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Fatale Kostenexplosion in Donau-Ries
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Landratsamt Donau-Ries

Fatale Kostenexplosion in Donau-Ries

 Donau-Ries schlägt Alarm - Die Verluste im Gesundheitssektor sind viel Höher als zuerst angenommen, Foto: Fotolia DL

Der Landrat von Donau-Ries ist erschüttert. Das Defizit für 2012 der Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime (gKU) ist fast fünf Mal so hoch wie zuerst angenommen. Landrat Stefan Rößle rief eine Sondersitzung ein.

Bis vor kurzem wurde für das Kommunalunternehmen Kliniken und Seniorenheime (gKU) von Donau-Ries für das Jahr 2012 ein Defizit von 1,2 Mio. Euro prognostiziert. Nun hat es sich herausgestellt, dass das Defizit höher sein wird. Und zwar viel höher. Bei der Jahresabschlussprüfung durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband kam ans Licht, dass die gKU einen Fehlbetrag von 5,9 Mio. Euro erwirtschaften wird. „Noch sind die Prüfungen nicht ganz abgeschlossen, doch es zeichnet sich ab, dass der bisher prognostizierte Fehlbetrag von 1,2 Mio. Euro um ein Vielfaches überschritten wurde“, so Landrat Stefan Rößle. Spontan wurde eine Sondersitzung des Verwaltungsrates einberufen. Rößle zeigte sich von der Verschlechterung des Ergebnises „erschüttert“. Ihn habe die Nachricht wie ein Blitz getroffen.

Kosten im Gesundheitssektor steigen immer weiter an

Vorstand Gerhard Wurm weiß, wie das erhöhte Defizit zustande kam: „Über die geplanten und realisierten Investitionen im Jahr 2012 hinaus, hat das gKU deutlich in die Verbesserung der Personalstruktur investiert. Hier liegt nachweislich der Grund für den ausgewiesenen Fehlbetrag.“ Die Zahl der Beschäftigten wurde um 36 Vollzeitstellen aufgestockt. Dies hat Kosten in Höhe von 2,2 Mio. Euro verursacht. Außerdem wurden Überstunden und Urlaubsrückstände des vorhandenen Personals verrechnet, was weitere 1,5 Mio. Euro ausmachen. Wurm betonte, dass die Verstärkung des Personals strickt nach dem vorhandenen Bedarf geschehen wäre. Vor allem der Ärztlichen Dienst, Funktionsdienst, Pflegedienst und medizinisch-technischen Dienst hätte von den Anstellungen maßgeblich profitiert. Weitere Kosten in Höhe von 1,6 Mio. Euro wären durch Änderungen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD), wie beispielsweise Anstieg des Tariflohns und höherer Urlaubsanspruch, zustande gekommen. Die Donau-Ries Klinik Donauwörth und das Stiftungskrankenhaus Nördlingen mussten ihre vorläufigen Gewinnprognosen zurücknehmen. Alle Einrichtungen des gKU machten im vergangenen Jahr Verluste.

Die aktuelle Entwicklung des gKU ist besorgniserregend

Zentrales Problem der Situation wäre die Unterfinanzierung des Gesundheitssektors. Viele Kliniken in Deutschland hätten ein Kostenproblem, so Rößle. „In vielen deutschen Kliniken geht die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben immer weiter auseinander“. Auch Seniorenheime wären von dieser Entwicklung betroffen. Die notwendige Höherstufung der Pflegestufe eines Patienten gegenüber den Kassen und Sozialhilfeträgern sei immer schwerer durchzusetzen. Gegen die Kostensituation der gKU muss trotzdem etwas getan werden. „Uns muss allen bewusst sein, dass die Gesundheitsversorgung unserer Landkreisbürger auf dem Spiel steht“, betont Rößle. Für den gKU-Verwaltungsratsvorsitzenden wäre das wichtigste,eine  qualitativ hochwertige Grundversorgung auch in Zukunft in allen Einrichtungen des gKU aufrechtzuerhalten. Über eins ist sich Landrat Rößle jedoch sicher: „Nur gemeinsam können wir eine gute Lösung finden.“ Anscheinend werden schon Konsequenzen für das hohe Defizit gezogen. Der Vorstand des gKU Herr Ulrich Seidel hat mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. 

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