Herstellung von medizinischen Laborprodukten

Nachfrage bei Kuka aufgrund von Corona rasant gestiegen

Die Corona-Krise hat in vielen Betrieben zur Kurzarbeit und Existenzängsten geführt. Es gibt jedoch auch Unternehmen, die als „Gewinner“ in der Krise gelten. Bei Kuka ist die Nachfrage durch Corona rasant gestiegen.

Seit mehreren Jahren sind Kuka Roboter fester Bestandteil in der Herstellung medizinischer Laborprodukte aus Kunststoff bei der Ritter GmbH. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Nachfrage gestiegen. Im Eiltempo kommen nun sieben weitere Spritzgieß-Anlagen mit Kuka Robotern dazu.

Roboter in Produktion einsetzen

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„Wir produzieren unter höchsten Hygienestandards. Unseren Produkten darf nichts anhaften, was die Tests im Labor verfälschen könnte. Das war für uns einer der Beweggründe, Roboter in unserer Produktion einzusetzen“, sagt Ralf Ritter, der zusammen mit seinem Bruder Frank Ritter das in Schwabmünchen ansässige Unternehmen in zweiter Generation führt.

Kapazität wird vervielfacht

In ihren Spritzgießanlagen fertigen die Kunststoff-Spezialisten medizinisches Verbrauchsmaterial, das zum Beispiel in Laboren zum Einsatz kommt, wenn Flüssigkeiten wie Blut analysiert werden müssen. Der Roboter entlädt die Anlage, legt das fertig gegossene Teil in ein Prüfsystem und anschließend auf das Fließband. Produziert werden sogenannte Mikrotiterplatten und Pipettenspitzen, um die Handhabung der Testflüssigkeiten zu übernehmen. „Die Nachfrage nach unseren Produkten ist in den vergangenen Wochen unglaublich gestiegen. Wir vervielfältigen jetzt unsere Kapazität, um deutsche und europäische Labore und Fachhändler ausreichend mit Material versorgen zu können", sagt Ritter.

Mitte Juni soll die Inbetriebnahme starten

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Das geht nur, weil sich das Unternehmen 2019 dazu entschieden hat, den Medizin-Zweig strategisch zu fokussieren und eine 6.500 Quadratmeter große Produktionshalle zu bauen. Bis Mitte Juni sollen alle Anlagen stehen und in Betrieb genommen sein. Ein solches Projekt umfasst unter normalen Umständen rund 30 Wochen Realisierungszeit. Jetzt war es in nur drei Wochen zu stemmen. „Dieses Eiltempo war nur möglich, weil die Kuka Roboter schnell lieferbar waren und die SAR Group durch eine hohe Flexibilität in der Lieferkette zusätzliche Kapazitäten geschaffen hat, um die Anlagen so schnell zu konzipieren und umzusetzen“, sagt Ritter, der in seinem Unternehmen mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt.

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