Produktionsstopp des A380 von Airbus

Premium Aerotec in Augsburg: Unsichere Zukunft für Beschäftigte

Premium Aerotec Werk Augsburg. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Airbus gab kürzlich das Aus für die A380 bekannt. Das wirkt sich auch auf seine Tochter Premium Aerotec in Augsburg aus. Auch Donauwörth ist betroffen.

Die Beschäftigten von Airbus und seiner Tochter Premium AEROTEC haben das Aus für die A380 am Donnerstag erfahren. Nun herrscht Unklarheit über die Zukunft für die Beschäftigten – gerade in Augsburg, aber auch in Donauwörth.

Produktionsstopp verstärkt bereits bestehende Schwierigkeiten

Gerade erst waren die Produktionsraten für den Riesenflieger deutlich gesenkt worden. „Wir haben schon jetzt große Schwierigkeiten, die betroffenen Beschäftigten in anderen Programmen zu beschäftigen“, so Sebastian Kunzendorf, Betriebsratsvorsitzender von Premium AEROTEC in Augsburg. Die Nachricht von der Einstellung des A380-Programmes verstärke diese Schwierigkeiten.

„Wir erwarten vom Airbus-Management und von der Premium AEROTEC schnelle Entscheidungen für eine Weiterentwicklung des Standortes und dass es auch über 2020 hinaus zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen darf“, so Kunzendorf weiter.

Premium Aerotec ist 100-prozentige Tochter

Auch bei Airbus Helicopters in Donauwörth wird sich der Programmstopp für die A380 negativ auswirken, sollte es nicht kurzfristig gelingen, neue Arbeitspakete an den Standort zu holen. Besonders ernst ist die Situation aber bei Premium AEROTEC (PAG), eine 100-prozentige Airbus-Tochter. „PAG kann nicht einfach andere Airbus-Arbeitspakete reinholen, das entscheidet der Shareholder Airbus“, so Michael Leppek, Geschäftsführer der IG Metall Augsburg.

Von Airbus erwartet Leppek für PAG die Vergabe von Airbus-Arbeitspakten, gegebenfalls durch Zurückholung von fremdvergebenen Teilen und eine langfristige Auslastungszusage für die PAG. Bislang ist aber völlig offen, wie sich der Produktionsstopp der A380 auf Augsburg auswirkt.

Tausende Stellen betroffen

Airbus kündigt für die nächsten Wochen Gespräche mit den Sozialpartnern an. Das Beenden der Produktion betreffe in den nächsten drei Jahren 3.000 bis 3.500 Stellen. Nach Darstellung des Unternehmens werden sich durch den aktuellen Produktionshochlauf bei der A320 und die Bestellung neuer Großraumflugzeuge durch Emirates zahlreiche Möglichkeiten für interne Stellenwechsel ergeben.

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