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Hufschmied: Von 2.000 auf 800.000 Werkzeuge in 20 Jahren
Jubiläum

Hufschmied: Von 2.000 auf 800.000 Werkzeuge in 20 Jahren

Seit 20 Jahren fertigt Hufschmied am Standort Winterlingen Präzisionswerkzeuge für unterschiedlichste Anwendungen. Bild: Hufschmied Zerspanungssysteme
Seit 20 Jahren fertigt Hufschmied am Standort Winterlingen Präzisionswerkzeuge für unterschiedlichste Anwendungen. Bild: Hufschmied Zerspanungssysteme

Was 2006 mit drei Maschinen begann, ist heute eine Fertigung mit drei Standorten: Der Werkzeughersteller aus Bobingen feiert 20 Jahre Eigenproduktion in Winterlingen.

Aus einem kleinen Werkzeugschleifbetrieb mit gerade einmal drei Maschinen ist eine Fertigung mit einer Jahresproduktion von Hunderttausenden Präzisionswerkzeugen geworden. Die Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH mit Hauptsitz in Bobingen blickt auf 20 Jahre eigene Werkzeugproduktion am Standort Winterlingen auf der Schwäbischen Alb zurück. Während das Unternehmen 2006 noch rund 2.000 Werkzeuge jährlich herstellte, waren es 2025 bereits 800.000.

Mit dem Wachstum wurde auch das Produktionsnetzwerk erweitert. 2022 kam ein Werk in Sigmaringen hinzu, 2025 folgte ein Standort in Mexiko. Am Firmensitz in Bobingen werden zudem Werkzeuge für Dentalanwendungen gefertigt und Diamantbeschichtungen aufgebracht.

Großteil der Produkte sind Sonderanfertigungen

Laut Hufschmied werden rund 80 Prozent der produzierten Werkzeuge speziell für Kunden entwickelt und auf deren Materialien, Maschinen und Fertigungsprozesse abgestimmt. Als Grundlage dafür sollen etwa 300 Standardgeometrien für die Bearbeitung von Stahl, Aluminium, Kunststoffen, Faserverbundwerkstoffen oder Keramik dienen. Das Unternehmen deckt nach eigenen Angaben alle Produktionsschritte vom Rohling bis zur Beschichtung selbst ab. Zur Qualitätssicherung erhalte zudem jedes Werkzeug einen individuellen Datamatrixcode, über den sich sämtliche Fertigungsschritte zurückverfolgen lassen.

Sensoren sollen Verschleiß früh erkennen

Neben der Werkzeugentwicklung beschäftigt sich Hufschmied zunehmend mit intelligenten Fertigungsprozessen. Bereits 2022 entwickelte das Unternehmen mit „SonicShark“ ein System, das mithilfe von Körperschallsensoren und lernfähiger KI Unregelmäßigkeiten während der Bearbeitung erkennen soll. So ließen sich unter anderem Materialfehler oder beginnender Werkzeugverschleiß frühzeitig identifizieren. Auch die Produktionsplanung sei inzwischen digitalisiert worden: Neue Softwarelösungen verknüpfen die Planung direkt mit der Fertigung, sollen die Reihenfolge der Aufträge optimieren und so Maschinenstillstände reduzieren.

„Mit unserer Fertigung, die die komplette Prozesskette umfasst, haben wir die Freiheit, Innovationen und Entwicklungen zügig umzusetzen“, erklärt Geschäftsführerin Christel Hufschmied. Gleichzeitig ermögliche die lückenlose Qualitätssicherung ein hohes Maß an Kontrolle. Durch die neue Software könne das Unternehmen nun auch Liefertermine präziser steuern.

Nachhaltigkeit in der Produktion

Neben Innovation und Digitalisierung spiele auch die Umweltbilanz eine Rolle. Seit 2022 ist Hufschmied nach der Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. Seit 2024 erfasst das Unternehmen zudem die Treibhausgasemissionen bei der Herstellung seiner Fräswerkzeuge. Die eigene Solaranlage soll allein in diesem Jahr voraussichtlich rund 68 Tonnen CO₂ einsparen.

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