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Die Digitalisierung in Krankenhäusern soll Abläufe effizienter machen und die Bedingungen für Mitarbeitende sowie Patientinnen und Patienten verbessern. Dafür stellen Bund, Länder und Krankenhausträger über das Krankenhauszukunftsgesetz Fördermittel in Höhe von rund 4,3 Milliarden Euro bereit. Die Wertachkliniken in Bobingen im Landkreis Augsburg nutzen einen Teil dieser Gelder für neue Spot-Monitore auf den Normalstationen. Die Geräte unterstützen Pflegekräfte bei der täglichen Erfassung und Dokumentation von Vitalwerten wie Blutdruck, Puls oder Sauerstoffgehalt des Blutes.
Bislang mussten Pflegekräfte die gemessenen Werte zunächst handschriftlich notieren. Anschließend wurden die Daten am Stationsstützpunkt in den Computer übertragen. Die neuen Spot-Monitore speichern die Werte direkt digital im Krankenhaus-Informations-System der Wertachkliniken.
Dadurch entfallen zwei manuelle Arbeitsschritte. Die Pflegekräfte identifizieren sich zu Beginn eines Rundgangs mit dem Barcode auf ihrem Namensschild. Die Zuordnung der Messungen erfolgt anschließend über den Barcode auf dem Patientenarmband. Tipp- und Lesefehler sollen damit vermieden werden. „Bei der Digitalisierung gibt es wohl nur wenige Maßnahmen mit einem derart positiven Preis-Leistungs-Verhältnis, die auch die Anwendenden im Alltag so schnell von ihrem Nutzen überzeugen“, betont Klinikvorstand Martin Gösele.
Die neuen Geräte übertragen die gemessenen Werte direkt über das klinikinterne medizinische Netzwerk in das Krankenhaus-Informations-System. Dadurch stehen die Daten bereits wenige Minuten nach der Messung zur Verfügung. „Der Spot-Monitor überträgt die gemessenen Werte über unser klinikinternes, medizinisches Netzwerk direkt in das Krankenhaus-Informations-System“, erklärt Pflegedienstleiter und Projektleiter Daniel Hierl. Ärztinnen und Ärzte können die Werte direkt bei der Visite oder im Arztzimmer auf dem Tablet abrufen. Zuvor waren die Informationen oft erst später im Verlauf einer Schicht verfügbar. Auch aus Sicht der Pflegekräfte bringt die neue Technik Vorteile im Arbeitsalltag. Das sieht auch Pflegekraft Martina Maier. „Anstatt der pumpenden Manschette zuzusehen oder Messwerte in den Computer einzugeben, nehme ich mir lieber etwas mehr Zeit für meine Patientinnen und Patienten“, so Maier.
Ein weiterer Vorteil der Spot-Monitore liegt in der Blutdruckmessung. Die Geräte messen den Blutdruck bereits während des Aufpumpens der Manschette. Sobald der individuelle Wert erreicht ist, wird die Luft wieder abgelassen.
Der Zeitgewinn bei einzelnen Patientinnen und Patienten ist nach Aussagen der Wertachkliniken zwar gering, über den gesamten Stationsalltag hinweg werde die Ersparnis jedoch deutlich spürbar. Zudem soll die individuell angepasste Messung für die Patientinnen und Patienten angenehmer sein.