Neuer „Leitfaden“

Stadtentwicklung: Wie sieht Augsburg in Zukunft aus?

Das Augsburger Rathaus aus der Vogelperspektive. Foto: Ulrich Wagner
Wohnraum, Digitalisierung, Klimaschutz: Wie soll die Fuggerstadt künftig aussehen? Ab dem 18. Oktober sind alle Bürger dazu eingeladen, die Zukunft Augsburgs mitzugestalten.

Wo will die Stadt hin? Wie wollen Augsburger künftig wohnen? Und wie sieht die Mobilität von morgen aus? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Stadtentwicklungs-Konzept (STEK). Gewünscht ist, dass sich auch die Bürger selbst am Diskurs beteiligen. Auf den Dialog hatte die Stadt zuletzt schon bei der Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Lechhausen Nord gesetzt.

„Planen wie immer“ war gestern

Das Stadtentwicklungs-Konzept (STEK) ist ein „Leitfaden“ für die Entwicklung Augsburgs. Wie notwendig er ist, wird am Beispiel Haunstetten-Südwest deutlich. „‚Planen wie immer‘ funktioniert hier nicht“, sagt Baureferent Gerd Merkle, „bei der Errichtung des neuen Augsburger Stadtviertels geht es um nichts weniger als die Frage: ‚Wie sollen künftige Generationen in Augsburg leben?‘“

Ein Mix aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit

Noch sind nur wenige Pläne für das rund 200 Hektar große Stadtviertel zwischen B17, Inninger Straße und Königsbrunner Straße bekannt. Etwa ein Fünftel gehört bisher der Stadt. Gewerbe, Wohnraum und Grünflächen sollen sich das Areal in Zukunft zu je einem Drittel teilen. Bisher werden die Flächen zum Großteil landwirtschaftlich genutzt. Bis zu 12.000 Menschen sollen hier nach Fertigstellung ein Zuhause finden. Die Stadt rechnet zudem mit circa 5.000 Arbeitsplätzen in Haunstetten Süd-West.

Chancen und Risiken: Wie entwickelt sich Augsburg weiter?

Doch beim STEK steht nicht nur das neue Stadtviertel im Fokus, sondern auch die bereits bestehenden. Zunächst geht es darum, herauszufinden, welche Stärken und Schwächen die Stadt hat. Welche Verantwortung hat die Stadt – auch für die Umlandgemeinden? Ein besonders sensibles Thema ist der Wohnungsbau. „Es ist richtig, dass wir mehr Wohnraum schaffen, aber nur höher und mehr zu bauen, birgt Gefahren“, so Merkle. Denn so könnten auch neue soziale Brennpunkte entstehen. Auch für den Bereich Mobilität und Verkehr soll das STEK einen Leitfaden bilden.

Vorentwurf des Stadtentwicklungskonzepts einstimmig beschlossen

Am 18. Oktober können alle interessierten Bürger im Rathaus mitreden. Zunächst wird der Vorentwurf des STEK vorgestellt. Dieser wurde bereits im Stadtrat einstimmig beschlossen. Anschließend wird gemeinsam mit den Bürgern diskutiert. Nach der Veranstaltung startet der vierwöchige Online-Dialog. Dieser bietet jenen, die am 18. Oktober nicht ins Rathaus kommen können, die Chance, sich zu beteiligen. Verschiedene Formate wie Ausstellungen oder gezielte Veranstaltungen in den verschiedenen Stadtteilen ermöglichen es den Bürgern auch, sich offline zu informieren und zu diskutieren.

Rechtlich bindend ist das Stadtentwicklungskonzept nicht. Doch das Ziel ist es, eine Richtschnur für Augsburg zu entwickeln. Dabei soll ein dynamisches Konzept geschaffen werden, das sich bei Bedarf auch weiterentwickeln kann.

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Wo will die Stadt hin? Wie wollen Augsburger künftig wohnen? Und wie sieht die Mobilität von morgen aus? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Stadtentwicklungs-Konzept (STEK). Gewünscht ist, dass sich auch die Bürger selbst am Diskurs beteiligen. Auf den Dialog hatte die Stadt zuletzt schon bei der Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Lechhausen Nord gesetzt.

„Planen wie immer“ war gestern

Das Stadtentwicklungs-Konzept (STEK) ist ein „Leitfaden“ für die Entwicklung Augsburgs. Wie notwendig er ist, wird am Beispiel Haunstetten-Südwest deutlich. „‚Planen wie immer‘ funktioniert hier nicht“, sagt Baureferent Gerd Merkle, „bei der Errichtung des neuen Augsburger Stadtviertels geht es um nichts weniger als die Frage: ‚Wie sollen künftige Generationen in Augsburg leben?‘“

Ein Mix aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit

Noch sind nur wenige Pläne für das rund 200 Hektar große Stadtviertel zwischen B17, Inninger Straße und Königsbrunner Straße bekannt. Etwa ein Fünftel gehört bisher der Stadt. Gewerbe, Wohnraum und Grünflächen sollen sich das Areal in Zukunft zu je einem Drittel teilen. Bisher werden die Flächen zum Großteil landwirtschaftlich genutzt. Bis zu 12.000 Menschen sollen hier nach Fertigstellung ein Zuhause finden. Die Stadt rechnet zudem mit circa 5.000 Arbeitsplätzen in Haunstetten Süd-West.

Chancen und Risiken: Wie entwickelt sich Augsburg weiter?

Doch beim STEK steht nicht nur das neue Stadtviertel im Fokus, sondern auch die bereits bestehenden. Zunächst geht es darum, herauszufinden, welche Stärken und Schwächen die Stadt hat. Welche Verantwortung hat die Stadt – auch für die Umlandgemeinden? Ein besonders sensibles Thema ist der Wohnungsbau. „Es ist richtig, dass wir mehr Wohnraum schaffen, aber nur höher und mehr zu bauen, birgt Gefahren“, so Merkle. Denn so könnten auch neue soziale Brennpunkte entstehen. Auch für den Bereich Mobilität und Verkehr soll das STEK einen Leitfaden bilden.

Vorentwurf des Stadtentwicklungskonzepts einstimmig beschlossen

Am 18. Oktober können alle interessierten Bürger im Rathaus mitreden. Zunächst wird der Vorentwurf des STEK vorgestellt. Dieser wurde bereits im Stadtrat einstimmig beschlossen. Anschließend wird gemeinsam mit den Bürgern diskutiert. Nach der Veranstaltung startet der vierwöchige Online-Dialog. Dieser bietet jenen, die am 18. Oktober nicht ins Rathaus kommen können, die Chance, sich zu beteiligen. Verschiedene Formate wie Ausstellungen oder gezielte Veranstaltungen in den verschiedenen Stadtteilen ermöglichen es den Bürgern auch, sich offline zu informieren und zu diskutieren.

Rechtlich bindend ist das Stadtentwicklungskonzept nicht. Doch das Ziel ist es, eine Richtschnur für Augsburg zu entwickeln. Dabei soll ein dynamisches Konzept geschaffen werden, das sich bei Bedarf auch weiterentwickeln kann.

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