SMC InformationsTechnologien AG

Interview mit Rudolf Kotschi von SMC: Was die Digitale Transformation für den Mittelstand bedeutet

Rudolf Kotschi beim B4B SCHWABEN Round Table im September 2014. Foto: B4B SCHWABEN

Seit 20 Jahren prägt die SMC InformationsTechnologien AG die IT-Landschaft in Augsburg. Zahlreiche Mittelständler aus der Region schätzen die innovativen Lösungen des inhabergeführten Familienunternehmens. Doch wie geht es weiter mit SMC, was beinhaltet der Blick in die Zukunft? B4B SCHWABEN sprach mit Geschäftsführer Rudolf Kotschi darüber, was im Zuge der Digitalen Transformation auf den Mittelstand zukommt und welche Chancen sich hier bieten.

B4B SCHWABEN: Herr Kotschi, was genau bedeutet die Digitale Transformation für den Mittelstand?

Rudolf Kotschi: Der deutsche Mittelstand zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er flexibel sein muss. Über die Jahre hinweg sind in jedem Unternehmen individuelle IT-Landschaften entstanden. Diese sind allerdings sehr heterogen, was zu Doppelerfassungen und „Insellösungen“ geführt hat. Es ist für Mitarbeiter oftmals schwierig, den Überblick über alle Daten zu behalten oder für sie relevante Informationen aus anderen Abteilungen einzusehen. Zusätzlich gewinnt das Thema Effizienz immer mehr an Gewicht. Unter der Digitalen Transformation kann man also die IT-gestützte Automatisierung von Geschäftsprozessen verstehen, welche nicht am Werktor enden, sondern Kunden- beziehungsweise Lieferantenprozesse mit einbeziehen.

B4B SCHWABEN: Das klingt kompliziert.

Rudolf Kotschi: Es gibt tatsächlich viele Herausforderungen. Die Lösung wird oft in der Beschaffung einer neuen Software, beispielsweise einer CRM-Software, gesehen. Dabei müssen mittelständische Unternehmen auf die bereits bestehende Infrastruktur zurückgreifen können. Die neue Software muss sich also in die vorhandene IT-Landschaft integrieren lassen. Individuelle Schnittstellen zwischen den einzelnen Programmen sind in der Herstellung aber teuer und im Betrieb wartungsintensiv.

B4B SCHWABEN: Gibt es dafür nicht bereits IT-Lösungen?

Rudolf Kotschi: Die „Großen“ bringen alle eine eigene Integrationsplattform für ihre Business-Applikationen mit. Für den Mittelstand gibt es aber bisher keine „mittelstandstaugliche“ Integrationsplattform.

B4B SCHWABEN: Wie zeichnet sich denn eine solche mittelstandsgeeignete Plattform aus?

Rudolf Kotschi: Mittelständische Unternehmen müssen sich geänderten Geschäftsanforderungen dauernd anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei ist es wichtig, dass ihre IT sie hier optimal unterstützt und sie sich nicht in komplexen, teuren und ressourcenintensiven Codes verzetteln.

B4B SCHWABEN: Und hier kommt Ihr Produkt ins Spiel.

Rudolf Kotschi: Genau. Die SMC Middleware Suite ist eine anwendungsneutrale Software, die zwischen verschiedenen Programmen „vermittelt“. Seit 2002 sichern wir durch den SMC Integrationsserver schnelle, kostengünstige und zukunftssichere Integrationen von beliebigen Geschäftsanwendungen auf unterschiedlichen Plattformen. Am 15. Oktober wird zudem die neue Version, die SMC Middleware Suite, inklusive der neuen DatenManagementPlattform freigegeben. Die Software war bisher sehr technisch und nur an Systemadministratoren gerichtet. Jetzt ist sie deutlich anwenderfreundlicher und auch ohne direkte Programmierkenntnisse für Fachabteilungen nutzbar.

B4B SCHWABEN: Schätzungen zufolge wollen viele Unternehmen Customer-Relationship-Management-Systeme einführen, die wenigsten tun es bisher. Warum?

Rudolf Kotschi: CRM sollte deshalb meiner Ansicht nach nicht nur ein Software-Programm sein, sondern eine Strategie. Jeder Mitarbeiter im Unternehmen sollte immer die Information überall und jederzeit zur Verfügung haben, die er für seine optimale Kundenansprache aktuell benötigt. Und dazu müssen alle relevanten Informationen in einer Kundenmaske zur Verfügung stehen, also auch Daten aus anderen Business-Applikationen, wie beispielsweise die Umsätze aus der Warenwirtschaft oder die Offenen Posten aus der Buchhaltung. Um Ihre Frage klar zu beantworten: Einerseits wird CRM nicht als Strategie gesehen, andererseits scheut man die Investitionen für benötigte Schnittstellen.

