Chancen und Herausforderungen

So verändert die Uniklinik Augsburg

Das Klinikum Augsburg von oben. Foto: Ulrich Wagner
Wie wirkt sich die neue Uniklinik auf die regionale Wirtschaft aus? Die Stadt Augsburg, die Landkreise und die Kammern gaben dazu eine Studie in Auftrag und stellten nun die Ergebnisse vor. Der Gesamteffekt auf den Wirtschaftsraum Augsburg könnte jährlich bei bis zu 399 Millionen Euro liegen.

Viel Potenzial, große Chancen und riesige Herausforderungen – so fassten die Akteure die Studien-Ergebnisse zusammen. Diese sind Grundlage für den „Masterplan“, mit dem das Projekt Universitätsklinik angegangen werden soll.

6.500 neue Arbeitsplätze

Zusammen mit den 1.500 Studenten, 100 Professoren und 400 wissenschaftlichen Mitarbeitern rechneten die Gutachter vor, dass rund 6.500 neue Arbeitsplätze in der Region entstehen werden. Ein enormer Zuwachs, der sich zur Hälfte auf das Gesundheitswesen und zur Hälfte auf das Dienstleistungsgewerbe und weitere Branchen verteilen wird. Derzeit sind bereits rund 20.000 Menschen in Augsburg und Aichach-Friedberg im Gesundheitssektor beschäftigt.

„Konkurrenzkampf um die besten Köpfe“

Mit diesem Wachstum wird auch die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften im Gesundheitswesen weiter steigen. Im Moment ist der Wirtschaftsstandort noch von der Produktion geprägt. Durch das Universitätsklinikum wird sich dies ändern. „Wir benötigen andere Fachkräfte“, zog auch Peter Saalfrank, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, sein Fazit. „Es wird einen Konkurrenzkampf um die besten Köpfe geben“, erklärte auch Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben.

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Um diese neuen Stellen zu besetzten, schlugen die Experten verschiedene Maßnahmen vor. Wichtig sei dabei, so auch der Konsens der betroffenen Akteure, in den Köpfen der Menschen zu verankern: Augsburg wird ein Medizinstandort der Zukunft. Auspendler in der Stadt halten sowie inländische und ausländische Fachkräfte in die Region holen, sollen Schwerpunkte werden. Aber auch der Aufbau von Netzwerken mit Bezug zum Gesundheitswesen sowie eine Image- und Marketingstrategie für Messe-und Kongresstourismus sehen die Gutachter als unabdingbar an.

Wohnraummangel wird weiter Thema bleiben

Mit den zusätzlichen Stellen wird sich jedoch auch der Druck auf den Wohnungsmarkt weiter verstärken. Die Stadt geht bereits jetzt mit einer Wohnraumoffensive gegen die vorherrschenden Probleme an. Die Ergebnisse der Studie sollen nun weiteren Einblick liefern, welche Art von Immobilien in Zukunft benötigt werden. Heinz Liebert, Stellvertreter des Augsburger Landrats, gab zu bedenken, dass es vielleicht nicht unbedingt die Einfamilienhäuser seien, die stärker nachgefragt werden. Man müsse sich überlegen, vielleicht mehr in die Höhe zu bauen und stattdessen mehr Apartments zu schaffen.

Flächendruck: Gewerbe findet wenig Platz nahe der Uniklinik

Gedanken müssen sich die Akteure auch um die Gewerbeflächen machen. Das Areal um die Uniklink herum bietet nicht mehr viel Platz. Doch gerade hier könnten Synergie-Effekte genutzt werden, wie die Studie zeigt. Dieser Flächendruck wird sich zudem auch auf die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg ausweiten. Landrat Klaus Metzger erklärte dazu, dass sowohl die vorhandenen wie neuen Gebiete an den bestehenden Verkehrsadern weiterentwickelt werden müssen. Interessant seien dabei nicht nur die großen (Produktions-)Flächen, sondern gerade auch die kleinräumigen Areale für kleine Unternehmen.

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