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Ulrich Wagner: „Enteignungs-Fantasien, wie sie die Linke in Berlin hegt, helfen uns überhaupt nicht weiter"
HWK Schwaben

Ulrich Wagner: „Enteignungs-Fantasien, wie sie die Linke in Berlin hegt, helfen uns überhaupt nicht weiter"

Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben, fordert einfachere Bauvorschriften, schnellere Genehmigungen und bessere F
Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben, fordert einfachere Bauvorschriften, schnellere Genehmigungen und bessere Finanzierungsbedingungen, um den Wohnungsbau wieder anzukurbeln. Foto: HWK/ Sascha Schneider

Die Zufriedenheit der Unternehmen im Bauhauptgewerbe ist in Schwaben gestiegen. Dennoch sieht Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben, großen Handlungsbedarf.

Die Konjunktur in Deutschland könnte sich besser entwickeln als bisher erwartet. Nach führenden Wirtschaftsinstituten und der Bundesregierung hat auch der Internationale Währungsfonds seine Prognose für Deutschland angehoben. Für das laufende Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von 1,3 bis 1,4 Prozent erwartet.

Im Handwerk in Schwaben zeigt sich diese Entwicklung bislang jedoch nur eingeschränkt. Das berichtet die HWK Schwaben. Die Erkenntnis geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht der Handwerkskammer für Schwaben hervor. Im Bauhauptgewerbe hat sich die Stimmung allerdings verbessert. Die Zufriedenheit der Unternehmen ist um zehn Prozentpunkte gestiegen. Sie liegt nun bei 77 Prozent. Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben, sieht darin ein positives Signal. Zugleich fordert er weitere Maßnahmen, um die Bauwirtschaft zu stärken.

Wohnraummangel erhöht den Druck auf die Bauwirtschaft

Besonders wichtig ist aus Sicht Wagners eine Belebung des Wohnungs- und Hausbaus. Der Mangel an Wohnraum zählt für ihn zu den großen gesellschaftlichen Problemen. Gleichzeitig würden die Preise in vielen Bereichen steigen. Diese Entwicklung könne die sozialen Spannungen verschärfen.

Wagner betont deshalb die Bedeutung zusätzlicher Bauaktivitäten. „Es ist außerordentlich wichtig, dass der Baubereich wieder ins Rollen kommt. Und vor allem der Wohnungs- und Hausbau“, so Wagner. Die Diskussion über den Wohnraummangel habe auch eine politische Dimension. Wagner verweist auf die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin. Dort sei das Thema deutlich sichtbar geworden. Enteignungspläne hält Wagner allerdings nicht für eine geeignete Lösung.

Handwerkskammer fordert weniger Bürokratie beim Bauen

Damit mehr Wohnraum entstehen kann, müssen nach Ansicht der HWK die Rahmenbedingungen verbessert werden. Wagner fordert, Bauvorschriften zu vereinfachen und Standards zu reduzieren. Auch die Digitalisierung und Vereinfachung von Bauanträgen sollen vorangetrieben werden.

Ein weiterer Punkt ist die konsequente Umsetzung des sogenannten Bauturbos. Dieser soll dazu beitragen, Bauvorhaben schneller zu ermöglichen. Zudem spricht sich Wagner für verlässliche Förderprogramme und günstige Kredite aus. Besonders Familien sollen dadurch bessere Finanzierungsmöglichkeiten erhalten. „Es muss mehr gebaut werden. Und dafür muss an den richtigen Stellschrauben gedreht werden“, erklärt Wagner.

Förderung und günstige Kredite sollen Wohnungsbau stärken

Neben einfacheren Genehmigungsverfahren spielen aus Sicht Wagners die finanziellen Bedingungen eine wichtige Rolle. Verlässliche Förderstrukturen sollen Investitionen in den Wohnungsbau unterstützen. Laut Wagner seien günstige Kredite eine Lösung, insbesondere für Familien auf dem Weg zum Eigenheim. Der Hauptgeschäftsführer setzt dabei auf mehrere Maßnahmen, die zusammenwirken sollen. Dazu gehören weniger bürokratische Vorgaben, einfachere Baustandards, digitale Verwaltungsprozesse und eine verlässliche Finanzierung. Wagner sieht darin die Voraussetzung, um die Bauwirtschaft dauerhaft zu beleben. „Nur mit diesem Bündel von Maßnahmen kommt der Motor wieder richtig ins Laufen“, so Wagner abschließend.

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