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Rolls-Royce möchte seine Position im asiatischen Bahnmarkt ausbauen. Der Konzern liefert 33 mtu-Motoren an die staatliche Korea Railroad Corporation (KORAIL). Der südkoreanische Schienenfahrzeughersteller Romansys integriert die Motoren in neue Güterzuglokomotiven. Die ersten 30 Motoren wurden bereits ausgeliefert.
Die neuen Lokomotiven ersetzen bestehende Diesellokomotiven. Sie sollen zur Modernisierung des südkoreanischen Güterverkehrs beitragen. Eingesetzt werden sie vor allem auf der zentralen Strecke zwischen Seoul und Busan. Die Verbindung gehört zu den wichtigsten Güterverkehrsstrecken des Landes. Andreas Görtz, President Business Unit Mobile & Sustainable bei Rolls-Royce Power Systems, freut sich auf die erneute Zusammenarbeit mit Korail und Romansys, „Diese Motoren erfüllen moderne Emissionsstandards und bieten gleichzeitig die notwendige Leistung und Zuverlässigkeit für die Anforderungen des heutigen Güterverkehrs bei maximaler Betriebseffizienz“, erklärt Görtz.
Mit der Baureihe 4000R setzt Korail erstmals auf diese Motorengeneration. Bereits seit 1987 kommen mtu-Motoren von Rolls-Royce bei dem staatlichen Bahnbetreiber zum Einsatz. Damals hieß das Unternehmen noch MTU Friedrichshafen, geliefert wurden Motoren der Baureihen 183 und 396. Sie kamen unter anderem in den Dieselhydraulikfahrzeugen des Saemaul-Zuges zum Einsatz. Er wurde zwischen 1987 und 1993 eingeführt. Die aktuelle Bestellung setzt diese Zusammenarbeit fort. Rolls-Royce und Korail verbindet damit eine langjährige Partnerschaft im Bahnbereich.
Für die technische Betreuung der Motoren ist der südkoreanische Distributor Mest zuständig. Das Unternehmen übernimmt den Service vor Ort und möchte damit eine umfassende Betreuung sicherstellen. Mest ist ein 2016 gegründetes Joint Venture von Enst Co. und Rolls-Royce Solutions Asia. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern soll schnelle Reaktionszeiten und technisches Know-how vor Ort ermöglichen. Diese Servicequalität war laut Rolls-Royce ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung für die mtu-Motoren.