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Hanza aus Schweden kauft Augsburger BMK Group
Übernahme

Hanza aus Schweden kauft Augsburger BMK Group

Das Augsburger Unternehmen gehört jetzt zu der schwedischen Hanza AB. Foto: BMK Group
Das Augsburger Unternehmen gehört jetzt zu der schwedischen Hanza AB. Foto: BMK Group

Das schwedische Unternehmen Hanza AB hat die Augsburger BMK Group gekauft. Was bedeutet das für BMK und die Mitarbeitenden?

Das schwedische Fertigungsunternehmen Hanza AB hat die BMK Group mit Sitz in Augsburg gekauft. Das haben beide Unternehmen mitgeteilt. Aus BMK und Hanza soll ein europäischer Fertigungsverbund entstehen – und Europas größter, börsennotierter Auftragsfertiger.

Was bedeutet der Verkauf für BMK?

Nach eigenen Angaben wird BMK in Zukunft innerhalb der HANZA-Gruppe als europäische Zentrale für Elektronikdienstleistungen agieren. „Wir bündeln unsere Kompetenzen und schaffen ein Angebot, das neue Maßstäbe setzt“, sagt Florian Weiß, Mitglied der Geschäftsleitung bei BMK. Bestehende Verträge, Ansprechpartner und Standorte sowie die Geschäftsleitung sollen trotz der Übernahme bestehen bleiben.

Laut Dieter Müller, Partner bei BMK, entsteht für die rund 1.500 BMK-Mitarbeitenden mehr Sicherheit: „Gemeinsam können wir schneller wachsen und eine bedeutende Präsenz auf Europas größtem Markt, Deutschland, aufbauen. Für unsere Mitarbeiter bietet die Transaktion mehr Sicherheit und neue Perspektiven in einem größeren Kontext.“

Alois Knöferle, Geschäftsführender Gesellschafter der BMK Group, spricht lieber von einem Schulterschluss als von einem Verkauf: „Dieser Zusammenschluss ist kein Verkauf, sondern ein strategischer Schulterschluss zweier starker Partner“, wird er in der Pressemitteilung von BMK zitiert. Die drei BMK-Gründer Stephan Baur, Dieter Müller und Alois Knöferle bleiben nach Angaben des Unternehmens strategisch eingebunden. Sie sollen von Hanza rund 17 Millionen neue Aktien erhalten.

Wer ist die Hanza AB?

Hanza AB ist ein schwedisches Fertigungsunternehmen und wurde 2008 gegründet. Die Übernahme von BMK bezeichnet Hanza als Meilenstein und als Abschluss des eigenen Strategieplans „Hanza 2025“. Mit diesem wollte das Unternehmen eine effiziente und regionale Auftragsfertigung in Europa aufbauen. „Gerade in Zeiten, in denen die Industrie – insbesondere der Verteidigungssektor – kürzere Lieferzeiten und zuverlässige Lieferungen benötigt, sind Schnelligkeit und Nähe entscheidend“, sagt Erik Stenfors, CEO von Hanza.

„Mit BMK verbinden wir Europas fortschrittlichste Elektronikfertigung mit dem HANZA-Modell für vollständige und regionale Fertigung. Das Ergebnis ist ein stärkerer Wettbewerbsvorteil für unsere Kunden“, erklärt Stenfors die Übernahme. Die Augsburger BMK Group gilt als führender Anbieter von Electronic Engineering und Manufacturing Services.

„Wir teilen voll und ganz HANZAs Vision für die zukünftige Entwicklung der Auftragsfertigung und sehen, wie wir durch die Kombination unserer Elektronikkompetenz mit HANZAs Clustermodell Mehrwert schaffen können“, sagt Müller von BMK.

Wie geht es weiter?

Laut Hanza AB erfolgte der Verkauf über einen Aktientausch. Bei diesem wurde BMK über eine relative Bewertung mit 27 Prozent des fusionierten Unternehmens bewertet.

Allerdings fehlt noch die Zustimmung der Hanza-Aktionäre – diese soll im November bei einer außerordentlichen Hauptversammlung eingeholt werden. Dabei wird Hanza rund 17 Millionen neue Aktien an die Verkäufer von BMK ausgeben.

Die behördlichen Genehmigungen erwartet Hanza bis Ende des Jahres.

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