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Während der Rückzug von CEO Stefan Blaschak zum Sommer 2026 bereits feststeht, stellt Oettinger nun die Weichen für die Zeit danach. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde Inhaberin Pia Kollmar mit Wirkung zum 11. Februar 2026 in die Geschäftsführung berufen. Sie verantwortet künftig die Bereiche Finanzen und Strategie.
Blaschak erklärte, man stelle die Unternehmensführung „breiter auf und verteile die Aufgaben auf mehrere Schultern“. Seine Zeit als Vorsitzender der Geschäftsführung neige sich dem Ende zu.
Für Kollmar ist es eine Rückkehr in die operative Verantwortung. Bis 2022 gehörte sie bereits der Geschäftsführung an, anschließend wechselte sie an die Spitze des Beirats. Mit ihrer erneuten Berufung legt sie den Beiratsvorsitz nieder. Diesen übernimmt das langjährige Beiratsmitglied Günther Düll. Die Eigentümerfamilie rückt damit wieder enger an das operative Geschäft des Getränkeherstellers aus Bayerisch-Schwaben heran. Für ein familiengeführtes Unternehmen dieser Größenordnung ist das ein deutliches Signal.
Die personelle Erweiterung erfolgt nach einem herausfordernden Jahr. 2025 war Oettinger von einem offenen Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft NGG geprägt. Nach mehreren Warnstreiks und einer gescheiterten Schlichtung hatten sich beide im Dezember auf neue Mantel- und Entgelttarifverträge geeinigt. Unabhängig davon hatte Oettinger bereits angekündigt, die Geschäftsführung zu erweitern. Mit der Berufung Kollmars wird dieser Schritt nun konkret.
Oettinger schrieb in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 trotz rückläufiger Absatzmengen schwarze Zahlen. Gleichzeitig steht der Biermarkt unter strukturellem Druck, das Preiseinstiegssegment ist hart umkämpft. Das Unternehmen investiert daher verstärkt in alkoholfreie Getränke, um sich breiter aufzustellen. Mit dem Einstieg der Inhaberin in die operative Führung dürfte sich zeigen, wie Oettinger die nächste Phase nach dem angekündigten CEO-Wechsel gestaltet und welche strategischen Akzente künftig gesetzt werden.