Brexit

IHK Schwaben rät Unternehmern zu Vorbeitungen auf Brexit

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union rückt näher. Das beeinflusst auch die Wirtschaft in Bayerisch-Schwaben. Das sind die Ratschläge der IHK Schwaben für Unternehmer.

„Unsere Produzenten, Händler und Dienstleister brauchen freie Bahn für ihre Geschäfte mit der Insel. Eine möglichst enge Anbindung Großbritanniens an die EU, ohne Zölle oder andere Handelshemmnisse, ist unerlässlich“, erklärte Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Daher sei es die Aufgabe der Verhandlungspartner einen schnellen, pragmatischen und für beide Seiten guten Kompromiss zu finden. In Bayerisch-Schwaben unterhalten derzeit rund 500 Unternehmen aktive Wirtschaftsbeziehungen ins Vereinigte Königreich. Die Handelsbeziehungen umfassen den Export und Import sowie die Präsenz vor Ort. Dazu gehört beispielsweise die einer Niederlassung oder Tochtergesellschaft.

IHK Schwaben empfiehlt Vorkehrungen zu treffen

Die IHK Schwaben empfiehlt deswegen den Unternehmen, die auf jeden Fall bis Ende 2020 andauernde Brexit-Übergangsphase für weitere Vorkehrungen zu nutzen. Dazu plant sie auch spezielle Brexit-Veranstaltungen zum Ende des Jahres. Die Kammer weist besonders darauf hin, dass je nach Ausgang der Brexit-Verhandlungen zollrechtliche Vorschriften für den Warenverkehr zum Zuge kommen können. Mit diesen hätten viele bislang nur im EU-Binnenmarkt tätige Unternehmen keinerlei Erfahrungen sammeln können.

Großbritanniens Bedeutung für Bayerisch-Schwaben ist gesunken

War Großbritannien vor dem Brexit im Jahr 2015 noch Bayerns zweitwichtigster Exportmarkt, liegt es im aktuellen Ranking nur noch auf Platz fünf. Von Januar bis November 2019 sanken die bayerischen Ausfuhren nach Großbritannien im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum noch einmal um 2,4 Prozent. Damit liegt der Betrag auf 11,6 Milliarden Euro. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) sind in Bayern rund 80.000 Arbeitsplätze vom Exportgeschäft mit Großbritannien abhängig. Eine im Auftrag der IHK München erstellte Studie des ifo Instituts hat ergeben, dass ein harter Brexit Bayern jährlich 0,24 Prozentpunkte Wirtschaftswachstum kosten könnte. Das wäre ein Verlust von 1,4 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung. Besonders eng mit Großbritannien verflochtene Branchen aus der Region sind dabei der Fahrzeug- und Maschinenbau, die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie sowie die Lebensmittelindustrie.

Über die IHK Schwaben

Die IHK Schwaben vertritt im Regierungsbezirk Schwaben 140.000 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen. Sie ist seit 1843 das Selbstverwaltungsorgan der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts berät sie Unternehmen, bündelt und vertritt deren Interessen und bildet Menschen in der Region aus und weiter. Sitz der IHK Schwaben ist Augsburg. Darüber hinaus gibt es acht Regionalbüros in Donauwörth, Günzburg, Kaufbeuren, Kempten, Lauingen, Lindau, Memmingen und Neu-Ulm. Ihr gewählter Präsident ist Dr. Andreas Kopton. Als Hauptgeschäftsführer fungiert Dr. Marc Lucassen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Brexit

IHK Schwaben rät Unternehmern zu Vorbeitungen auf Brexit

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union rückt näher. Das beeinflusst auch die Wirtschaft in Bayerisch-Schwaben. Das sind die Ratschläge der IHK Schwaben für Unternehmer.

„Unsere Produzenten, Händler und Dienstleister brauchen freie Bahn für ihre Geschäfte mit der Insel. Eine möglichst enge Anbindung Großbritanniens an die EU, ohne Zölle oder andere Handelshemmnisse, ist unerlässlich“, erklärte Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Daher sei es die Aufgabe der Verhandlungspartner einen schnellen, pragmatischen und für beide Seiten guten Kompromiss zu finden. In Bayerisch-Schwaben unterhalten derzeit rund 500 Unternehmen aktive Wirtschaftsbeziehungen ins Vereinigte Königreich. Die Handelsbeziehungen umfassen den Export und Import sowie die Präsenz vor Ort. Dazu gehört beispielsweise die einer Niederlassung oder Tochtergesellschaft.

IHK Schwaben empfiehlt Vorkehrungen zu treffen

Die IHK Schwaben empfiehlt deswegen den Unternehmen, die auf jeden Fall bis Ende 2020 andauernde Brexit-Übergangsphase für weitere Vorkehrungen zu nutzen. Dazu plant sie auch spezielle Brexit-Veranstaltungen zum Ende des Jahres. Die Kammer weist besonders darauf hin, dass je nach Ausgang der Brexit-Verhandlungen zollrechtliche Vorschriften für den Warenverkehr zum Zuge kommen können. Mit diesen hätten viele bislang nur im EU-Binnenmarkt tätige Unternehmen keinerlei Erfahrungen sammeln können.

Großbritanniens Bedeutung für Bayerisch-Schwaben ist gesunken

War Großbritannien vor dem Brexit im Jahr 2015 noch Bayerns zweitwichtigster Exportmarkt, liegt es im aktuellen Ranking nur noch auf Platz fünf. Von Januar bis November 2019 sanken die bayerischen Ausfuhren nach Großbritannien im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum noch einmal um 2,4 Prozent. Damit liegt der Betrag auf 11,6 Milliarden Euro. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) sind in Bayern rund 80.000 Arbeitsplätze vom Exportgeschäft mit Großbritannien abhängig. Eine im Auftrag der IHK München erstellte Studie des ifo Instituts hat ergeben, dass ein harter Brexit Bayern jährlich 0,24 Prozentpunkte Wirtschaftswachstum kosten könnte. Das wäre ein Verlust von 1,4 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung. Besonders eng mit Großbritannien verflochtene Branchen aus der Region sind dabei der Fahrzeug- und Maschinenbau, die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie sowie die Lebensmittelindustrie.

Über die IHK Schwaben

Die IHK Schwaben vertritt im Regierungsbezirk Schwaben 140.000 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen. Sie ist seit 1843 das Selbstverwaltungsorgan der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts berät sie Unternehmen, bündelt und vertritt deren Interessen und bildet Menschen in der Region aus und weiter. Sitz der IHK Schwaben ist Augsburg. Darüber hinaus gibt es acht Regionalbüros in Donauwörth, Günzburg, Kaufbeuren, Kempten, Lauingen, Lindau, Memmingen und Neu-Ulm. Ihr gewählter Präsident ist Dr. Andreas Kopton. Als Hauptgeschäftsführer fungiert Dr. Marc Lucassen.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben