Tipps vom Experten

Kinderbetreuung und Corona: Was berufstätige Eltern wissen müssen

Wegen der Corona-Pandemie kommt es in Bayerisch-Schwaben oft zu Einschränkungen in Schulen und Kindergärten. Die Arbeitsrechtsexpertin der IHK Schwaben, Anita Christl, erklärt die rechtliche Lage für Kinderbetreuung während Corona.

Die Ferien sind zu Ende. Der Betrieb in Schulen und Kitas läuft wieder. Wegen der Corona-Pandemie kommt es in Bayerisch-Schwaben jedoch vielerorts bereits zu Einschränkungen: Ganze Klassen stehen unter Quarantäne, Erzieher und Lehrer fallen aus, einzelne Kinder können wegen Erkältungssymptomen nicht betreut werden. Dabei stehen der Herbst und die Erkältungszeit erst noch bevor. Berufstätige Eltern und deren Arbeitgeber suchen daher nach Lösungen bei der Kinderbetreuung. Anita Christl, Arbeitsrechtsexpertin der IHK Schwaben, erklärt, welche Rechten und Pflichten beide Seiten haben.

Wann Eltern der Arbeit wegen Kinderbetreuung fernbleiben dürfen

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Auf die Frage, ob Eltern der Arbeit fernbleiben können, wenn das Kind nicht in die Kita oder Schule darf, betont Christl, dass es auf die Situation ankomme. Grundsätzlich können berufstätige Eltern sogenannte Kinderkrankheitstage in Anspruch nehmen, um den Nachwuchs zuhause zu betreuen – sofern das Kind unter zwölf Jahre alt ist und keine andere Betreuungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Der Anspruch darauf wurde wegen der Corona-Pandemie im August sogar noch einmal ausgeweitet. Standen gesetzlich versicherten Eltern bislang im Jahr zehn dieser Tage zu, sind es nun 15. Bei Alleinerziehenden sind es 30 statt 20 Tage. „Allerdings greift diese Möglichkeit nur dann, wenn das Kind tatsächlich krank ist“, betont die Expertin. Es muss eine Bestätigung des Arztes vorliegen. Fällt die Betreuung aus anderen Gründen weg – wegen einer Quarantäne-Maßnahme oder der Erkrankung eines Lehrers oder Betreuers – können keine Kinderkrankheitstage genommen werden.

Diese Rechte haben die Eltern

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Wenn Kitas oder Schulen wegen der aktuellen Corona-Regelungen geschlossen werden oder die Betreuung wegbricht, sei die Situation jeweils im Einzelfall zu bewerten. „Eine klare, einheitliche Lösung gibt es derzeit nicht“, sagt Christl. Selbst im Quarantänefall können Eltern ihre Kinderkrankheitstage nur dann nehmen, wenn das eigene Kind auch tatsächlich erkrankt ist. In anderen Fällen greift unter Umständen die Regelung, wonach der Arbeitnehmer für eine „verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit“ von der Arbeit fernbleiben kann. „Wir empfehlen Betroffenen in diesen Fällen, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen und gemeinsam Lösungen auszuloten“, sagt Christl.

Eltern haben kein Recht auf Home-Office

Ein Anspruch auf einen Heimarbeitsplatz besteht nicht direkt, sobald es Probleme mit der Betreuung der Kinder gibt. „Arbeitgeber sind aufgrund der Sondersituation aber oft bereit, befristet einen Heimarbeitsplatz zur Verfügung zu stellen, wenn sich der Arbeitsplatz dafür eignet“, sagt Christl.

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