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Wirtin gegen Therapiezentrum Ziegelhof – Bunter Kreis bleibt gelassen
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Wirtin gegen Therapiezentrum Ziegelhof – Bunter Kreis bleibt gelassen

 Das Therapiezentrum Ziegelhof wird am 8. Mai 2015 offiziell eröffnet. Foto: B4B SCHWABEN

Der Ziegelhof ist ein Therapiezentrum für chronisch kranke Kinder. Am kommenden Freitag soll es offiziell eröffnet werden. Leider wurde die Rechnung ohne die Wirtin des Ziegelstadels gemacht. Der Ziegelstadel ist vielen Augsburgern seit Jahrzehnten ein Begriff. Die Wirtin Anita Maria Strohmayr klagt mittlerweile in zweiter Instanz gegen den Freistaat Bayern. Weil die Zufahrt zum Ziegelhof angeblich schlecht geplant wurde. Oder weil zu viele Bäume gefällt wurden, um das Therapiezentrum zu bauen. Oder weil… Ja, warum eigentlich?!

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

In einem laufenden Verfahren klagt die Wirtin des Ziegelstadels, Anita Maria Strohmayr, gegen den Freistaat Bayern. Warum? Weil sie sich in ihren Rechten eingeschränkt fühlt. Unter anderem geht es um die Zufahrt zum Therapiezentrum Ziegelhof. Diese befindet sich laut Strohmayr auf ihrem privaten Gelände. Nach Angaben der Wirtin gibt es keine öffentliche Möglichkeit, das Therapiezentrum zu erreichen. Weil der Verkehr und der Lärm, die auch durch den Hochseilgarten des Ziegelhofs entstehen, angeblich ihr Geschäft schädigen, klagt Strohmayr mittlerweile in zweiter Instanz gegen den Freistaat Bayern. In erster Instanz wurde die Klage vom Verwaltungsgericht bereits abgelehnt. Zwischenzeitlich hat Frau Strohmayr das Problem selbst in die Hand genommen: Vor der Einfahrt in ihre Straße hat die Wirtin eine kniehohe Barriere aus Steinen errichtet.

Die Gäste des Ziegelstadels bleiben aus – ist wirklich der Bunte Kreis Schuld daran?

Anita Maria Strohmayr, Wirtin des Ziegelstadels, will nach eigenen Angaben ihren Hotelbetrieb schützen. Hauptsächlich geht es ihr um den wirtschaftlichen Schaden, der laut Strohmayr dadurch entsteht, dass die Gäste des Ziegelstadels die hauseigenen Parkplätze nicht mehr benutzen können. „Ich kann von keinem Gast erwarten, dass er mehrere hundert Meter läuft, um zu meinem Hotel zu kommen“, so Strohmayr. Die Wirtin sorgt sich, dass nun die zahlende Kundschaft ausbleibt. Das Therapiezentrum hat zwar eine eigene Zufahrt, doch laut Strohmayr ist diese schlecht geplant. Die Zufahrt sei nur über eine private Straße möglich. Das Therapiezentrum ist laut Strohmayr komplett eingezäunt, „da kommt man so gar nicht hin. Deshalb werden auch die Parkplätze meines Hotels von den Besuchern des Ziegelhofs einverleibt.“  Die Wirtin sorgt sich nach eigenen Angaben auch um das Wohl der Kinder: „Ich kann hier keine Verantwortung übernehmen für Hunde und Kinder, die in meinem Hof spielen, und eigentlich zum Ziegelhof gehören.“

Wirtin hofft auf schlechtes Wetter zur Eröffnungsfeier des Ziegelhofs

Strohmayr will mit ihrer Klage nach eigenen Angaben erreichen, dass weitere Parkplätze um den Ziegelhof herum entstehen. Platz wäre laut Strohmayr ausreichend vorhanden. Die Wirtin schätzt, dass rund 300-400 Parkplätze nötig sind, um den Bedarf zu decken. Der Ziegelhof hat zwar einen eigenen Parkplatz, doch wird dieser laut Strohmayr von den Mitarbeitern des Ziegelhofs bereits so stark genutzt, dass weiterer Bedarf besteht. Am kommenden Freitag, den 8. Mai 2015, steht die Eröffnungsfeier des Ziegelhofs bevor. „Da wurde halb Augsburg eingeladen, und keiner weiß, wo alle parken sollen.“ Strohmayr befürchtet ein Verkehrschaos. „Hoffentlich ist das Wetter schlecht. Verstehen Sie mich nicht falsch, dass Therapiezentrum ist eine super Sache. Wir sind alle froh, dass es da ist. Leider ist es nur schlecht geplant“, erklärt die Wirtin ihre Position.

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Ziegelhof will schnellstmöglich Weg für Fußgänger auf eigenem Gelände errichten

Horst Erhardt, Geschäftsführer der Stiftung Bunter Kreis, sagt: „Die Einwände von Frau Strohmayr sind ihr gutes Recht.“ Allerdings betont Erhardt auch: „Der Ziegelhof besitzt eine ausreichend große, öffentliche Einfahrt. Auch Parkplätze sind genügend vorhanden. Es kann sein, dass sich mal jemand verfährt – dann gelangen die Autofahrer an die Stelle, wo Frau Strohmayr jetzt die Steinbarriere errichtet hat. Dieses Problem betrifft aber eher die Öffentlichkeit als den Ziegelhof selber.“ Zu gegebener Zeit will der Ziegelhof auf dem eigenen Gelände einen Weg errichten. Dieser soll es Joggern, Radfahrern sowie älteren Menschen und Eltern mit Kinderwägen erlauben, den Weg stressfrei nutzen zu können – ohne kniehohe Barrieren.

Ziegelhof verfügt über ausreichende Anzahl an Parkplätzen

„Die Darstellung, der Ziegelhof würde das Geschäft des Ziegelstadels belasten, entspricht nicht der Wirklichkeit. Der Ziegelhof hat über 40 eigene Parkplätze. Überall stehen Schilder, die den richtigen Weg zeigen. Wer von der Südseite her kommt, muss über das Grundstück von Frau Strohmayr, um zum Ziegelhof zu gelangen. Von der Nordseite her kann allerdings jeder ohne Probleme über die Deuringer Straße zum Ziegelhof gelangen“, erklärt Erhardt. Auch Dr. Simone Strohmayr, MdL, wundert sich über das Verhalten der Wirtin des Ziegelstadels: „Ich kann diese Einstellung nicht nachvollziehen. Darüber hinaus verstehe ich nicht, warum sie dieses Therapiezentrum nicht als wirtschaftliche Chance sieht."

Stiftung Bunter Kreis sieht der Entscheidung des Gerichts gelassen entgegen

Der Geschäftsführer der Stiftung Bunter Kreis hält die Streitpunkte für wenig nachvollziehbar: „Es wurde bereits behauptet, der Verkehrslärm wäre zu stark hier, oder dass wir zu viele Bäume gefällt hätten. All das stimmt nicht. Wir haben gar keine Bäume gefällt. Bei dem Sturmschaden 2013 sind ein paar Bäume umgefallen, das war alles. Viele der Vorwürfe, mit denen wir uns hier konfrontiert sehen, sind an den Haaren herbei gezogen.“ Horst Erhardt betont außerdem, dass die Klage gegen den Freistaat Bayern den Bunten Kreis wenig beeindruckt: „Wir sehen dem gelassen entgegen und glauben, dass das Verwaltungsgericht schon richtig entscheiden wird.“

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