Menschen mit Behinderung

Uniklinik Augsburg startet einzigartigen Lehrstuhl

Johannes Hintersberger, MdL beim Besuch des Klinikum Augsburg. Foto: Abgeordnetenbüro  Johannes Hintersberger, MdL
Zum 1. Januar 2019 wird das Klinikum Augsburg  offiziell in eine Universitätsklinik überführt. Nun gab der Landtag bekannt: Es wird auch einen Lehrstuhl für die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung geben.

Der Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen hat den Antrag der CSU-Fraktion unter Federführung des Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer in dieser Woche einstimmig angenommen. „Die medizinische Behandlung von Menschen mit Behinderung stellt Ärzte und medizinisches Fachpersonal oftmals vor erhebliche Herausforderungen. Eine teilweise nur eingeschränkte Möglichkeit der Kommunikation, veränderte Krankheitsbilder und auch ein anderer zwischenmenschlicher Umgang bedingen eine andere Herangehensweise an viele Krankheitsbilder. Für die Behandlung von Menschen mit Behinderung werden die allgemeinen medizinischen Leitlinien vielfach nicht als ausreichend angesehen“, erklärt Johannes Hintersberger, MdL.

„Großartige Nachricht für die Uniklinik“

„Gleichzeitig gibt es in der gesamten Bundesrepublik Deutschland keine Bündelung des vorhandenen Fachwissens und der damit einhergehenden Verbesserungs-Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung“, so Hintersberger weiter. „Das ist eine großartige Nachricht für alle Betroffenen, aber gleichwohl für die Uniklinik und die Universität Augsburg!“ Im Vorfeld hatte bereits der Ausschuss für Wissenschaft und Kunst mit Bernd Kränzle, MdL dem Antrag zugestimmt. Damit wird die bayerische Staatsregierung aufgefordert, sich für eine eigene Professur für die Behandlung von Menschen mit Behinderung einzusetzen.

Klinikum Augsburg erhält Spendengelder

Darüber hinaus freut sich das Klinikum Augsburg über Spendengelder im Zuge des m-net Firmenlaufs 2018. Das Team des Interdisziplinären Cancer Centers am Klinikum Augsburg (ICCA)hat sich mit  mit dem Konzept „Körperfitness während der Krebstherapie“ beim Charity-Projekt des Augsburger Firmenlaufs beworben. Jedes Jahr gehen zwei Euro der Anmeldegebühren für den Firmenlauf an soziale Projekte. So kamen 2018 knapp 22.500 Euro zusammen. Das ICCA-Team teilt sich die Summe mit der Katholischen Jugendfürsorge. „Mehr als 11.200 Euro für unsere Krebspatienten, das ist eine stolze Summe“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Kröncke, stellvertretender Direktor des ICCA, außerdem Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum. Die Mittel sollen für die Einrichtung eines Bereiches für Bewegungs- und Stabilisierungs-Therapie auf verschiedenen Stationen verwendet werden.

Prof. Dr. Thomas Kröncke (rechts) nimmt den symbolischen Scheck entgegen. Foto: Klinikum Augsburg

Geld kommt der Genesung der Krebspatienten zugute

So können Patienten künftig während ihrer Therapie im Krankenhaus unabhängig von der Zeit einer sportlichen Betätigung nachgehen. Die Bereiche werden mit jeweils einem Fitnessrad, einem Stepper sowie einem Balance-Pad ausgestattet. Wie das Klinikum berichtet sind unterstützende Angebote während der Behandlung ein bedeutender Faktor bei der Genesung. Zudem haben klinische Studien gezeigt, dass eine sportliche Betätigung die Nebenwirkungen einer Krebstherapie reduzieren und die Erholungs-Phasen nach der Behandlung unterstützen kann. Der Genesungs-Prozess werde insgesamt positiv beeinflusst. „Die Finanzierung eines solchen Projekts ist in unserem Gesundheitssystem aktuell nicht vorgesehen. Daher sind wir sehr dankbar, als ein Gewinner ausgewählt worden zu sein“, so Prof. Kröncke. Das Geld komme unmittelbar der Genesung der Krebspatienten des Klinikums zugute.  

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