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Stellenabbau bei MAN: Betriebsrat und Vorstand schließen Verträge
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Interessenausgleich und Sozialplan

Stellenabbau bei MAN: Betriebsrat und Vorstand schließen Verträge

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Dr. Uwe Lauber, Vorstandsvorsitzender von MAN Energy Solutions, und der restliche Vorstand hat sich mit dem Betriebsrat auf Interessenausgleich und Sozialplan geeinigt. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Von Angelina Märkl

MAN Energy Solutions plant deutschlandweit rund 1.650 Stellen abzubauen. Nun haben sich Management und Betriebsrat nach monatelangen Verhandlungen auf einen Interessenausgleich und Sozialplan geeingt. Das bedeutet es für Augsburg.

Vorstand und Gesamtbetriebsrat der MAN Energy Solutions haben sich über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die Standorte Augsburg, Berlin, Hamburg Oberhausen und Deggendorf verständigt. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Damit wurden die Verhandlungen über die Personalmaßnahmen im Zuge des Zukunftsprogramms Performance 2023 nach rund vier Monaten abgeschlossen werden.

Die Vereinbarungen knüpfen an das bereits im August gemeinsam vorgelegte Eckpunktepapier zur Restrukturierung des Unternehmens an. Dieses sieht einen Abbau von rund 1.650 Stellen in Deutschland und 950 im europäischen und außereuropäischen Ausland vor. Der ursprünglich geplante Personalabbau von 3.000 wurde damit halbiert. Der Interessenausgleich lege die an den deutschen Standorten geplanten Restrukturierungsmaßnahmen im Detail fest, heißt es in der Pressemitteilung.

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„Ausgleich und Sozialplan sind in harten und intensiven Verhandlungen erarbeitet worden“, sagt Uwe Lauber, Vorstandsvorsitzender von MAN Energy Solutions. „Die getroffenen Vereinbarungen versetzen uns in die Lage, die Transformation des Unternehmens in einen Lösungsanbieter für nachhaltige Technologien weiter erfolgreich voranzutreiben. Die wirtschaftlichen Nachteile der von Personalmaßnahmen betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versuchen wir mit den im Sozialplan beschlossenen Instrumenten so weit wie möglich abzumildern.“

Transfergesellschaften an allen deutschen Standorten

Erstmals werde an jedem deutschen Standort des Unternehmens eine Transfergesellschaft zum Einsatz kommen. Diese soll betroffenen Mitarbeitern dabei helfen, sich schnell wieder in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern: „Wir wollen Kolleginnen und Kollegen, die das Unternehmen verlassen müssen, bestmöglich unterstützen“, sagt Martin Rosik, Vorstand Personal bei MAN Energy Solutions. „Mit Interessenausgleich und Sozialplan, ergänzt durch das Mittel der Transfergesellschaft, bereiten wir den Weg des Unternehmens in eine nachhaltige Zukunft. Dieser Weg wird für uns alle nicht einfach werden und Einschnitte bedeuten. Aber an seinem Ende werden wir unser Geschäft wieder nachhaltig aus eigener Kraft finanzieren und damit die verbleibenden Arbeitsplätze sichern.“ 

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Der Gesamtbetriebsrat hat den ursprünglich geplanten Personalabbau im Zuge der Verhandlungen zum Eckpunktepapier deutlich verringern können“, sagt Werner Wiedemann, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats. „Uns ist bewusst, dass dies eine schwierige Situation für alle Kolleginnen und Kollegen ist. Wir haben hart gekämpft, denn jeder verlorene Arbeitsplatz ist ein sehr großer Verlust. Deshalb müssen zuallererst natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und Freiwilligkeit für den Stellenabbau genutzt werden. Wir konnten mit der Transfergesellschaft erreichen, dass niemand direkt in die Arbeitslosigkeit fällt. Für alle, die von diesem Abbau betroffen sind, haben wir faire Konditionen und größtmögliche Unterstützung erreicht, damit sie schnell eine neue Arbeit finden. Die Beschäftigten von MAN Energy Solutions gehen mit den jetzt getroffenen Vereinbarungen weit in Vorleistung und machen schmerzhafte Zugeständnisse. Jetzt hat der Vorstand keine Ausreden mehr. Er muss liefern und das Unternehmen auf Erfolgskurs bringen!“ 

Aufgrund der Corona-Krise sollen bei MAN ES in Augsburg rund 1.800 Stellen abgebaut werden. Am 28. Juli fand eine Kundgebung dazu statt. Sowohl die Beschäftigten als auch Vertreter von Politik und Wirtschaft waren vor Ort. Fotos: Laura Cedrone/ B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Zukunftsprogramm Performance 2023

MAN Energy Solutions hatte im Juli ein umfassendes Programm zur „Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens“ eingeleitet. Das Programm mit dem Namen Performance 2023 sieht deutliche Kostensenkungen und Restrukturierungen. Das sei laut MAN notwendig für die nächsten Schritte auf dem Wege der Transformation zu einem Lösungsanbieter für zukunftsfähige Energieversorgung vor. Zugleich wappne sich das Unternehmen mit dem Programm für eine längere Zeit stagnierender Umsätze infolge der Covid-19 Pandemie.

Dazu sollen unter anderem die Kosten um 450 Millionen Euro gesenkt und die operative Flexibilität erhöht werden. So sollen bis zum Jahr 2023 auch unter Berücksichtigung der weltwirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie das operative Ergebnis und die Cash- und Liquiditätsposition des Unternehmens nachhaltig abgesichert werden.

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