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Nächste Sanierungsphase für Autohaus Brunnhuber beginnt
Insolvenzverfahren

Nächste Sanierungsphase für Autohaus Brunnhuber beginnt

Archivbild. Das Autohaus Brunnhuber in Augsburg. Foto: Autohaus Brunnhuber
Archivbild. Das Autohaus Brunnhuber in Augsburg. Foto: Autohaus Brunnhuber

Das Amtsgericht Augsburg hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zum 1. November 2026 offiziell eröffnet. Ein vielversprechender Investor sei bereits in Sicht. Die Details.

Seit dem 1. November 2026 läuft beim Amtsgericht Augsburg das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über die Franz Brunnhuber Automobile GmbH & Co. KG. Unter Begleitung der Planer & Kollegen GmbH geht der Betrieb am Standort in der Hessenbachstraße 63 weiter. Parallel werde ein passender Investor gesucht, der dem Unternehmen eine dauerhafte Zukunft sichern soll.

Ältere Leasingverträge belasteten die Finanzen

Das Unternehmen hat Ende August 2026 die Eröffnung des Verfahrens beantragt und befand sich seit Anfang September in vorläufiger Eigenverwaltung. Als Hauptgrund für die finanziellen Schwierigkeiten nannte das Autohaus damals Fahrzeuge aus älteren Leasingverträgen. Diese hätten sich teils nur zu Preisen unterhalb der ursprünglich kalkulierten Rücknahmewerte verkaufen lassen. Mit der nun erfolgten Eröffnung des Verfahrens tritt die Sanierung in ihre nächste Phase.

Verhandlungen mit Interessenten weit fortgeschritten

Im Zentrum stehe dabei die Suche nach einem Investor, der Autohaus Brunnhuber langfristig absichern soll. Erste Gespräche mit einem Partner aus der Automobilbranche soll es bereits vor dem Antrag gegeben haben. Inzwischen seien die Verhandlungen weit, dass ein Abschluss zeitnah erwartet werde. Namen möglicher Investoren werden derzeit allerdings noch nicht öffentlich gemacht. Sanierungsexperte Thomas Planer, Geschäftsführer von Planer & Kollegen, zeigt sich zuversichtlich: „Nachdem sich nun eine klare Richtung für die Zukunft des Autohauses abzeichnet, konzentrieren wir alle Kräfte darauf, den Sanierungsprozess zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen.“ Angestrebt werde „eine wirtschaftlich tragfähige Lösung, die den Interessen aller Beteiligten bestmöglich gerecht wird“. Dabei gehe es vor allem um die Inhaberin, die Belegschaft und den Fortbestand des Familienunternehmens in der Region.

Sanierung im Jubiläumsjahr

Die Sanierung fällt in das Jubiläumsjahr des Autohauses, das 1926 gegründet wurde und damit seit 100 Jahren besteht. Das Tagesgeschäft verantwortet weiterhin die Geschäftsführung um Gabriele Brunnhuber, die dabei von den Fachleuten von Planer & Kollegen unterstützt werde. Fahrzeugverkauf, Werkstatt, Service und Teilevertrieb stehen Kundinnen und Kunden während des Verfahrens weiterhin zur Verfügung. Ziel sei es, den Standort dauerhaft zu sichern und von den 54 Arbeitsplätzen so viele wie möglich zu bewahren.

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