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German Craft Skills: 45 Kammersiege gehen nach Bayerisch-Schwaben
Auszeichnung

German Craft Skills: 45 Kammersiege gehen nach Bayerisch-Schwaben

Bayerisch-Schwaben feiert die Spitzenleistungen der German Craft Skills. 45 Kammersiegerinnen und Kammersieger werden von der HW
Sie fahren zu den Landeswettbewerben der German Craft Skills: 45 Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Bezirk der Handwerkskammer für Schwaben. Dafür wurden Sie von der HWK geehrt. Foto: Sascha Schneider, HWK Schwaben

Die Handwerkskammer für Schwaben hat 45 Kammersiegerinnen und Kammersieger geehrt. Der Wettbewerb gilt als Sprungbrett für Karrieren bis zu EuroSkills und WorldSkills.

In diesem Jahr zählen 45 junge Handwerkerinnen und Handwerker aus Schwaben zu den Besten ihres Berufsstands. Die Handwerkskammer für Schwaben würdigte ihre Ausbildungsleistungen im Rahmen der Deutschen Meisterschaft im Handwerk auf Kammerebene. Die Preisverleihung fand im Atrium der Handwerkskammer in Augsburg statt.

Die Deutsche Meisterschaft im Handwerk (German Craft Skills) ist Europas größter Berufswettbewerb. In mehr als 130 Gewerken messen sich die Besten einer handwerklichen Ausbildung.

Talent, Disziplin und Leidenschaft im Handwerk

Hans-Peter Rauch, Präsident der HWK Schwaben, lobte die Leistungen der Nachwuchskräfte. „Sie haben in Ihrem Gewerk gezeigt, was möglich ist. Und dass Talent, Disziplin und Leidenschaft zusammen Großes bewirken. Sie dürfen heute stolz auf sich sein. Wir alle sind es natürlich auch. Denn Sie zeigen, wie stark das Handwerk in unserer Region ist“, so Rauch. Er betonte zudem, dass die Deutsche Meisterschaft weit mehr sei als ein Berufswettbewerb. Er biete jungen Menschen besondere Chancen für ihre berufliche Entwicklung.

Silberne Ehrennadel für erfahrene Ausbilder

Im Mittelpunkt der Feier im Atrium standen auch vier Ausbilder, die mit der Silbernen Ehrennadel des schwäbischen Handwerks geehrt wurden. Diese Auszeichnung erhalten Personen, die bereits zum dritten Mal einen Kammersieg bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk begleitet haben. Die Ehrennadel steht für kontinuierlich hohe Ausbildungsqualität und besonderes Engagement in der Nachwuchsförderung.

Berufliche Bildung als Wirtschaftsfaktor

Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK, unterstrich die Bedeutung des Wettbewerbs für die berufliche Entwicklung. „Einen Kammersieg erreicht man nicht nebenbei. Können, Einsatz und vor allem die Bereitschaft, immer noch ein Stück besser zu werden, sind dafür entscheidend“, betont Wagner. Für ihn belegen die Erfolge der Nachwuchskräfte die Stärke der beruflichen Bildung. Eine funktionierende Ausbildung beruhe auf engagierten Betrieben, modernen Bildungszentren und einer starken überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung. „Die berufliche Bildung ist ein zentraler Bestandteil unserer wirtschaftlichen Zukunft. Wer über Fachkräftesicherung spricht, muss auch über die Rahmenbedingungen sprechen, die gute Ausbildung erst ermöglicht“, so Wagner weiter.

Neueste Technologie als Erfolgsfaktor

Wagner warb dafür, die berufliche Bildung stärker zu unterstützen. Bildungszentren und Lehrwerkstätten müssten technologisch auf dem neuesten Stand bleiben. Dafür seien verlässliche und ausreichende Finanzierungen nötig. Investitionen in Ausbildung und Bildungsinfrastruktur seien zugleich Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

EuroSkills 2027 als Ziel

Die Auszeichnung markiert für die Teilnehmer auch den Beginn der nächsten Runde. Über Landes- und Bundesentscheide können sie sich für das deutsche Nationalteam entscheiden. Damit rücken internationale Wettbewerbe wie EuroSkills oder WorldSkills in Reichweite. 2027 richtet Deutschland die Europameisterschaft der Berufe aus, Austragungsort ist die Messe Düsseldorf.

Bayerisch-Schwaben überzeugte zuvor

Ein Beispiel für mögliche Perspektiven ist Moritz Wagner aus Weißenhorn im Landkreis Neu-Ulm. Der Möbelschreiner qualifizierte sich über die Deutsche Meisterschaft für internationale Wettbewerbe. Bei den EuroSkills 2025 im dänischen Herning holte er Gold für Deutschland. Rauch wies darauf hin, dass ein solcher Weg von Beginn an Unterstützung brauche. Ausbildungsbetriebe sowie Ausbilderinnen und Ausbilder förderten und begleiteten die jungen Talente. „Ohne Ihr Engagement und Ihre Unterstützung könnten wir heute keine so tolle handwerkliche Qualität ehren“, erklärt Moritz Wagner.

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