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Signet „Bayern barrierefrei“ für zwei Augsburger Einrichtungen
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Großes Engagement

Signet „Bayern barrierefrei“ für zwei Augsburger Einrichtungen

 Der Verein BeiAnrufAuto hat das Signet „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!“ erhalten. Foto: StMASFI

Augsburg wird zunehmend barrierefrei: So konnte Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger erst kürzlich zwei Augsburger Institutionen das Signet „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!“ übergeben. Neben dem Fugger und Welser Erlebnismuseum hat auch der Verein BeiAnrufAuto e.V. das entsprechende Signet erhalten.

Ziel des Vereins ist es, Menschen mit Behinderung mobil zu machen. „Deshalb ist der Verein BeiAnrufAuto ein besonders wichtiger Baustein auf dem Weg zur Barrierefreiheit. Denn er ermöglicht Menschen mit Behinderung im Raum Augsburg, Termine wahrzunehmen, zu Veranstaltungen zu kommen oder einen Arzt zu besuchen“, erläuterte Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger bei der Übergabe des Signets an den Vorsitzenden Matthias Reinsch in Augsburg.

Signet für Verein „BeiAnrufAuto“

Thorsten Frank, zweiter Vorsitzender von BeiAnrufAuto schildert, wie es zur Idee kam, Menschen mit Mobilitätseinschränkung mobiler zu machen: „Das Anliegen war es, einfach mehr Lebensqualität auch für Rollifahrende zu ermöglichen. Dies ist nun bis zu acht Mal günstiger und flexibler als zuvor möglich. Die Fahrzeuge sind dabei so einfach wie alle anderen Fahrzeuge des Vereines buchbar. Auch Familien holen nun einfach mal die Oma im Rollstuhl mit dem Fahrzeug ab.“ BeiAnrufAuto stellt ein Fahrzeug zur Verfügung, das mit wenigen Handgriffen zur Mitnahme eines Rollstuhlfahrenden umgebaut werden kann. Das Besondere: Partner des Vereins organisieren auch einen ehrenamtlichen Fahrer, wenn dieser benötigt wird.

Komplett barrierefreies Museum

Ebenso bekam das Augsburger Fugger und Welser Erlebnismuseum das Signet „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!“ verliehen. Durch einen ebenen Eingang werden im Museum allen die Türen geöffnet und durch die gut befahrbaren Wege sowie einen Aufzug wurden erste Maßstäbe gesetzt, Barrieren abzubauen. Zusätzlich wurden alle Medienstationen des Museums auch für Rollstuhlfahrer zugänglich gemacht.

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„Gerade Menschen mit Sehbehinderungen können in diesem Museum ganz eigene Eindrücke sammeln: Hörstationen vermitteln Informationen, es gibt Gewürze, an denen die Besucher riechen können und Ausstellungsstücke, die angefasst werden dürfen. Dass hier Kultur auch für Menschen mit Sehbehinderung lebendig vermittelt wird, ist ein wirklich beachtlicher Beitrag zum Abbau von Barrieren in Bayern“, so Hintersberger.

Geschichte sollte für ein breites Publikum erlebbar und begreifbar gemacht werden

Tourismusdirektor Götz Beck betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig dem Fugger und Welser Erlebnismuseum Barrierefreiheit ist: „Unser Ziel war es von Beginn an, Geschichte für ein breites Publikum erlebbar und begreifbar zu machen, im wahrsten Sinne des Wortes. Im Museum werden alle Sinne angesprochen, was nicht nur Lerneffekt und Unterhaltungswert erhöht, sondern auch Menschen mit Behinderung zugutekommt. Das alles ist Teil moderner musealer Vermittlung, die wir in Deutschland als eines der ersten Museen mit technisch anspruchsvollem Storytelling konsequent umgesetzt haben.“

Bei der Signetverleihung im Fugger und Welser Erlebnismuseum. Foto: StMAS

Bei der Signetverleihung im Fugger und Welser Erlebnismuseum. Foto: StMAS

 

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