Treffen mit Unternehmensleitung?

Stellenabbau: Staatssekretär sucht Gespräch mit LEDVANCE

Das LEDVANCE Werk in Augsburg von oben. Foto: LEDVANCE
Matthias Machnig, Beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Foto: Michael Voigt
Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, will sich in die Verhandlungen mit der LEDVANCE-Geschäftsführung einbringen. In einem Gespräch mit Vertreter der IG Metall und Abgeordneten der SPD kündigte er an, sich mit der Unternehmensleitung in Verbindung zu setzen.

Bei einem Treffen zwischen Staatssekretär Machnig, den Betriebsräte der LEDVANCE GmbH sowie MdB Bernd Westphal und MdB Ulrike Bahr fokussierten sich die Gesprächsthemen auf die Umstrukturierungspläne von LEDVANCE. Die Betriebsräte und die IG Metall erläuterten dem Staatssekretär ihre Sichtweise auf die Ankündigungen des Unternehmens. Sie vereinbarten mit Machnig, ihre Ideen für eine zukunftsfähige Ausrichtung der Standorte auch dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zukommen zu lassen.

Machnig lädt Geschäftsführung nach Berlin

„Wir sind uns einig, dass nach tragfähigen Lösungen für die Beschäftigten und die Standorte gesucht werden muss. LEDVANCE ist hier in der Pflicht. Ich werde die Geschäftsführung von LEDVANCE zu einem Gespräch nach Berlin einladen“, kündigte Matthias Machnig darauf an. Auch mit den chinesischen Investoren möchte er Kontakt aufnehmen. Mit diesen möchte er Handlungsmöglichkeiten für eine Fortführung der deutschen Standorte des Unternehmens erörtern.

Ulrike Bahr fordert Dialogprozess

„Die chinesischen Investoren haben soziale Verantwortung für die Beschäftigten in Deutschland. Als Sprecher für Wirtschaft und Energie der SPD-Bundestagsfraktion erwarte ich, dass LEDVANCE seiner Verantwortung gerecht wird und Beschäftigungs-Perspektiven für die Standorte entwickelt“, betonte in diesem Zusammenhang auch Bernd Westphal. Ulrike Bahr aus dem Wahlkreis Augsburg ergänzte: „Ich fordere die Geschäftsführung von LEDVANCE auf, einen Dialogprozess mit der Arbeitnehmerseite anzustoßen, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Ziel muss der Erhalt auch des Standorts Augsburg sein.“

Zuspruch aus der ganzen Region

Die Nachricht von Werks-Schließungen und einem Stellenabbau von 1.300 Arbeitskräften schlug in den vergangenen zwei Wochen bereits an mehreren Stellen hohe Wellen. In Augsburg machten sich unter anderem die Stadt Regierung sowie externe Kunden und Partner des Unternehmens für den Standort stark. Bei einem Heimspiel des FC Augsburg bekundeten auch die Fans des Bundesligisten ihre Solidarität. Ilse Aigner, Bayerns Wirtschaftministerin, suchte ebenfalls das Gespräch mit der Unternehmensführung von LEDVANCE. Derzeit bewertet ein Wirtschaftprüfer, den der Betriebsrat engagiert hat, die vorgelegten Zahlen des Unternehmens.

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