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Kauf abgeschlossen: Augsburger BMK Group ist jetzt Teil von Hanza
Übernahme

Kauf abgeschlossen: Augsburger BMK Group ist jetzt Teil von Hanza

Das Augsburger Unternehmen gehört jetzt zu der schwedischen Hanza AB. Foto: BMK Group
Das Augsburger Unternehmen gehört jetzt zu der schwedischen Hanza AB. Foto: BMK Group

Die Augsburger BMK Group ist verkauft. Käufer ist das schwedische Fertigungsunternehmen Hanza AB. Das bedeutet die Übernahme.

Im Herbst vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass Hanza AB aus Schweden die BMK Group aus Augsburg, Anbieter von Hightech-Elektronikfertigung, kauft. Dieser Prozess ist seit Anfang des Jahres nun erfolgreich abgeschlossen. Die Transaktion erfolgte über einen Aktientausch. Hanza ist ein schwedisches Fertigungsunternehmen, das 2008 gegründet wurde.

„Ich freue mich, dass die Transaktion abgeschlossen ist und Hanza und BMK nun offiziell fusioniert sind“, sagt Stephan Baur, Mitgründer von BMK. „Wir sehen große Chancen für die weitere Geschäftsentwicklung und dafür, dass BMK im Rahmen des Clustermodells von Hanza seinen Kunden zusätzlichen Mehrwert bieten kann“, so Baur weiter.

Aktientausch zwischen BMK und Hanza

Die drei Gründer von BMK, Stephan Baur, Dieter Müller und Alois Knöferle, haben ihre BMK-Anteile vollständig an Hanza übergeben. Dafür haben sie rund 17 Millionen neu ausgegebene Aktien von Hanza bekommen und halten damit circa 27 Prozent an dem fusionierten Unternehmen. Demnach wurde der implizite Unternehmenswert von BMK auf rund 1,8 Milliarden Schwedische Kronen angesetzt, das entspricht rund 170 Millionen Euro.

Die Hanza-Aktien, die Baur, Müller und Knöferle erhalten haben, unterliegen zum Großteil einer Sperrfrist: Erst nach frühestens einem Jahr können die BMK-Gründer die neuen Aktien schrittweise verkaufen. Nach drei Jahren sind alle Aktien frei. Bis dahin ist für einen Verkauf die Zustimmung von Hanza nötig.

Diese Vorteile hat BMK für Hanza

Die Augsburger BMK Group gilt als führender Anbieter von Electronic Engineering und Manufacturing Services. Laut Hanza bringt BMK in die neue Gruppe bedeutendes Know-how, Kapazitäten und Führungskompetenz mit. Diese sollen Hanza operativ und strategisch stärken und die Kapazitäten für das laufende, auf die Verteidigungsindustrie ausgerichtete LYNX-Programm erweitern. Das LYNX-Programm wurde im Frühjahr 2025 gestartet und soll das Wachstum des schwedischen Unternehmens in der Rüstungsindustrie beschleunigen.

„BMK verkörpert genau das Qualitätsunternehmen, das wir innerhalb der Gruppe benötigen, um die Entwicklung von HANZA fortzusetzen“, ordnet Erik Stenfors, CEO von HANZA, den Unternehmenskauf ein. Denn BMK verfüge über eine starke Unternehmenskultur, einen stabilen Kundenstamm und sei in seinem Fertigungsbereich technologisch führend. „Dass die Verkäufer sich für eine Beteiligung als Miteigentümer entschieden haben, zeugt zudem von einer klaren und langfristigen Überzeugung von der Zukunftsstrategie der Gruppe“, sagt Stenfors weiter.

Was bedeutet der Verkauf für BMK?

Auch BMK profitiert nach eigenen Angaben von dem Verkauf. „Durch die Bündelung unserer Stärken erschließen wir erhebliches Potenzial und freuen uns darauf, aktiver Teil einer innovativen europäischen Industriegruppe mit klaren Wachstumsambitionen zu sein“, sagt Baur.

BMK soll innerhalb der Hanza-Gruppe als europäische Zentrale für Elektronikdienstleistungen agieren. Bestehende Verträge, Ansprechpartner und Standorte sowie die Geschäftsleitung sollen trotz der Übernahme bestehen bleiben.

Dadurch entsteht laut Mitgründer Müller für die rund 1.500 BMK-Mitarbeitenden mehr Sicherheit. „Gemeinsam können wir schneller wachsen und eine bedeutende Präsenz auf Europas größtem Markt, Deutschland, aufbauen. Für unsere Mitarbeiter bietet die Transaktion mehr Sicherheit und neue Perspektiven in einem größeren Kontext“, sagt Müller.

Das ist die Strategie von Hanza

Der Kauf von BMK markiert für Hanza den Abschluss seiner strategischen Phase „HANZA 2025“. Diese diente dazu, fünf Produktionscluster in Europa zu etablieren. Denn Hanza will eine effiziente und regionale Auftragsfertigung in Europa aufbauen. „Gerade in Zeiten, in denen die Industrie – insbesondere der Verteidigungssektor – kürzere Lieferzeiten und zuverlässige Lieferungen benötigt, sind Schnelligkeit und Nähe entscheidend“, sagt Stenfors.

Die nächste strategische Phase, HANZA 2028, soll operative und finanzielle Ziele für den Konzern beinhalten. Die Strategie wird Ende Februar mit dem Jahresabschlussbericht des Unternehmens für 2025 vorgestellt.

Hanza hat einen Jahresumsatz von rund 4,9 Milliarden Schwedischen Kronen (etwa 450 Millionen Euro) und beschäftigt rund 3.500 Menschen in acht Ländern.

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