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GALERIA Kaufhof von Metro Group nach Kanada verkauft
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METRO GROUP

GALERIA Kaufhof von Metro Group nach Kanada verkauft

Die GALERIA Kaufhof hat sich aus Augsburg verabschiedet. Foto: B4B SCHWABEN

Vergangene Woche schloss die GALERIA Kaufhof-Filiale in Augsburg nach 15 Jahren ihre Türen. Die 119 übrigen Standorte bekommen einen neuen Eigentümer, wie die Metro Gruppe mitteilt. Der Konzern veräußert seine Kaufhof-Geschäfte an die Kanadische Hudson’s Bay Company. Der Kaufpreis soll zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro liegen.

von Kathrin Lüders, Online-Redaktion

Zum Verkauf der Warenhaustochter GALERIA Kaufhof hatte man sich entschlossen, da sich die METRO GROUP sich künftig stärker auf ihr Großhandelsgeschäft METRO Cash & Carry, die Unterhaltungselektroniksparte Media-Saturn sowie auf die Hypermarkt-Kette Real konzentrieren möchte, wie das Unternehmen mitteilte: "HBC hat nicht nur das beste Angebot für eine sichere Zukunft von GALERIA Kaufhof unterbreitet, sondern auch eine werthaltige Offerte für unsere Anteilseigner vorgelegt", sagte Koch. "Wir werden die Einnahmen aus dem Verkauf der GALERIA Holding GmbH auch für verstärkte Investitionen in unsere anderen Vertriebslinien nutzen und damit das künftige Wachstum der Gruppe sicherstellen. Damit stärken wir die METRO GROUP für unsere Kunden und im Sinne aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Anteilseigner."

GALERIA Kaufhof soll unter der Führung der  Hudson’s Bay Company (HBC) wachsen

Mit der Transaktion baut HBC auf seiner bewährten Strategie auf, durch Akquisitionen zu wachsen: Das Markenportfolio wird erweitert und das Unternehmen positioniert sich als international führende Handelsgruppe. Konkret übernimmt HBC von der METRO GROUP 103 Filialen von GALERIA Kaufhof in Deutschland, von denen sich 59 Standorte in besten Innenstadtlagen im Immobilieneigentum der Kaufhof-Gesellschaft GALERIA Real Estate befinden. Hinzu kommen 16 Sportarena-Filialen sowie 16 Warenhäuser des Tochterunternehmens GALERIA Inno in Belgien. Neben verschiedenen Logistikzentren, Lagern und sonstigen Immobilien übernimmt HBC auch die traditionsreiche GALERIA Kaufhof-Hauptverwaltung in Köln.

Richard Baker, Governor und Executive Chairman von HBC, sagte: "Dies ist eine großartige Transaktion, die unserer bewährten Wachstumsstrategie entspricht. Es ist das richtige Investment zum richtigen Zeitpunkt. Seit vielen Jahren beobachten wir die europäische Handelslandschaft sorgfältig auf der Suche nach potenziellen Expansionsmöglichkeiten. Dabei ist uns schon früh aufgefallen, wie sich GALERIA Kaufhof – aufbauend auf seinen hochwertigen Kaufhäusern in besten Lagen – zur Nr. 1 in Deutschland entwickelt hat. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Kaufhof-Managementteam, wollen unser Know-how einbringen, und heißen Kaufhof in unserem Portfolio dynamischer Marken willkommen."

Verlor Karstadt das Bieter-Rennen um GALERIA Kaufhof?

Wie mehrere Medien berichten hätte auch Karstadt-Eigentümer René Benko mit seinem Unternehmen Signa Retail ein Angebot für den Warenhaus-Konkurrenten abgegeben. Dieser wäre jeodch von HBC ausgestochen worden.

Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG, sagte: "Mit Hudson's Bay Company haben wir den idealen Partner für eine erfolgreiche Zukunft von GALERIA Kaufhof gefunden. HBC verfolgt eine Strategie internationalen Wachstums und GALERIA Kaufhof wird hierbei eine zentrale Rolle spielen.

HBC will keine Filialen schließen: Alle Kaufhof-Mitarbeiter sollen übernommen werden

Neben dem attraktiven Preis und einer soliden Finanzierung war für uns bei der Transaktion ausschlaggebend, dass HBC verbindliche Zusagen für die Übernahme der rund 21.500 Beschäftigten in Deutschland und Belgien gemacht hat. Wir möchten allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von GALERIA Kaufhof und GALERIA Inno sowie den Management-Teams für ihre herausragenden Leistungen und ihre großartige Arbeit danken. Ohne ihr Engagement hätte das Unternehmen niemals seine Spitzenposition im deutschen Warenhaussektor erreichen und verteidigen können."

Infolge der Transaktion erwartet die METRO GROUP einen positiven Mittelzufluss von rund 1,6 Mrd. EUR und eine Verringerung der Rating-relevanten Nettoverschuldung von rund 2,7 Mrd. EUR. Darüber hinaus rechnet die METRO GROUP mit einem positiven EBIT-Effekt von rund 0,7 Mrd. EUR.

Als Teil der Vereinbarung wird HBC die Markennamen GALERIA Kaufhof, GALERIA Inno und Sportarena weiterführen. HBC plant zudem keine Kürzungen bei der Belegschaft oder Schließung von Standorten mit Ausnahme derjenigen, die von GALERIA Kaufhof bereits beschlossen und verkündet wurden. Die Kaufhof-Hauptverwaltung bleibt in Köln. Zusammen mit seinen anderen Warenhausgesellschaften wie Hudson's Bay, Lord & Taylor, Saks Fifth Avenue, Saks OFF 5TH und Home Outfitters, wird HBC künftig 464 Kaufhäuser unter insgesamt 8 Markennamen betreiben, mit einem Umsatzanteil von 44% in den Vereinigten Staaten, 31% in Deutschland und 23% in Kanada sowie 2% in Belgien.

Auch nach Vollzug der Transaktion will HBC weiter auf das bestehende Kaufhof-Management-Team setzen und in enger Zusammenarbeit das Angebot von GALERIA Kaufhof für die Kunden noch attraktiver gestalten. Zu diesem Zweck soll der Markenmix weiter ausgebaut, Kaufhofs eCommerce massiv gestärkt und wichtige Warengruppen weiter optimiert werden. Darüber hinaus soll der Markteintritt von Saks Fifth Avenue und Saks OFF 5TH in Deutschland geprüft werden. Weiterhin sollen die Produktivität verbessert und die effiziente Nutzung der Verkaufsflächen im bestehenden Filialnetzwerk weiter verbessert werden.

Die Ära von GALERIA Kaufhof in Augsburg seit letzter Woche beendet

Kurz vor der Bekanntgabe des Metro-Verkaufs war bereits die Augsburger GALERIA Kaufhof-Filiale vergangene Woche geschlossen worden. Dies war bereits seit dem letzten Jahr bekannt. In den Räumlichkeiten in der Augsburger Innenstadt wird demnächst eine weitere Filiale des Neusäßer Unternehmen Schuh Schmid eröffnen.

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