Pflegeroboter

So wollen Augsburger Studierende Pflegekräfte entlasten

Gemeinsam mit der C&S Computer und Software GmbH hat eine Forschungsgruppe der Universität Augsburg den Pflegeroboter „Pepper“ entwickelt. Im Berufsbildungszentrum (bbz) haben sich die Studierenden nun mit Fachkräften aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich über Chancen und Risiken ausgetauscht.

„Im Alltagsstress – gerade im Krankenhaus – haben die Fachkräfte keine Zeit, sich mit dem Roboter auseinanderzusetzen“, erklärte Husain Mahmoud, Abteilungsleiter Gesundheit & Soziales beim bbz. Deshalb kamen mehr als 50 Fach- und angehende Führungskräfte aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich in den Räumen der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (GEZIAL) zusammen. Sie durften einen ersten Blick auf den Pflegeroboter „Pepper“ werfen, der sie künftig bei ihrer Arbeit unterstützen könnte. Im Austausch mit den Studierenden erarbeiteten sie Chancen und Risiken sowie besondere Herausforderungen.

In diesen Bereichen soll der Roboter eingesetzt werden

Derzeit kann der Roboter Hindernisse und Personen erkennen. Er verfügt über eine Sprachverarbeitung sowie eine Spracherkennung. Außerdem kann er verschiedene Gesten ausführen und hat ein vollfunktionsfähiges Tablet. „Künftig soll er noch mehr können. Insgesamt soll der Roboter gerade in der ambulanten Pflege eine Hilfe darstellen. Außerdem zielt er auf strukturelle Abläufe und gerade auf individuelle Pflege ab. Die Spiele mit Pepper sollen vorrangig für ältere Menschen als Gedächtnistraining beziehungsweise Gehirnjogging dienen“, erläutert Gwendolin Prins von der C&S Computer und Software GmbH, die vor allem im Gesundheitsbereich

aktiv ist.

Weitere Funktionen müssen noch programmiert werden. So soll der Roboter lernen, Gegenstände aufzuheben und heranzutragen oder auch Wäschekörbe zu tragen. Gerade für Menschen mit Einschränkungen oder ältere Menschen können solche Unterstützungen eine große Hilfe sein.

„Der Mensch wird dadurch aber nicht überflüssig“

Sorgen, dass der Roboter Pflegekräfte ersetzen könnte, machen sich die Beteiligten nicht: „Gerade die emotionale Ebene ist sehr schwierig und bislang technisch nicht umsetzbar. In den nächsten fünf bis zehn Jahren, wird es hier sicherlich große Entwicklungen geben, der Mensch wird dadurch aber nicht überflüssig. Vor allem in Anbetracht des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels sind Pflegekräfte dringend auf Unterstützung angewiesen“, so Mahmoud.

Austausch zwischen Studierenden und Fachkräften

Klar sei jedoch, dass es dafür den Austausch zwischen Studierenden und Pflegekräften geben muss. „Die Studierenden haben tolle Ideen. Was die täglichen Herausforderungen in der Pflege sind, wissen die Fachkräfte aber am besten. Deshalb holen sich die jungen Forscher hier die Bestätigung für ihre Arbeit und können hoffentlich auch neue Impulse mitnehmen“, so Mahmoud abschließend.

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Derzeit kann der Roboter Hindernisse und Personen erkennen. Er verfügt über eine Sprachverarbeitung sowie eine Spracherkennung. Außerdem kann er verschiedene Gesten ausführen und hat ein vollfunktionsfähiges Tablet. „Künftig soll er noch mehr können. Insgesamt soll der Roboter gerade in der ambulanten Pflege eine Hilfe darstellen. Außerdem zielt er auf strukturelle Abläufe und gerade auf individuelle Pflege ab. Die Spiele mit Pepper sollen vorrangig für ältere Menschen als Gedächtnistraining beziehungsweise Gehirnjogging dienen“, erläutert Gwendolin Prins von der C&S Computer und Software GmbH, die vor allem im Gesundheitsbereich

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