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Zwischen der B17, der B2 und der A8, angebunden an das Schienennetz, liegt das Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg. Seit 2023 wird im GVZ ein neues Umschlagsterminal gebaut. Mitte 2027 soll es in Betrieb gehen. Das GVZ hat nun seine Tüten geöffnet, um über den Baufortschritt zu informieren und um über die Rolle des Logistikstandorts zu diskutieren.
Die Nachfrage nach dem neuen Umschlagterminal und die damit wachsenden Kapazitäten ist groß. Laut Ruby van der Sluis, Geschäftsführerin der Lokomotion Gesellschaft für Schienentraktion mbH, werden nicht nur regionale, sondern auch nationale und internationale Transporte, etwa nach Italien, angefragt. „Ein neues Terminal ist jedoch nur so gut wie seine Anbindung: Entscheidend sind ausreichende Trassenkapazitäten in Nord-Süd-Richtung sowie Gleiskapazitäten zur Zwischenabstellung und für zukünftige Wachstumsszenarien“, sagt van der Sluis.
Rund 62.000 Ladeeinheiten pro Jahr sollen im neuen Terminal einmal umgeschlagen werden. Allerdings kann es in einem zweiten Schritt auf bis zu 100.000 Ladeeinheiten mit vier Umschlaggleisen, zwei Zugbildungsgleisen und zwei Portalkränen ausgebaut werden.
Momentan findet der Umschlag noch im vier Kilometer entfernten Containerterminal in Augsburg-Oberhausen statt, mit einer Kapazität von 24.000 Ladeeinheiten. Damit entstehen mit dem neuen Terminal im GVZ 2,5- bis vierfache Kapazitäten.
Das neue Umschlagsterminal wird über ein neues Zuführgleis direkt mit dem Rangierbahnhof Augsburg verbunden. Zudem ist es über die B17 und A8 direkt erreichbar.
Betrieben wird das Terminal künftig von der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) mbH. „Mit Augsburg-Gersthofen nehmen wir ein neues Terminal für den Kombinierten Verkehr mit teilautomatisierten Betriebsabläufen in Betrieb und schließen damit eine Lücke zwischen unseren Standorten in Ulm und München-Riem“, erklärt Andreas Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung. Augsburg biete damit einen effizienten Zugang zum System Schiene mit kurzen Durchlaufzeiten und niedrigen Prozesskosten.
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Auch Ferdinand Kloiber, Geschäftsführer der Kloiber GmbH, sieht den Vorteil des Lückenschlusses für sein Logistikunternehmen. „Dadurch verkürzen sich die Vor- und Nachlaufstrecken erheblich – Transporte werden effizienter, wirtschaftlicher und zugleich umweltfreundlicher“, sagt er. Für die IHK Schwaben trägt das neue Terminal zur Wettbewerbsfähigkeit der Region bei.