B4B SCHWABEN: Menschen zu verbinden ist der Grundsatz Ihres Unternehmens. Was machen Sie hier anders als andere?

Rudolf Kotschi: Im Mittelstand herrscht oftmals die 80-20-Regel. Das bedeutet, dass zu 80 Prozent Wert gelegt wird auf das System und nur zu 20 Prozent auf die Organisation. Dabei sind nur die IT-Projekte wirklich erfolgreich, die den Fokus auf die Prozesse legen und den Anwender abholen. Unternehmen brauchen einfache Produkte, mit denen nicht nur Experten etwas anfangen können, sondern Jedermann an der Front.

B4B SCHWABEN: Für wen genau ist die SMC Middleware Suite gedacht?

Rudolf Kotschi: Um die digitale Transformation kommt keiner mehr rum. IT-Kosten und Zukunftssicherheit sind immer ein Thema. Jedes Unternehmen im Mittelstand muss seine Prozesse weiter automatisieren und Kunden- und Lieferantenprozesse mit einbinden. Unsere SMC Middleware Suite ist branchenneutral, lässt sich einfach anwenden und passt sich flexibel an.

B4B SCHWABEN: Haben Sie bereits Interessenten für das Produkt?

Rudolf Kotschi: Wir haben jetzt schon über 100 Kunden. Ein großer Discounter arbeitet mit der SMC Middleware Suite, ebenso die Ratioform Verpackungen GmbH aus Pliening. Ratioform haben wir beispielsweise mithilfe unserer Software zu einer ganzheitlichen, zentralen Sicht auf den Lebenszyklus ihrer Produkte verhelfen können.

B4B SCHWABEN: Der Trend geht dahin, CRM-Systeme auch mobil und über Social Media zu nutzen.

Rudolf Kotschi: Ja, immer öfter befindet sich das CRM-System in der Cloud und wird dort genutzt, die Buchhaltung aber ist auf dem eigenem Server. Middleware-Produkte müssen diesen „hybriden“ Anforderungen gerecht werden. Unsere SMC Middleware lässt sich auch als Dienst in der Cloud und über Social Media nutzen. Zudem lassen sich kundenrelevante Informationen im CRM-System erfassen oder ändern und werden im Hintergrund automatisch auch über WhatsApp und Facebook nutzbar.

B4B SCHWABEN: Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Das Interview führte Rebecca Weingarten

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Rudolf Kotschi beim B4B SCHWABEN Round Table im September 2014. Foto: B4B SCHWABEN

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B4B SCHWABEN: Herr Kotschi, was genau bedeutet die Digitale Transformation für den Mittelstand?

Rudolf Kotschi: Der deutsche Mittelstand zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er flexibel sein muss. Über die Jahre hinweg sind in jedem Unternehmen individuelle IT-Landschaften entstanden. Diese sind allerdings sehr heterogen, was zu Doppelerfassungen und „Insellösungen“ geführt hat. Es ist für Mitarbeiter oftmals schwierig, den Überblick über alle Daten zu behalten oder für sie relevante Informationen aus anderen Abteilungen einzusehen. Zusätzlich gewinnt das Thema Effizienz immer mehr an Gewicht. Unter der Digitalen Transformation kann man also die IT-gestützte Automatisierung von Geschäftsprozessen verstehen, welche nicht am Werktor enden, sondern Kunden- beziehungsweise Lieferantenprozesse mit einbeziehen.

B4B SCHWABEN: Das klingt kompliziert.

Rudolf Kotschi: Es gibt tatsächlich viele Herausforderungen. Die Lösung wird oft in der Beschaffung einer neuen Software, beispielsweise einer CRM-Software, gesehen. Dabei müssen mittelständische Unternehmen auf die bereits bestehende Infrastruktur zurückgreifen können. Die neue Software muss sich also in die vorhandene IT-Landschaft integrieren lassen. Individuelle Schnittstellen zwischen den einzelnen Programmen sind in der Herstellung aber teuer und im Betrieb wartungsintensiv.

B4B SCHWABEN: Gibt es dafür nicht bereits IT-Lösungen?

Rudolf Kotschi: Die „Großen“ bringen alle eine eigene Integrationsplattform für ihre Business-Applikationen mit. Für den Mittelstand gibt es aber bisher keine „mittelstandstaugliche“ Integrationsplattform.

