Wiederaufbau

Warum der Brand im Dillinger Rathaus auch eine Chance ist

Ende Juli 2017: Das historische Rathaus von Dillingen steht in Flammen. Seit gut zwei Jahren laufen die Wiederaufbau-Arbeiten. Warum die Stadt Dillingen den Brand auch als Chance sieht.

Bereits 2021 soll alles fertig sein. Das erklärte der Pressesprecher der Stadt Dillingen, Jan Koenen, auf Nachfrage von B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN. Auch die Planung des Innenausbaus sei so gut wie abgeschlossen und würde noch in diesem Jahr der Baukommission und dem Stadtrat vorgelegt werden. Dabei werden sich im Innenraum des Dillinger Rathauses ein paar Kleinigkeiten im Vergleich zum vorherigen Bau ändern: Beispielsweise wird der Kleine Sitzungssaal so gestaltet, dass der zukünftig auch als Trauungssaal mit Platz für über 50 Personen verwendet werden kann. Durch eine zusätzliche Trennwand kann der Raum geteilt werden, so dass Besprechungsräume für die Verwaltung oder die Fraktionen geschaffen werden.  Außerdem werden in einer der beiden bislang ungenutzten Dachspitzetagen Büroräume entstehen.  

Kostenschätzung: 10 Millionen Euro

Mit Blick in die Zukunft sieht die Stadt Dillingen jetzt besonders die Chancen eines Neubaus. Denn es seien keine Menschen während des Brandes zu Schaden gekommen. Und auch wertvolle Kunstschätze konnten vor den Flammen gerettet werden. Deswegen sei es laut Pressesprecher en „Glück im Unglück“ gewesen und man könne in vielerlei Hinsicht Vorteile gegenüber dem bisherigen Bau bieten.

Kosten wird das ganze Projekt voraussichtlich rund 10 Millionen Euro. Dabei trägt über 70 Prozent der Maßnahmen die Versicherungskammer Bayern. Die Stadt Dillingen trägt etwa 3 Millionen Euro. Dieser städtische Anteil ergibt sich überwiegend aus Investitionen, die über den Altbestand hinaus in dem wiedererrichteten Gebäude getätigt werden sollen. Hierzu zählt insbesondere eine barrierefreie Erschließung aller Etagen des neuen Gebäudes. Dazu kommen behindertengerechte Toiletten auf allen Stockwerken. Außerdem soll eine barrierefreie Präsentationstechnik in den Sitzungssälen installiert werden. Dazu ist eine induktive Höranlage zum Anschluss von Hörgeräten vorgesehen.

Die Brandursache bleibt unklar

Weiterhin ungeklärt bleibt jedoch die Ursache für den Rathausbrand am 26. Juli 2017. Bereits Anfang August 2017 hatte die Kriminalpolizei die Tatort Untersuchungen abgeschlossen. Während der Untersuchungen kam dann sowohl im Inneren des Gebäudes als auch von außen moderne Technik zum Einsatz: Unter anderem wurde eine Drohne eingesetzt, um das ausgebrannte Rathaus zu inspizieren. Ende Januar 2018 teilte die Staatsanwaltschaft Augsburg dann mit, dass das Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftung eingestellt wurde. Obwohl der Grund für das Feuer nicht mehr ermittelt werden konnte, erklärte die Staatsanwaltschaft, dass eine vorsätzliche Brandlegung ausgeschlossen werden könne. Wahrscheinlicher ist, dass die Ursache des Feuers ein technischer Defekt gewesen ist.

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