über die Hälfte geantwortet. Wie erwartet, möchte ein Großteil der Eigentümer ihr Grundstück für die Nachkommen bewahren, als Vermögensanlage nutzen oder auch selbst bebauen. Viele der Eigentümer, die sich zurückgemeldet haben, können sich jedoch vorstellen, das Grundstück zu verkaufen oder auch zu tauschen. Bisher kamen so bereits knapp 40 Baulücken und Leerstände mit konkreter Verkaufsabsicht zusammen.

Dem steigenden Flächenverbrauch entgegenwirken

Dieses Angebot gilt es nun für Bauwillige, die gezielt die innerörtlichen Lagevorteile nutzen möchten, sichtbar zu machen. Landrat Stefan Rößle lobt die erfolgreiche Arbeit des Projektes und macht deutlich, dass eine öffentlichkeitswirksame Vermarktung der Objekte für die Belebung der Ortskerne eine Kernaufgabe darstellt. Der Landkreis und die teilnehmenden Kommunen wollen mit diesem Projekt aktiv dem stetig steigenden Flächenverbrauch entgegenwirken.

Nächste Schritte im Projekt Siedlungsentwicklung

Die nächsten Schritte im Projekt konzentrieren sich daher auf die Vermarktung der erfassten Baulücken und Leerstände, betont Konversionsmanagerin Barbara Wunder. So sollen die Exposés auf dem Regionalportal des Konversionsmanagements online öffentlichkeitswirksam vermarktet werden. Auch Vermarktungsunterlagen für Kommunen im Printbereich sowie Handlungsempfehlungen wurden bereits erstellt. Für jede Kommune wurden zudem so genannte Innenentwicklungs-Lotsen ernannt. Sie sollen allen Bürgern in Fragen zu den Themen Wohnen, Arbeiten und Bauen im Bestand zur Verfügung stehen. Der Landkreis schließt sich damit einem Angebot an, das bisher nur wenige Landkreise in Bayern bieten.

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