B4B SCHWABEN: Wie zeichnet sich denn eine solche mittelstandsgeeignete Plattform aus?

Rudolf Kotschi: Mittelständische Unternehmen müssen sich geänderten Geschäftsanforderungen dauernd anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei ist es wichtig, dass ihre IT sie hier optimal unterstützt und sie sich nicht in komplexen, teuren und ressourcenintensiven Codes verzetteln.

B4B SCHWABEN: Und hier kommt Ihr Produkt ins Spiel.

Rudolf Kotschi: Genau. Die SMC Middleware Suite ist eine anwendungsneutrale Software, die zwischen verschiedenen Programmen „vermittelt“. Seit 2002 sichern wir durch den SMC Integrationsserver schnelle, kostengünstige und zukunftssichere Integrationen von beliebigen Geschäftsanwendungen auf unterschiedlichen Plattformen. Am 15. Oktober wird zudem die neue Version, die SMC Middleware Suite, inklusive der neuen DatenManagementPlattform freigegeben. Die Software war bisher sehr technisch und nur an Systemadministratoren gerichtet. Jetzt ist sie deutlich anwenderfreundlicher und auch ohne direkte Programmierkenntnisse für Fachabteilungen nutzbar.

B4B SCHWABEN: Schätzungen zufolge wollen viele Unternehmen Customer-Relationship-Management-Systeme einführen, die wenigsten tun es bisher. Warum?

Rudolf Kotschi: CRM sollte deshalb meiner Ansicht nach nicht nur ein Software-Programm sein, sondern eine Strategie. Jeder Mitarbeiter im Unternehmen sollte immer die Information überall und jederzeit zur Verfügung haben, die er für seine optimale Kundenansprache aktuell benötigt. Und dazu müssen alle relevanten Informationen in einer Kundenmaske zur Verfügung stehen, also auch Daten aus anderen Business-Applikationen, wie beispielsweise die Umsätze aus der Warenwirtschaft oder die Offenen Posten aus der Buchhaltung. Um Ihre Frage klar zu beantworten: Einerseits wird CRM nicht als Strategie gesehen, andererseits scheut man die Investitionen für benötigte Schnittstellen.

B4B SCHWABEN: Menschen zu verbinden ist der Grundsatz Ihres Unternehmens. Was machen Sie hier anders als andere?

Rudolf Kotschi: Im Mittelstand herrscht oftmals die 80-20-Regel. Das bedeutet, dass zu 80 Prozent Wert gelegt wird auf das System und nur zu 20 Prozent auf die Organisation. Dabei sind nur die IT-Projekte wirklich erfolgreich, die den Fokus auf die Prozesse legen und den Anwender abholen. Unternehmen brauchen einfache Produkte, mit denen nicht nur Experten etwas anfangen können, sondern Jedermann an der Front.

B4B SCHWABEN: Für wen genau ist die SMC Middleware Suite gedacht?

Rudolf Kotschi: Um die digitale Transformation kommt keiner mehr rum. IT-Kosten und Zukunftssicherheit sind immer ein Thema. Jedes Unternehmen im Mittelstand muss seine Prozesse weiter automatisieren und Kunden- und Lieferantenprozesse mit einbinden. Unsere SMC Middleware Suite ist branchenneutral, lässt sich einfach anwenden und passt sich flexibel an.

B4B SCHWABEN: Haben Sie bereits Interessenten für das Produkt?

Rudolf Kotschi: Wir haben jetzt schon über 100 Kunden. Ein großer Discounter arbeitet mit der SMC Middleware Suite, ebenso die Ratioform Verpackungen GmbH aus Pliening. Ratioform haben wir beispielsweise mithilfe unserer Software zu einer ganzheitlichen, zentralen Sicht auf den Lebenszyklus ihrer Produkte verhelfen können.

B4B SCHWABEN: Der Trend geht dahin, CRM-Systeme auch mobil und über Social Media zu nutzen.

Rudolf Kotschi: Ja, immer öfter befindet sich das CRM-System in der Cloud und wird dort genutzt, die Buchhaltung aber ist auf dem eigenem Server. Middleware-Produkte müssen diesen „hybriden“ Anforderungen gerecht werden. Unsere SMC Middleware lässt sich auch als Dienst in der Cloud und über Social Media nutzen. Zudem lassen sich kundenrelevante Informationen im CRM-System erfassen oder ändern und werden im Hintergrund automatisch auch über WhatsApp und Facebook nutzbar.

B4B SCHWABEN: Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Das Interview führte Rebecca Weingarten

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