Regionale Strukturen

Lebensverhältnisse im Donau-Ries sollen gleichwertig sein

Wie sorgt man für gute Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land? Das Donau-Ries möchte es vormachen. Dazu wurde eine Gruppe Studenten nach Nördlingen und Umgebung eingeladen und einige Projekte vorgestellt.

Die gleichwertigen Lebensverhältnisse in Stadt und Land sind in der bayerischen Verfassung verankert. Nun hat sich eine Studentengruppe der Hochschule Nürtingen-Geislingen zu diesem Thema in Nördlingen und im Landkreis Donau-Ries informiert. Drei Experten aus der Region gaben einen Einblick in ihre Arbeit und der praktischen Umsetzung vor Ort. Das Ergebnis: Der Landkreis Donau-Ries steht laut statistischen Zahlen hervorragend dar. Eine starke Wirtschaftsstruktur und Vollbeschäftigung sind hauptsächliche Gründe dafür. Dies wiederum ist für die Lebensqualität vor Ort entscheidend.

Projekte zur Regionalentwicklung wurden vorgestellt

Die gleichwertigen Lebensverhältnisse in Stadt und Land, müssen jedoch trotz der guten Voraussetzungen in der Region sichergestellt werden, betont Landrat Stefan Rößle. Dies wurde zunächst anschaulich am Beispiel der Stadt Nördlingen gezeigt. Im weiteren Verlauf der Exkursion konnten die Teilnehmer in Rögling, mit dem Dorfladen und dem Nadlerhaus in der Ortsmitte, weitere gute Beispiele der Region besichtigen. Die Exkursion wurde von Dr. Sabine Müller-Herbers, Lehrbeauftrage für Planungstheorie und Ethik an der Hochschule Nürtingen-Geislingen, organisiert und geleitet. Konversionsmanagerin Barbara Wunder stellte die Projekte der Regionalentwicklung Donau-Ries vor. Diese tragen im ganzen Landkreis dazu bei, die gleichwertigen Lebensverhältnisse nachhaltig zu sichern und die Lebensqualität zu steigern. Dabei betonte Barbara Wunder: „Wichtig ist die Fülle an Maßnahmen, um jeden Bürger abzuholen und um den speziellen regionalen Herausforderungen gerecht zu werden. Unsere Projekte sind deshalb in den Bereichen Kunst und Kultur, Ehrenamt, Bildung, Regionale Produkte, Dorfläden und Wohnen im Ortskern angesiedelt“.  

Tourismus soll Lebensqualität fördern

David Wittner, Leiter der Touristinformation Nördlingen, stellte die Erfolge und Lösungen der Stadt Nördlingen für die Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen dar. Nördlingen könne dabei auf sehr guten statistischen Zahlen, ähnlich wie im gesamten Landkreis, aufbauen. Die gute Lebensqualität wird bereits jetzt durch zahlreiche Maßnahmen in der Stadt und den Stadtteilen nachhaltig für die Zukunft gesichert. Dazu zählen nicht zuletzt wichtige touristische Projekte wie das CittaSlow Festival auf dem Marktplatz und das beliebte Stadtmauerfest mit etwa 90.000 Besuchern. Vor 10 Jahren nahm sich die Stadt Nördlingen des CittaSlow-Konzepts an. David Wittner fasste den Mehrwert so zusammen: „CittaSlow ist zum einem ein Alleinstellungsmerkmal, das wir zur positiven Außendarstellung der Stadt einsetzen. Zum anderen ist es ein Leitbild für nachhaltige Stadtentwicklung, das exakt auf Kommunen unserer Größe zugeschnitten ist“.

Das macht Nördlingen besonders

Durch den Stadtplaner der Stadt Nördlingen, Philipp Wettemann, wurde die nachhaltige Stadtentwicklung vorgestellt. Eine Besonderheit Nördlingens seien die insgesamt 455 Einzeldenkmäler in der Kernstadt und den Stadtteilen. So wurden und werden derzeit zahlreiche Objekte im gewachsenen Siedlungsbereich gebaut oder umgebaut. Damit entstehen etwa 400 bis 450 Wohneinheiten ohne neue Fläche in Anspruch nehmen zu müssen. Die Schaffung von ausreichend Wohnraum in den Ortskernen seien dabei für gleichwertige Lebensverhältnisse im ländlichen Raum ausschlaggebend. Dazu zählen auch wichtige Themen wie Mobilität und Infrastruktur. Die Stadt Nördlingen ist seit dem Beginn im Jahr 2015 am aktiven Innenentwicklungsmanagement des Landkreises Donau-Ries beteiligt und war bereits eine der sechs Modellkommunen.

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