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Was haben eine Eishockey-Arena und moderne Wasseraufbereitung gemeinsam? Mehr, als man zunächst vermuten würde. Denn die Herstellung und Pflege einer Eisfläche benötigen nicht nur Wasser, sondern auch eine große Menge an Energie. Genau hier setzt die Technologie des Wasseraufbereitungsspezialisten Grünbeck an. Mit einer speziellen Umkehrosmoseanlage ermöglicht das Unternehmen der Probonio Arena Kassel eine jährliche Energieeinsparung von rund 200.000 Kilowattstunden.
Im Juni 2026 erhielt Grünbeck den Zuschlag für die Erweiterung der Wasseraufbereitungstechnik. Bereits im März 2027 sollen die neuen Anlagen betriebsbereit sein.
Das Prinzip dahinter: Wasser wird unter hohem Druck durch eine spezielle Membran gepresst, die Salze, Kalk und weitere unerwünschte Stoffe weitgehend zurückhält. Anders als bei manchen herkömmlichen Entsalzungsverfahren kommt die Technik im Betrieb ohne Säuren und Laugen aus. Der entscheidende Unterschied liege in der Wassertemperatur. Während das Wasser für die Eisaufbereitung früher auf etwa 50 Grad Celsius erhitzt wurde, genügt heute weitgehend entsalztes Wasser mit rund 25 Grad. Das spart Energie und sorgt gleichzeitig für klareres Eis, wodurch Spielfeldmarkierungen und Logos besser sichtbar werden.
Dass sich die Investition auch wirtschaftlich auszahlt, bestätigt Arena-Geschäftsführer Axel Mikesch: „So reduzieren wir den Energieverbrauch des Hallenbetriebs und erzielen gleichzeitig einen wirtschaftlichen Vorteil.“
Doch damit ist das Potenzial der Grünbeck-Technologie noch nicht ausgeschöpft. Im Zuge der geplanten Erweiterung der Sportanlagen soll künftig möglichst ausschließlich aufbereitetes Regenwasser für die Eisflächen zum Einsatz kommen. Dafür wird eine 200 Kubikmeter große Zisterne errichtet, die das Regenwasser der Hallendächer sammelt. Zusätzliche Filter- und Aufbereitungsanlagen von Grünbeck sorgen anschließend für die erforderliche Wasserqualität.
An Spieltagen werden in den beiden Hallen bis zu 15.000 Liter Wasser für die Eisaufbereitung benötigt. Diese Menge könnte künftig im Idealfall vollständig durch aufbereitetes Regenwasser gedeckt werden. Selbst der bei der Eispflege abgetragene Schnee soll gesammelt und wiederverwendet werden. So entsteht ein nahezu geschlossener Wasserkreislauf.