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HWK Schwaben: Ausbildung im Handwerk trotz Corona stabil
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Fachkräftesicherung

HWK Schwaben: Ausbildung im Handwerk trotz Corona stabil

 HWK Platz des Handwerks 2.0
Das Gebäude der Handwerkskammer Schwaben. Foto: Handwerkskammer Schwaben

Die Ausbildung in den Handwerkbetrieben in Schwaben ist stabil. Und das trotz Corona. Grund sind dabei nicht nur digitale Netzwerk-Formate.

Corona hat in den Handwerksbetrieben vieles durcheinander gebracht, doch die Ausbildung steht besser als befürchtet da. Das ist das Fazit der HWK Schwaben. Zum Ausbildungsstart sind bei der HWK Schwaben 3.785 neue Verträge registriert, gut 600 Verträge mehr als im August. Das ist im Vergleich zum Vorjahr jedoch ein Minus von 6,13 Prozent Prozent. Der Markt ist zwar immer noch in Bewegung, jedoch sind die meisten Verträge eingegangen.

„Das ist für diese Krisenzeit ein Topergebnis des schwäbischen Handwerks – auch im bayernweiten Vergleich. Die intensive Begleitung der Betriebe durch die HWK bei der Nachwuchssicherung zahlt sich aus. Wir haben nach dem Lockdown sofort mit neuen, digitalen Formaten in zwei Richtungen gearbeitet: einerseits Schüler, Eltern und Schulen auf die Attraktivität und Sicherheit der 130 Handwerksberufe hingewiesen, andererseits den Handwerksbetrieben Instrumente an die Hand gegeben, wie sie unter Corona-Bedingungen zu ihren Nachwuchskräften kommen,“ ist Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben, stolz auf dieses Ergebnis.

Digitale Formate gefragt

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Durch den Wegfall von Ausbildungsmessen und den flächendeckenden Ausfall von Aktionen der Handwerkskammer an den Schulen hat sich das Zusammenfinden von Jugendlichen und Ausbildungsbetrieben nach hinten verschoben. Gefragt waren digitale Methoden der Nachwuchsgewinnung, aber auch persönliche Kontakte und Praktika liefen nach dem Lockdown unter den erforderlichen Hygienebedingungen wieder an. Das hat zeitversetzt zu mehr Vertragsabschlüssen geführt als erwartet. Waren im Juli erst 2.351 Ausbildungsverträge abgeschlossen, hat sich dies im August um 767 auf 3.118 Verträge und im September noch einmal auf 3.785 Verträge erhöht. Der Wert von 2019 – 4.032 Verträge – ist bislang noch nicht erreicht, dennoch ist das Ergebnis unter den extremen Umständen bemerkenswert, so die HWK.

Erstausbilder nahmen trotz Corona zu

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Wider Erwarten hat die Zahl der Betriebe, die das erste Mal ausbilden, deutlich zugelegt, erklärt die Kammer außerdem. „Dass Unternehmen in Krisenzeiten den Mut haben, in die Ausbildung einzusteigen, bestätigt den Einsatz und das Durchhaltevermögen des Handwerks – Unternehmereigenschaften, die ich kenne und bewundere,“ sagt Anette Göllner, Leiterin der Berufsausbildung bei der HWK Schwaben, die den Markt mit ihrem Beratungsteam seit vielen Jahren genau beobachtet. Schon im Vorjahr ist eine erhebliche Anzahl an Betrieben in die Ausbildung eingestiegen und trotz Corona sind zum jetzigen Zeitpunkt noch einmal 453 Betriebe hinzugekommen.

 

 

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