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Kommunalwahlen: Schwäbische Wirtschaft erhöht den Druck auf die Politik
IHK und HWK

Kommunalwahlen: Schwäbische Wirtschaft erhöht den Druck auf die Politik

Symbolbild. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen in den bayerisch-schwäbischen Gemeinden, Städten und Landkreisen, stehen fest. Foto: stock.adobe.com / Christian Schwier
Symbolbild. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen in den bayerisch-schwäbischen Gemeinden, Städten und Landkreisen, stehen fest. Foto: stock.adobe.com / Christian Schwier

Stichwahlen entschieden, Mandate vergeben – jetzt müsse zügig gehandelt werden, betonen die IHK und Handwerkskammer Schwaben. Im Fokus stehen Bürokratieabbau, Flächen und Fachkräfte.

Nach Abschluss der Kommunalwahlen in Bayerisch-Schwaben haben sich sowohl die Industrie- und Handelskammer (IHK) als auch die Handwerkskammer (HWK) mit Glückwünschen an die neu gewählten kommunalen Entscheidungsträger gewandt – verbinden diese jedoch mit klaren Erwartungen an die zukünftige Politik vor Ort.

IHK-Präsident Reinhold Braun betont die unmittelbare Bedeutung der Kommunalpolitik für die Wirtschaft: „Die Bürgerinnen und Bürger haben entschieden. Wir gratulieren allen Siegerinnen und Siegern zu ihrer Wahl und wünschen ihnen in den kommenden sechs Jahren viel Glück und Erfolg.“ Gleichzeitig verweist Braun darauf, dass wirtschaftliche Rahmenbedingungen maßgeblich auf kommunaler Ebene gestaltet werden – etwa in Rathäusern und Landratsämtern.

Von Flächen bis Fachkräfte: die wichtigsten Forderungen

Im Fokus der IHK-Mitgliedsunternehmen stehen dabei insbesondere fünf zentrale Handlungsfelder: Infrastruktur und Standortfaktoren, eine moderne Verwaltung, Finanzen und Steuern, Bildung und Fachkräftesicherung sowie Innenstadt- und Flächenentwicklung. Diese Themen seien entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Region und damit für deren wirtschaftlichen Wohlstand.

Die IHK Schwaben will deshalb den Dialog zwischen Wirtschaft und Kommunalpolitik weiter intensivieren. Grundlage dafür seien unter anderem das Arbeitsprogramm „Wirtschaft beginnt mit WIR“ sowie die Positionspapiere der elf Regionalversammlungen. Ziel sei ein gemeinsames Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge und ein konstruktiver Austausch – gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.

Auch die Handwerkskammer Schwaben sieht nach den teilweise knappen Stichwahlen nun vor allem eines: Handlungsbedarf. „Jetzt, nachdem alle Entscheidungen gefallen sind, heißt es: zügig für klare Verhältnisse sorgen und schnell an die Arbeit machen“, erklärt HWK-Präsident Hans-Peter Rauch. Das Handwerk erwarte eine verantwortungsvolle und vorausschauende Kommunalpolitik mit mittelstandsfreundlichen Rahmenbedingungen.

Zehn-Punkte-Plan für mittelstandsfreundliche Kommunen

Um diese Erwartungen zu konkretisieren, hat die HWK einen Zehn-Punkte-Katalog vorgelegt. Zentrale Themen sind dabei unter anderem ausreichend verfügbare und bezahlbare Gewerbeflächen, schnellere und digitalisierte Baugenehmigungsverfahren sowie eine mittelstandsfreundliche Vergabe öffentlicher Aufträge. Auch verlässliche kommunale Steuern und Abgaben, ein koordiniertes Verkehrs- und Baustellenmanagement sowie praxistaugliche Lösungen für Parkraum und Lieferzonen stehen auf der Agenda.

Darüber hinaus fordert das Handwerk Fortschritte bei der Digitalisierung der Verwaltung, praktikable und technologieoffene Klimaschutzvorgaben sowie Investitionen in die berufliche Bildungsinfrastruktur. Nicht zuletzt spielen auch die kommunale Wirtschaftsförderung und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung eine zentrale Rolle – etwa durch bezahlbaren Wohnraum und gute Betreuungsangebote.

Gemeinsames Ziel: Wettbewerbsfähiger Standort Schwaben

„Ein starkes Handwerk mit seinen regional verwurzelten Unternehmen ist für Schwaben von enormer Bedeutung“, betont Rauch. Die Handwerkskammer stehe den Kommunen dabei als Partner zur Seite. Klar ist für beide Kammern: Die kommenden sechs Jahre werden entscheidend dafür sein, wie sich der Wirtschaftsstandort Schwaben weiterentwickelt.

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