Haushaltsplan

Diese Projekte geht der Landkreis Donau-Ries 2018 an

Landrat Stefan Rößle. Foto: Landkreis Donau-Ries
Für das laufende Jahr steht dem Landkreis ein Rekordetat zur Verfügung. Nachdem im Oktober 2017 die letzte Schuldenrate bezahlt wurde, fließt das Geld in mehr Investitionen statt in Zinsen und Tilgungen.

Fast 150 Millionen Euro umfasst der Haushalt des Landkreises Donau-Ries. Das sind rund elf Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der Investitionsschwerpunkt liegt im Hochbaubereich bei den Landkreisschulen. Laut Haushaltsberatungen sind 2018 rund zwölf Millionen Euro für laufende Generalsanierungen am THG in Nördlingen und der Realschule in Wemding sowie den Baubeginn am Schulzentrum in Rain vorgesehen. Für die geplanten Kreisstraßen-Baumaßnahmen sind über fünf Millionen Euro veranschlagt.

Landkreis entlastet Kommunen

Schwerpunkt der Haushaltsberatungen für 2018 sind die zahlreich eingegangen Anträgen der Fraktionen. „Dafür haben wir jetzt mehr Zeit, da diesmal nicht das Kreisumlagen-Thema im Vordergrund steht“, so Landrat Stefan Rößle. 2017 wurde ein Kreisumlagen-Senkungskonzept beschlossen. Dieses entlastet Städte und Gemeinden bis 2020 um rund zehn Millionen Euro. Die Kreisumlage wurde um einen Prozentpunkt gesenkt und soll 2018 um weitere 0,5 Prozent sinken. Der Hebesatz bestimmt die Höhe der Zahlungen der Kommunen an den Landkreis. Der Landkreis Donau-Ries erhält trotzdem rund 7,5 Millionen Euro mehr Kreisumlage. Diese Mittel werden benötigt, um die höhere Bezirksumlage zu decken, sowie die höheren Personalkosten und die Jugendhilfekosten. Hinzu kommen unter anderem noch Mehrausgaben für die Krankenhausumlage und Mindereinnahmen durch verringerte Schlüsselzuweisungen.

Die Vorschläge der Fraktionen

Von den Fraktionen gingen 2018 Anträge für verschiedenste Projekte ein. Beispielsweise hat die Frauen/ÖDP/FW-Fraktion den kontinuierlichen Ausbau der Photovoltaikanlagen auf kreiseigenen Dachflächen angeregt. Die CSU/AL/JB-Fraktion beantragt die Einrichtung einer zentralen Infostelle im Landkreis zur Auskunft über Kurzzeitpflegeplätze und Pflegemöglichkeiten. Die SPD-Fraktion setzt sich für die möglichst zügige Umsetzung der Schulbaumaßnahmen und den Bau eines Schülerwohnheims für Berufsschüler ein. Von Seiten der Grün-Sozialen Fraktion wird die Erstellung eines Radwege-Konzepts für den Landkreis angeregt.

Landrat Stefan Rößle legt großen Wert darauf, die Schuldenfreiheit des Landkreises auch in Zukunft zu erhalten. Er ist überzeugt, die hohen Anforderungen auch in den kommenden Jahren ohne Kreditaufnahmen zu meistern. 

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