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Airbus Helicopters übergibt neuen Polizeihubschrauber an Bayern
Großauftrag

Airbus Helicopters übergibt neuen Polizeihubschrauber an Bayern

Ministerpräsident Söder, Innenminister Herrmann und Staatssekretär Kirchner haben den letzten der neuen Polizeihubschrauber bei Airbus entgegengenommen. Foto: B4B/ Katharina Seeburger
Ministerpräsident Söder, Innenminister Herrmann und Staatssekretär Kirchner haben den letzten der neuen Polizeihubschrauber bei Airbus entgegengenommen. Foto: B4B/ Katharina Seeburger

Airbus hat den letzten von acht neuen Polizeihubschraubern an die bayerische Polizei ausgeliefert. Die Hubschrauber vom Typ H145 sollen etwa bei Demos oder Waldbränden die Sicherheit erhöhen.

„Edelweiß 1“ heißt der letzte der acht neuen Polizeihubschrauber, den die bayerische Polizei von Airbus Helicopters in Donauwörth erhalten hat. Die Hubschrauber wurden extra für die Bedürfnisse der Polizei konfiguriert und sind laut Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann die modernsten Polizeihubschrauber weltweit. Vor drei Jahren hatte Airbus die ersten Hubschrauber des Typs an die Polizei geliefert.

Investition in Millionenhöhe

Vier Jahre lang haben das Innenministerium, die bayerische Bereitschaftspolizei und Airbus Helicopters zusammengearbeitet, um die Hubschrauber für den Bedarf der Polizei zu konfigurieren. „Wir haben mehr als 70 spezifische Zulassungen erwirkt, maßgeschneidert für die Polizei“, erklärte Stefan Thomé, Vorsitzender der Geschäftsführung von Airbus Helicopters in Deutschland.

„Die neuen Polizeihubschrauber verbessern die Sicherheit enorm“, sagte Söder in Donauwörth. „Man kann wesentlich längere Einsätze fliegen, das ist bei Katastrophen- und Vermisstenfällen ganz besonders wichtig.“ Bei Fahndungen können die Kamerasysteme der neuen Hubschrauber laut Söder zum Teil bis zu fünf Kilometer weit scharfe Fotos machen.

Stefan Thomé, Vorsitzender der Geschäftsführung von Airbus Helicopters. Foto: B4B/ Katharina Seeburger
Stefan Thomé, Vorsitzender der Geschäftsführung von Airbus Helicopters. Foto: B4B/ Katharina Seeburger

Der Freistaat hat rund 145 Millionen Euro investiert. Dass das heimische Luftfahrtunternehmen Airbus den Auftrag bekommen hat, stärkt laut Söder die bayerische Wirtschaft und sichert heimische Arbeitsplätze. „Das sind Investitionen, die hier in Bayern bleiben. Die Region hier ist eine ganz starke Hubschrauberregion, damit stärken wir natürlich auch heimische Arbeitsplätze. Gerade in diesen Zeiten ist das sehr wichtig“, so Söder.

Das können die neuen Polizeihubschrauber von Airbus

Die neuen Hubschrauber vom Typ H145 können bis zu 800 Liter Wasser transportieren. Das Vorgängermodell, der EC135, konnte „nur“ 500 Liter mit sich tragen. Anfang Mai dieses Jahres etwa sind die Polizeihubschrauber beim Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding zum Einsatz gekommen. Dort wurde über die Hubschrauber Löschwasser über dem Waldbrand ausgeschüttet. Zudem wurden über die Wärmebildkameras Glutnester ausfindig gemacht.

Bis zu 800 Liter Wasser kann der neue Polizeihubschrauber transportieren. Foto: B4B/ Katharina Seeburger
Bis zu 800 Liter Wasser kann der neue Polizeihubschrauber transportieren. Foto: B4B/ Katharina Seeburger

„Gerade in kritischen Einsatzlagen sind unsere Polizeihubschrauber unverzichtbar“, erklärte Innenminister Herrmann bei der Übergabe bei Airbus in Donauwörth. „Sie können in kurzer Zeit große Gebiete aus sicherer Distanz aufklären“, so Herrmann weiter. Moderne Technik soll präzise Lagebilder aus der Luft liefern und so etwa bei Demonstrationen, Katastropheneinsätzen oder der Fahndung nach Straftätern die Einsatzkräfte am Boden in Echtzeit unterstützen. In den neuen Hubschraubern können acht und damit doppelt so viele SEK-Beamte als bisher mitfliegen.

Zudem sind die Hubschrauber mit Suchscheinwerfern, Rettungswinde und Lasthaken ausgestattet und können auch Verletzte transportieren. Dadurch können die Hubschrauber auch bei Unfällen am Berg unterstützen. Anfang Januar hat einer der neuen Polizeihubschrauber sechs Schneeschuhwanderer vom 1.800 Meter hoch gelegenen Prinz-Luitpold-Haus in Bad Hindelang ins Tal geflogen. Sein Vorgängermodell hätte wegen der Wind- und Höhenlage hier nicht unterstützen können.

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