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Um die medizinische Versorgung reibungsloser zu gestalten, hat das Universitätsklinikum Augsburg rund 35 Millionen Euro in einen Neubau investiert. Unmittelbar vor der Zentralen Notaufnahme entsteht derzeit ein ambulantes Operationszentrum. Die neue Einrichtung soll planbare Eingriffe bündeln und so die OP-Säle im Hauptgebäude entlasten.
Der Komplex wird in Modulbauweise realisiert und wird vier Operationssäle umfassen. Darin sollen vorrangig Disziplinen wie die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde, Dermatologie sowie die Unfall- oder Neurochirurgie untergebracht werden. Laut dem zuständigen Projektmanager Marcus Murnauer richte sich das Angebot primär an Personen, deren Eingriffe gut planbar seien und die im Anschluss auf ein stabiles häusliches Umfeld zurückgreifen könnten. Die Aufnahme des regulären Betriebs ist nach aktuellen Plänen für Ende August 2027 geplant.
Mit dem ambulanten OP-Zentrum reagiere das UKA auf die Entwicklung im Gesundheitssystem, ambulante Behandlungen stärker von der stationären Zentralversorgung zu trennen. Bislang komme es im Klinikalltag häufig vor, dass fest terminierte Eingriffe aufgrund von akuten Notfällen kurzfristig verschoben werden müssten. Durch die räumliche Auslagerung in ein spezialisiertes Zentrum ließen sich derartige Routineabläufe künftig reibungsloser organisieren, was gleichzeitig die generelle Zufriedenheit der Behandelten steigern soll.
Die Verlagerung von Routineoperationen werde sich auch positiv auf stationäre Behandlungen auswirken. Indem Kapazitäten in den bisherigen Sälen frei werden, stehe dort mehr Raum für aufwendige Eingriffe aller medizinischer Fachbereiche zur Verfügung. Dies betreffe beispielsweise Behandlungen, bei denen roboterassistierte Systeme wie der OP-Roboter DaVinci zum Einsatz kommen. Murnauer ordnet die Investition als logischen, nächsten Schritt der bereits erwähnten Entwicklung ein: „In einem Gesundheitswesen, in dem die Kosten ständig steigen, ist eine Professionalisierung der Ambulantisierung ein notwendiger Schritt, um Effizienzpotentiale zu heben und eine optimale Versorgung sowohl für ambulante Patientinnen und Patienten, aber auch komplexe universitäre Fälle und Notfälle zu ermöglichen.“