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Hunderte Mitarbeiter waren gekommen, um gemeinsam für den Erhalt des angeschlagenen Druckmaschinen-Herstellers manroland zu demonstrieren. Sie sind sprichwörtlich auf die Straße gegangen und haben eine Menschenkette um das manroland-Werk gebildet. Von Tor 4 entlang der Riedingerstraße bis zu Tor 1, in der Heinrich von Buz-Straße, haben sich die Mitarbeiter der manroland und ihre Familien aufgereiht, mit Fackeln und Schriftzügen ausgestattet. Zuvor rief die Bevollmächtigte der IG Metall Augsburg, Christiane de Santana, dazu auf, gemeinsam für die manroland zu kämpfen. Erneut griff sie die beiden Gesellschafter der manroland, allen voran die Allianz, scharf an.
Der Protest wird auch im neuen Jahr fortgeführt
Ins Leben gerufen wurde diese Aktion von der IG Metall Augsburg und der manroland Vertrauens-Körperleitung. Es ist nur eine von vielen Kundgebungen, die geplant sind, um sich für den Erhalt der Arbeitsplätze in Augsburg stark zu machen. Am 01. Dezember 2011 fand bereits eine Protest-Kundgebung vor dem MAN-Werk in Augsburg (B4BSCHWABEN berichtete) statt. Damals rief die IG Metall die beiden Anteilseigner der manroland, die Allianz Tochtergesellschaft ACP und die MAN, dazu auf, endlich zu reagieren und die durch die Insolvenz der manroland bedrohten Arbeitsplätze zu sichern. Auch Politiker wie der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP), der zu einem Krisengespräch Ende November extra nach Augsburg gekommen war (B4BSCHWABEN berichtete), nahmen die beiden Gesellschafter in die Verantwortung.
manroländer statten der Allianz in München einen „Besuch“ ab
Heute vor knapp einer Woche, am 12. Dezember 2011, machten sich zwei MAN Busse auf zur Aufsichtsrats-Sitzung der Allianz nach München. Zur Verärgerung der manroländer ließ sich aber keiner der Allianz-Aufsichtsräte blicken. Wie Christiane de Santana ankündigte, wird die heutige Aktion nicht die letzte gewesen sein. Auch im neuen Jahr möchte man die Allianz wieder in München „besuchen“. Vielleicht gelingt es dann, „sie auch aus ihren dunklen Löchern zu holen“, wie es de Santana auf der Protestkundgebung Anfang Dezember formulierte.
Zum Hintergrund
Die manroland hatte Ende November den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Augsburg eingereicht. Seitdem bangen die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Auch wenn mit der Ernennung von Werner Schneider ein in der Region erfahrener Insolvenzverwalter nun die Geschäfte der manroland übernommen hat und wenn manroland ein Massekredit gewährt wurde, ist die Zukunft des Augsburger Druckmaschinen-Herstellers ungewiss. Bis jetzt steht kein Investor für die manroland in Aussicht.