Stadt Augsburg

Theatersanierung steht: Freistaat gibt 107 Millionen Euro

Der Freistaat Bayern sagt der Stadt Augsburg 107 Millionen Euro zu. Foto: B4B SCHWABEN
Mitarbeiter der Stadt und des Theaters versammelten sich zur Pressekonferenz. Foto: B4B SCHWABEN
Das Stadttheater wird saniert, die Finanzierung steht nun auf einer sicheren Basis. Foto: B4B SCHWABEN

Bisher stand die Sanierung des Augsburger Theaters noch auf wackligen Beinen. Doch jetzt gibt es gute Nachrichten: das Finanzierungskonzept kann beginnen. Der Freistaat stemmt dabei gut die Hälfte der benötigten finanziellen Mittel.

von Marina Huber, Online-Redaktion

Es scheint Licht am Ende des Tunnels zu geben. Die dringend notwendige Sanierung kann nun von der Stadt Augsburg mit Hilfe des Freistaats Bayern gestemmt werden. Die Aufgabe ist also doch nicht unlösbar, wie es bisher angenommen wurde.

Dringender Sanierungsbedarf am Theater Augsburg

Dass das Theater sanierungsbedürftig ist, steht außer Frage. 60 Jahre lang wurde nichts gemacht, jetzt trifft es die Stadt mit ganzer Härte. Oberbürgermeister Kurt Gribl bezeichnet den Sanierungsaufwand als Baumaßnahmen in noch nie da gewesener Dimension. Für die Stadt allein war der finanzielle Aufwand der Sanierung niemals stemmbar. Ersten Schätzungen zufolge lag der Sanierungsaufwand bei gut 235 Millionen Euro. Diese Summe ist für die Stadt Augsburg allein niemals zu leisten.

Freistaat Bayern sagt Hilfe zu

Gribl betont: „Die Sanierung unseres Theaters und damit die Aufrechterhaltung unserer Kultur wäre ohne den Freistaat niemals möglich“. Der Staatsminister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, Markus Söder, kam eigens für die Theatersanierung nach Augsburg. Im Beisein vieler wichtiger Mitarbeiter der Stadt und des Theaters sagte er der Sanierung eine Summe von 107 Millionen Euro zu. Diese Summe stellt einen großen Schritt dar, denn bisher weigerte sich der Freistaat gegen zusätzliche Förderungen. Die Voraussetzung war eine Kostensenkung um ungefähr 50 Millionen Euro.

Sanierungsbedarf von 235 Millionen Euro auf 189 Millionen Euro gesenkt

Bislang war nicht klar, an welchen Ecken und Enden die 50 Millionen Euro eingespart werden können. Doch nun steht fest: es ist gelungen. Einsparungsmöglichkeiten wurden sowohl bei de Einrichtung und Ausstattung des Großen Hauses, des Neuen Hauses und den Werkstätten gefunden. Die Funktionalität ist trotz der Kosteneinsparungen voll erhalten. Durch diese Einsparungsmaßnahmen wurde nun die Förderung vom Freistaat in Höhe von 107 Millionen Euro zugesagt.

Kultur und Bildung als höchstes Anliegen

Staatsminister Söder betonte: „Die kulturelle Infrastruktur liegt dem Freistaat sehr am Herzen. Wir freuen uns deshalb, dass wir die Stadt bei der Sanierung des Theaters unterstützen können. Gleichzeitig freue ich mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass auch die Fördersätze für die Schulsanierung mit 122 Millionen Euro erhöht werden konnten“. Insgesamt schultert der Freistaat Bayern damit eine beachtliche Summe. So konnte eine stabile Basis für die notwendigen Sanierungen in Augsburg gefunden werden.

Gespräche mit Kulturschaffenden

Oberbürgermeister Gribl kündigte den Start der Baumaßnahmen am Theater für 2017 an. „Wir dürfen jedoch nicht wegen der Theatersanierung die ganze Stadt lahmlegen. Die Baumaßnahmen sind auf lange Sicht zu stemmen“, betont Gribl. Zuerst geht es nun darum, Planungen zu machen und Gespräche zu führen. Nach einem Offenen Brief der Kulturszene sucht man den Dialog. Erste Gespräche sollen bereits ab kommenden Freitag geführt werden. Die Autoren des Offenen Briefs sagten jedoch das Gespräch ab. Die Begründung: es sei zu kurzfristig. 

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Oberbürgermeister Gribl kündigte den Start der Baumaßnahmen am Theater für 2017 an. „Wir dürfen jedoch nicht wegen der Theatersanierung die ganze Stadt lahmlegen. Die Baumaßnahmen sind auf lange Sicht zu stemmen“, betont Gribl. Zuerst geht es nun darum, Planungen zu machen und Gespräche zu führen. Nach einem Offenen Brief der Kulturszene sucht man den Dialog. Erste Gespräche sollen bereits ab kommenden Freitag geführt werden. Die Autoren des Offenen Briefs sagten jedoch das Gespräch ab. Die Begründung: es sei zu kurzfristig. 

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