Baubeginn ab Herbst 2019

Münchner Architekt baut Umweltbildungszentrum Augsburg

So soll das Umweltbildungszentrum aussehen. Foto: Architektenbüro Hess/Talhof/Kusmierz
Im Botanischen Garten in Augsburg soll ein Umweltbildungszentrum (UBZ) entstehen. Überzeugt hat nun das zweitplatzierte Münchner Büro Hess/Talhof/Kusmierz mit einem deutlich verbesserten Entwurf. Mit Zustimmung des Umweltausschusses wird dieser nun weiter geplant.

„Es verläuft alles nach Plan“, so Umweltreferent Reiner Erben. Allerdings wird nach den Auftragsverhandlungen nicht der Siegerentwurf aus dem Architektenwettbewerb sondern das zweitplatzierte Büro Hess/Talhof/Kusmierz mit weiteren Planung beauftragt.

„Deutlich verbesserter Entwurf“ konnte überzeugen

„Die Architektur des Entwurfs des Münchner Büros stand bei allen Jurymitgliedern von Anfang an hoch im Kurs. Allerdings gab es einige Punkte, die Fragen offen ließen. Bei den Auftragsverhandlungen mit den drei Preisträgern überzeugten Hess/Talhof/Kusmierz dann mit einem deutlich verbesserten Entwurf“, so Reiner Erben. Daher habe das Auswahlgremium den Stadträten im zuständigen Bauausschuss empfohlen, die Münchner Architekten damit zu beauftragen, die Realisierung ihres Entwurfs weiter zu planen. „Dieser Empfehlung wurde auch im Umweltausschuss zugestimmt“, so Erben.

„Das UBZ wird das Zuhause für die Umweltstation Augsburg“

Dass Umweltbildung in Augsburg nötig ist, davon ist Umweltreferent Reiner Erben überzeugt: „Das UBZ wird das Zuhause für die Umweltstation Augsburg, die bisher kein eigenes Gebäude hat. Das UBZ wird aber auch der Nukleus sein von Umweltbildung beziehungsweise Bildung für Nachhaltige Entwicklung und der darin aktiven Vereine und Organisationen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Themen im Umweltschutz, wie Klimawandel, Insektensterben oder Landverbrauch, brauchen wir als Umweltstadt eine solche Institution, die das Bewusstsein für die Bedeutung intakter Landschaften schärft“, erklärt der Umweltreferent.

Geplanter Abschluss der Bauarbeiten in der zweiten Jahreshälfte 2020

Spätestens im März 2018 soll klar sein, was das Gebäude kosten wird. Dann geht es gemeinsam mit auf die Suche nach Förder- und Sponsorengeldern. Da es sich bei dem UBZ um ein Leuchtturmprojekt der amtierenden Rathaus-Koalitionen handelt, sind im städtischen Haushalt in den Jahren 2018 bis 2020 bereits rund vier Millionen Euro fest eingeplant. Einem Baubeginn ab Herbst 2019 steht damit auch bei ausbleibenden Fördermitteln nichts mehr im Wege. Ziel ist, dass das UBZ in der zweiten Jahreshälfte 2020 fertiggestellt ist.

„Ein Großprojekt, das Augsburg in naher Zukunft beschäftigen wird“

„Das Zentrum steht für die wilde, dynamische Natur. Die Fassade symbolisiert den Rahmen, den wir Menschen der Natur setzen. Damit skizziert der Gebäudegrundriss perfekt eine der grundsätzlichen Fragestellungen, mit der wir uns in unserer Umweltbildungsarbeit befassen: Wieviel Natur wollen und brauchen wir?“, so Nicolas Liebig, Geschäftsführer der Umweltstation. Das Gebäude soll ein Stockwerk umfassen und wird eine schlichte, rechteckige Form in Holzbauweise haben. Das Foyer im Innenraum teilt das das Gebäude in drei Raumkomplexe auf.

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